Panorama

Pfälzische Wurzeln im Weißen Haus Trumps Opa stammt aus Deutschland

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US-Präsident mit deutschen Wurzeln: Wirkt in Donald Trump pfälzischer Unternehmergeist?

(Foto: picture alliance / dpa)

Der künftige Präsident der Vereinigten Staaten ist Europa auf besondere Weise verbunden: Die Großeltern des bald mächtigsten Mannes der Welt wanderten einst aus einem Dorf in der Pfalz in die USA aus.

Donald Trumps Großvater war 16 Jahre alt, als er 1885 einen Abschiedsbrief auf den Küchentisch legte und sein pfälzisches Heimatdorf Kallstadt verließ, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten. Auf der anderen Seite des Atlantiks machte Trumps Opa Friedrich Trump ein Vermögen - und begründete eine Dynastie, aus der nun das nächste Staatsoberhaupt der USA entspringt.

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Schlagartig im Licht der Weltöffentlichkeit: Die 1200-Seelen-Gemeinde liegt im Rheingraben knapp 20 Kilometer westlich von Mannheim.

(Foto: picture alliance)

Kallstadt ist eine adrette Ortschaft an der Weinstraße im Südosten von Rheinland-Pfalz. Das beschauliche Dorf mit seinen Fachwerkhäusern und gepflegten Straßen ist Heimat für rund 1200 Einwohner. Die Gemeinde ist stolz auf die Lebensart in der pfälzischen Weinregion. Die Gasthöfe servieren Saumagen - "im Glas oder auf dem Teller", wie es in einer Selbstdarstellung heißt.

US-Bürger mit deutschen Wurzeln

Zu der Zeit, als Friedrich Trump seinen Geburtsort verließ, machten sich jährlich mehr als 100.000 Auswanderer aus deutschen Gebieten auf den Weg in die USA. Noch heute sind US-Bürger mit deutscher Abstammung - gemessen an den Nationalitäten der Vorfahren - die größte Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten. Im Alltag sind ihre Wurzeln jedoch praktisch nicht mehr zu erkennen - abgesehen von einigen lokalen Foklorevereinen, Veröffentlichungen wie der "Amerikawoche" oder deutschen Begriffen wie etwa "Frankfurter" oder "Kindergarten".

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Nach seiner Ankunft in New York änderte Friedrich Trump seinen Vornamen in Frederick. Der Neuankömmling zog bald an die Westküste weiter. Später stieg er in den Goldhandel ein, erwarb Grundbesitz - und legte damit das Fundament für das Familienvermögen.

Als reicher Mann kehrte Opa Trump nach Kallstadt zurück, heiratete die Nachbarstochter und reiste weiter nach New York. Weil seine Frau Heimweh bekam, bemühte er sich um eine dauerhafte Rückkehr - die ihm aber verweigert wurde, weil er seinen Wehrdienst in Deutschland nicht abgeleistet hatte. Die Trumps blieben in Amerika.

Stolz auf "deutsches Blut"

Angesichts anti-deutscher Stimmung in den USA während der beiden Weltkriege gaben die Trumps lange vor, schwedischer Abstammung zu sein. Auch Donald Trump schwieg über seine deutschen Wurzeln. In einem 2014 veröffentlichten Dokumentarfilm bezeichnete er sich dann aber als "stolz, das deutsche Blut zu haben". Wie die Menschen in Kallstadt sei er "stark und sehr verlässlich".

Wie aus dem Film "Kings of Kallstadt" von Dokumentarfilmerin Simone Wendel hervorgeht, hat die 1200-Einwohner-Gemeinde sogar noch einen zweiten US-Exportschlager zu bieten: Die Familie Heinz - Begründer des gleichnamigen Ketchup-Imperiums - stammt ebenfalls aus Kallstadt.

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Quelle: ntv.de, mmo/AFP