Panorama

Sechs Verdächtige festgenommen US-Neonazis planten wohl "Rassenkrieg"

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Auch diesen drei Männern wird vorgeworfen, Mitglieder der Naonazi-Gruppierung "The Base" zu sein.

(Foto: AP)

Angeblich wollten sie die US-Regierung stürzen und "einen Rassenkrieg auslösen": In den USA gelingt es der Polizei innerhalb zweier Tage gleich sechs mutmaßliche Mitglieder einer Neonazi-Gruppierung festzunehmen. Drei wollten wohl auch ein Aktivisten-Paar töten.

Im US-Bundesstaat Georgia sind drei mutmaßliche Mitglieder einer Neonazi-Gruppierung festgenommen worden. Ihnen wird Verschwörung zum Sturz der US-Regierung vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte. Zudem sollen sie die Ermordung zweier antifaschistischer Aktivisten geplant haben. Die Männer zwischen 19 und 25 Jahren gehören nach Polizeiangaben einer Gruppe namens "The Base" an. Dabei soll es sich um ein internationales Netzwerk weißer Rassisten handeln, das paramilitärische Trainingslager abhält.

Die Männer seien unter anderem an der Anwerbung neuer Mitglieder im Internet und paramilitärischen Trainings beteiligt gewesen, teilte die Polizei von Floyd County mit. Sie wollten demnach den Sturz der US-Regierung herbeiführen, "einen Rassenkrieg auslösen" und einen "weißen Staat" gründen. Zudem hätten sie im nahegelegenen Bartow County das Haus eines antifaschistischen Aktivisten-Paares mit dem Ziel überwacht, die beiden zu erschießen.

Am Donnerstag hatte die US-Bundespolizei FBI bereits drei mutmaßliche Mitglieder von "The Base" in Maryland festgenommen. Ihnen wird unter anderem Verstoß gegen Waffengesetze zur Last gelegt. Wie US-Medien berichteten, hatten die drei Männer darüber diskutiert, ob sie an einer Demonstration von Waffenfreunden in Virginia teilnehmen sollten. Der Gouverneur von Virginia hatte kürzlich wegen mutmaßlich drohender Gewalttaten durch Rechtsextremisten den Notstand ausgerufen.

Quelle: ntv.de, agr/AFP