Panorama

Tragödie in Stierkampfarena Vier Menschen sterben bei Tribüneneinsturz

Tausende Menschen schauen sich in einer Arena in der kolumbianischen Stadt El Espinal einen Stierkampf an, als plötzlich ein ganzer Abschnitt einer dreistöckigen Tribüne einstürzt und Dutzende Menschen unter sich begräbt. Für mehrere Zuschauer kommt jede Hilfe zu spät. In der Stadt bricht Panik aus.

Beim Einsturz eines Teils der Tribünen einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Personen seien verletzt worden, sagte der Gouverneur des Departments Tolima, Ricardo Orozco, dem Sender Blu Radio. Unter den Toten war ein drei Jahre altes Kind, wie die Chefin des staatlichen Instituts für Familienfürsorge, Lina María Arbeláez, auf Twitter mitteilte.

Auf Videos, die in sozialen Medien verbreitet werden, ist zu sehen, wie auf einer Seite der Arena der Stadt El Espinal, gut 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá, ein ganzer Abschnitt einer dreistöckigen Holztribüne voller Zuschauer einstürzt. Die Ursache ist bisher unklar.

In der Arena fand nach Medienberichten eine "Corraleja" genannte Stierkampfveranstaltung zum Peter-und-Paul-Fest statt. Tausende Zuschauer waren dabei. Nach einem Bericht der Zeitung "El Tiempo" verbreitete nach dem Vorfall ein Stier Panik in den Straßen der Stadt.

Staatspräsident Iván Duque kündigte auf Twitter Ermittlungen an. Sein gewählter Nachfolger Gustavo Petro schrieb, er bitte die Lokalverwaltungen des Landes, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden. Er erinnerte zudem an eine ähnliche Tragödie: Im Jahr 1980 war in der Stierkampfarena in Sincelejo, der größten Kolumbiens, eine überfüllte Tribüne eingestürzt. Mindestens 300 Menschen starben.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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