Panorama

"Wie Treibsand"Vermisste Frau nach Tagen aus Schlammloch gerettet

15.06.2026, 11:20 Uhr
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Obwohl das Loch nicht sehr tief war, konnte sich die Frau nicht aus eigener Kraft befreien. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Mehr als drei Tage ist eine Frau im US-Bundesstaat Minnesota verschwunden. Langsam schwindet die Hoffnung, dass die 68-Jährige noch lebt. Dann machen zwei Männer im Wald eine verstörende Entdeckung.

Eine vermisste Frau ist im US-Bundesstaat Minnesota nach Tagen in einem Schlammloch gefunden worden. Die 68-jährige Kathryn Woessner wurde zuletzt am 3. Juni gesehen, danach fehlte jede Spur von ihr. Das Sheriffbüro von Douglas County gab eine Vermisstenmeldung für Woessner heraus und betonte darin, dass "sie keine persönlichen Gegenstände bei sich hat und gesundheitliche Probleme hat, die Anlass zur Sorge um ihre Sicherheit geben".

Drei Tage später fuhren die beiden Freunde Adam Sandbeck und Mike Gravalin mit ihren Geländefahrzeugen durch ein Waldgebiet. Im Gespräch mit KARE11 erzählte Gravalin, das Gebiet sei nach einem Sturm heftig überschwemmt gewesen. Als sie tiefer in den Wald vordrangen, seien sie mitten im Nirgendwo auf einen Van gestoßen, "der eigentlich keine Geländegängigkeit besaß, um dorthin zu gelangen, aber irgendwie hatte er es geschafft".

Sandbeck erinnerte sich an den Moment, als die beiden Woessners Van und dann sie selbst entdeckten. Zunächst gingen sie demnach davon aus, dass sie auf eine Leiche gestoßen waren. "Als wir näherkamen, dachten wir, sie sei tot", erzählte Sandbeck. "Wir dachten, es sei nur eine Leiche, doch dann flüsterte sie: 'Hilf mir', und das hat mich total erschreckt."

"Alles war unter Wasser"

"Man konnte nur noch den runden Teil ihres Gesichts sehen, ihren Mund, ihre Lippen. Man konnte nicht einmal ihre Ohren sehen. Alles war unter Wasser", fügte er hinzu. Woessner war fast vollständig in einer Schlammpfütze untergegangen. Später berichtete sie, dass sie mit ihrem Auto steckengeblieben war und nach dem Aussteigen in die etwa 60 Zentimeter tiefe Pfütze gefallen sei. Die Pfütze sei wie "wie Treibsand" gewesen, sie sei einfach "nicht herausgekommen".

Die beiden Männer brauchten etwas weniger als eine halbe Stunde, um die Frau aus dem Schlamm zu ziehen, und wählten dann den Notruf. Woessner wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Laut lokalen Behörden wird erwartet, dass sie sich vollständig erholt.

Sandbeck konnte das Geschehen selbst Tage später immer noch kaum fassen. "Wir waren einfach zwei Kumpel, die zusammen Motorrad fuhren, den Tag genossen und uns wie immer gegenseitig neckten, aber ich bin mir sicher, dass Gott uns dorthin geführt hat."

Quelle: ntv.de, sba

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