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Kutter statt U-Boot gefunden USA geben Suche nach "ARA San Juan" auf

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Schon vor Wochen erklärte die argentinische Marine die Besatzung des verschollenen U-Boots für tot.

(Foto: picture alliance / Izquierdo Die)

Seit über einem Monat läuft die internationale Suchaktion, doch das argentinische U-Boot "ARA San Juan" konnte bislang nicht aufgespürt werden - trotz hunderter Einsatzkräfte und modernster Technik. Das US-Militär stellt die Suche nun langsam ein.

Das US-Militär stellt die Suche nach dem vor über 40 Tagen mit 44 Besatzungsmitgliedern im Südatlantik verschollenen argentinischen U-Boot "ARA San Juan" schrittweise ein. "Das US-Unterstützungsteam hat alle von der argentinischen Marine ausgewiesenen Regionen zweimal mit Ortungsgeräten abgesucht", teilte das Südkommando der Streitkräfte mit.

"Im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten erbieten wir den Familien der Crew der 'ARA San Juan' und den Menschen in Argentinien unseren Respekt", sagte Admiral Daniel B. Abel, der Einsatzdirektor des Südkommandos.

Zuletzt war die US-Marine vor allem mit dem Schiff "Atlantis" im Einsatz. In der Spitze waren auch drei Flugzeuge und über 200 Suchkräfte beteiligt, die mit modernster Technik versuchten, das U-Boot zu finden.

Schluchten erschwerten Suche

Russische und US-amerikanische ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge wurden bei der Suche in Tiefen von bis zu 1000 Metern hinabgelassen, um über Videoaufnahmen am Meeresgrund vermutete Objekte zu identifizieren. Auch mit Echolot-Technik wurde bisher vergeblich versucht, das Boot zu finden. Tiefe Schluchten am Meeresgrund erschwerten aber die Untersuchungen. Es wurden mehrere gesunkene Kutter entdeckt, aber nicht die "ARA San Juan".

Das 66 Meter lange U-Boot war 1983 in Deutschland gebaut worden und später in argentinischen Besitz übergegangen. Es war Mitte November bei einer Routinefahrt im Südatlantik verschollen. Meeressonden hatten eine Explosion an Bord registriert. Zweieinhalb Stunden zuvor hatte die Besatzung in einer letzten Verbindung über einen angeblich kontrollierten Schwelbrand in den Batterien des elektrisch angetriebenen U-Boots berichtet.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa

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