Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Viel Sonne - und das wird bald zum Problem

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Des einen Freud, des anderen Leid: Strahlend blauer Himmel, wohin man auch schaut.

(Foto: dpa)

Gerade einmal vier Prozent des monatlichen Regensolls sind im April bislang gefallen, und auch in der nächsten Woche bleibt es fast überall trocken. Erinnerungen an die vergangenen Dürrejahre werden wach - mancherorts erreicht die Waldbrandgefahr bereits die höchste Warnstufe.

Auch in der neuen Wetterwoche bleiben wir inmitten des europäischen Regenlochs. Verantwortlich hierfür ist Hoch "Odilo". Das liegt über Skandinavien und drückt bei uns mit einem teils kräftigen Ostwind sehr trockene Luft heran. Ganz anders sieht es derweil im Südwesten Europas aus. Hier sind direkt mehrere Tiefs rund um Tief "Vera" aktiv und sorgen für Schauer und Gewitter. Hier sind zum Teil 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter drin.

Bei uns erleben wir hingegen fast schon mediterrane Verhältnisse. Zumindest was die Trockenheit und die Sonne angeht. Der April hat deutschlandweit betrachtet inzwischen nämlich fast 200 Sonnenstunden gebracht. Beim Regen sah es hingegen ganz anders aus. Zuletzt gab es zwar mal ein paar gewittrige Regengüssen. Die haben aber in der Fläche nichts an der absolut unterdurchschnittlichen Regenbilanz geändert.

Deutschlandweit sind im Mittel gerade mal 2 Liter pro Quadratmeter gefallen. Das sind keine 4 Prozent des Monatssolls. Und sollte nicht am Ende der Wetterwoche eine Umstellung zu wechselhafterem Wetter folgen, dann blieben wir in Schlagdistanz zum trockensten April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das war der April 2007 mit gerade einmal 6 Prozent des Regens und fast der doppelten Anzahl der ansonsten üblichen Sonnenstunden - rund 280.

Kein Wunder also, dass auch in diesem Jahr mal wieder die Trockenheit wie ein Damoklesschwert über der Forst- und Landwirtschaft hängt. Kennzeichnend hierfür ist die Waldbrandgefahr: in den kommenden Tagen verbreitet mit Stufe 3 bis 5 von 5. Die Felder sind ebenfalls teils staubtrocken. Und gerade von den derzeit noch brachliegenden Maisfeldern dürfte der zum Teil starke bis stürmische Ostwind in den nächsten Tagen den einen oder anderen kleinen Staubsturm herunterwehen. Besonders an Schnellstraßen und Autobahnen kann die Sicht hierdurch schon mal drastisch eingeschränkt sein. Trotz der eigentlich wenig abwechslungsreichen Hochdrucklage ist also einiges los. Hier die Details.

Montag

Von den Alpen bis herüber an den Schwarzwald sind noch ein paar kompaktere Wolkenfelder unterwegs. Auch ganz vereinzelte Schauer und Gewitter sind nicht ganz auszuschließen. Ansonsten bleibt es sonnig und in windgeschützten Ecken wird es sicherlich auch das eine oder andere Sonnenbad geben. Aber: Eincremen nicht vergessen. Die Sonnenbrandgefahr ist nämlich schon recht hoch, der UV-Index bewegt sich meistens bei 4 bis 6. Der Wind weht lebhaft aus Ost bis Nordost und kann vor allem auf den Bergen stürmisch sein. Die Temperaturen erreichen dabei zwischen 12 Grad in Vorpommern und 22 Grad im Breisgau, was wiederum ganz gut in die Jahreszeit passt.

Dienstag und Mittwoch

Der Ostwind bleibt zum Teil kräftig und die Sonne dominiert bei bis zu 14 Sonnenstunden. Die Temperaturen klettern etwas und bringen es am Dienstag auf 13 bis 23, am Mittwoch auf 14 bis 24 Grad.

Donnerstag

Der Wind wird schwächer. Ansonsten ändert sich nicht allzu viel. Außer dass die Temperaturen im Westen und Südwesten der Sommermarke von 25 Grad entgegenwandern. Auch der Nordosten zeigt sich bei 16 Grad häufiger frühlingshaft.

Freitag und am Wochenende

Zunächst überwiegt die Sonne. Allerdings nicht mehr ganz ungestört. Nach jetzigem Stand steigt schrittweise das Schauer- und Gewitterrisiko an. Die Unsicherheiten sind zwar noch sehr groß. Ausgeschlossen ist der Wetterwechsel aber nicht. Die Temperaturen bringen es dabei am Freitag auf 18 bis 25 Grad und markieren somit den wärmsten Tag der Wetterwoche. Am Wochenende wird es voraussichtlich etwas kühler bei 14 bis 24 Grad am Samstag und 13 bis 23 Grad am Sonntag.

Quelle: ntv.de