Panorama

An Bootsrumpf geklammert Vermisster vor Florida aus dem Meer gerettet

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Stuart Bee wird von der Besatzung der Angeles an Bord geholt.

(Foto: U.S. Coast Guard District 7)

Von Florida aus startet ein US-Amerikaner mit seinem Motorboot zu einem Ausflug. Während des Trips gerät er plötzlich in Seenot. Später entdeckt die Besatzung eines Containerschiffes den 63-Jährigen im Meer. Um zu überleben, hatte er sich an den Rumpf seines gekenterten Bootes geklammert.

Knapp 140 Kilometer vor der Ostküste Floridas war der Rumpf seines gekenterten Bootes sein letzter Halt: Ein 63-jähriger US-Amerikaner ist am Sonntag von der Besatzung eines Containerschiffs aus äußerst prekärer Lage gerettet worden. Das Motorboot von Stuart Bee habe nach technischen Problemen am Samstag nicht mehr fahren können, teilte die US-Küstenwache nach der Rettung des Mannes mit.

Den Angaben zufolge wachte Bee am Sonntag auf, als Wasser in die vordere Kabine seines Bootes drang und ihn durch eine Luke drückte. Nach Sonnenaufgang habe er das Containerschiff Angeles in seiner Nähe entdeckt und deren Besatzung auf sich aufmerksam machen können.

"Die Chancen, Bee lebend zu finden, waren gering", sagte Shawn Antonelli von der Küstenwache. "Aber es gelang ihm, bei seinem Boot zu bleiben, was ihm half, zu überleben." Kollege Mark Vlaun ergänzte: "Das ist ein wahrlich unglaublicher Ausgang."

Bee hatte laut Küstenwache am Freitagnachmittag in Port Canaveral abgelegt. Einen Tag später wurde er von einem Mitglied des Jachthafens als vermisst gemeldet, da er gewöhnlich nie über Nacht auf See blieb. Daraufhin startete die Küstenwache eine Suchaktion per Flugzeug und informierte Schiffe in der Region, nach dem Boot von Bee Ausschau zu halten. Unklar blieb, ob Bee nach Feststellen des Defekts selbst einen Notruf absetzte und wie lange er sich in Seenot befand.

Von der Küstenwache auf Facebook veröffentlichte Fotos der Retter zeigen, wie Bee am Rumpf seines Bootes hing, beim Eintreffen des Schiffs zu einem ausgeworfenen Rettungsring schwamm und schließlich völlig durchnässt an Bord ging.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa