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"Bringt euch in Sicherheit" Trump warnt vor Hurrikan "Florence"

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"Florence" ist zu einem gewaltigen Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 220 Kilometern pro Stunde angewachsen.

(Foto: REUTERS)

In diesem Jahr gibt es noch vergleichsweise wenige Tropenstürme an der US-Ostküste. Jetzt kommt es wohl erneut zu einer Naturkatastrophe. Die Hurrikane "Florence" und "Isaac" rollen auf die Ostküste zu. Millionen Menschen müssen evakuiert werden.

Angesichts des herannahenden Hurrikans "Florence" hat US-Präsident Donald Trump die Bewohner der US-Ostküste zur Vorsicht aufgerufen. "Dies ist einer der schlimmsten Stürme an der Ostküste seit vielen Jahren. Bitte seid vorbereitet, seid vorsichtig und bringt euch in Sicherheit", erklärte Trump auf Twitter.

Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Warnzentrums soll das Zentrum des Wirbelsturms am Donnerstag auf die Küste treffen. "Florence" wurde mittlerweile auf der fünfstufigen Hurrikan-Skala von Kategorie eins auf Kategorie vier hochgestuft. Im US-Bundesstaat South Carolina soll die Evakuierung von einer Million Menschen beginnen.

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Bereits in 26 von 46 Bezirken im Bundesstaat blieben die Schulen geschlossen. In der Hafenstadt Charleston kontrollierten Mitarbeiter der Stadt Gullys und Abwasserkanäle. Küstenbewohner brachten Spanplatten vor ihren Fenstern an und füllten Sandsäcke, um ihre Häuser vor starken Winden und Wassermassen zu schützen. Bei Hamsterkäufen in Supermärkten versorgten sich viele Menschen mit Trinkwasser und Lebensmitteln.

Evakuierung "zwingend, nicht freiwillig"

Der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, hatte am Montag angeordnet, einen fast 320 Kilometer langen Küstenabschnitt zu evakuieren. "Dies ist ein sehr gefährlicher Hurrikan", sagte McMaster. Daher dürfe kein Risiko eingegangen werden. Die Evakuierung sei "zwingend, nicht freiwillig".

Die Katastrophenschutzbehörde Fema warnte am Montagabend, "Florence" könne zu "möglicherweise lebensgefährlichem Hochwasser und zerstörerischen Winden" in den Bundesstaaten North und South Carolina sowie Virginia führen. Die drei Bundesstaaten hatten bereits am Wochenende den Notstand ausgerufen, um die Vorbereitungen zu beschleunigen.

Der Nationale Wetterdienst warnte die Bevölkerung davor, sich nur auf den Weg des Hurrikans zu konzentrieren. "Bedeutende Auswirkungen" würden schon deutlich vor der Ankunft des Auges des Hurrikans an der Küste zu spüren sein.

Puerto Rico leidet noch an "Maria"-Folgen

Auch Puerto Rico ist von einem neuen Wirbelsturm betroffen. Im US-Außengebiet begannen bereits angesichts des Hurrikans "Isaac" die Vorbereitungen auf "das schlimmste aller Szenarien", wie es die Behörden ausdrückten. Die östlich der Dominikanischen Republik gelegene Insel von der zehnfachen Größe Berlins leidet immer noch unter den verheerenden Folgen von Hurrikan "Maria" im September 2017. Erst vor zwei Wochen hatte die Regierung der Insel die tatsächliche Opferzahl mit 2975 Toten angegeben, nachdem im vergangenen Jahr zunächst nur von 64 die Rede gewesen war.

Im Spätsommer 2017 hatten neben "Maria" die Hurrikans "Harvey", "Irma", "José" und "Katia" die Region heimgesucht. In diesem Jahr hat es erst vergleichsweise wenige Tropenstürme gegeben. Sie werden jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge benannt, "Florence", Buchstabe F, ist damit der sechste. Zum Vergleich: Der verheerende Hurrikan "Katrina" mit 1800 Toten, Buchstabe "K", ereignete sich 2005 schon im August.

Ungefähr 1500 Kilometer östlich von "Isaac" tobt derzeit noch Hurrikan "Helene" mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde im Atlantik. Wegen seines prognostizierten Nordkurses, der ihn in kältere Gewässer führt, hat er aber kaum Chancen, jemals Land zu erreichen.

Quelle: n-tv.de, nen/dpa/Afp

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