Panorama

Erste Fälle aus Russland bekannt Vogelgrippe AH5N8 springt auf Menschen über

Legehennen stehen im Stall eines Betriebes für die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die auch als Geflügelpest bezeichnete Vogelgrippe tritt sowohl bei Wildvögeln als auch immer wieder in Geflügelbetrieben auf.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild)

Zum ersten Mal weltweit werden Fälle gemeldet, bei dem das Vogelgrippe-Virus AH5N8 auf Menschen überspringt. In Russland stecken sich sieben Arbeiter in einem Mastbetrieb an. Ihr Gesundheitszustand ist stabil. Hinweise auf eine Übertragung zwischen Menschen gibt es bisher nicht.

In Russland ist erstmals ein bestimmter Erreger der Vogelgrippe auf Menschen übergesprungen. Sieben Arbeiter in einem Mastbetrieb im Süden Russlands hätten sich im Dezember mit dem Virus AH5N8 angesteckt, erklärte die Chefin der Verbraucherschutzbehörde, Anna Popowa, dem Fernsehsender Rossija 24. Bislang gebe es keine Hinweise auf Übertragung des Virus zwischen Menschen.

Vor mehreren Tagen habe man die Weltgesundheitsorganisation WHO über den Fall informiert, teilte Popowa weiter mit. Die erkrankten Arbeiter fühlten sich "gut". Bislang waren nur Infektionen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 bei Menschen bekannt.

Die auch als Geflügelpest bezeichnete Vogelgrippe tritt sowohl bei Wildvögeln als auch immer wieder in Geflügelbetrieben auf. Auch in Deutschland wurde sie in der Vergangenheit immer wieder nachgewiesen, so Ende vergangenen Jahres bei mehreren Wildvögeln in Norddeutschland. Das Virus ist für die Vögel in der Regel tödlich, eine Gefahr für den Menschen wurde bisher nicht angenommen.

Der letzte große Ausbruch der Geflügelpest in Deutschland und anderen europäischen Staaten hatte sich im Winter 2016/17 ereignet. In der Bundesrepublik wurden hunderttausende Tiere in Geflügelfarmen gekeult, um das Geschehen einzudämmen. Zuletzt war es in Bulgarien zu einem Ausbruch der Vogelgrippe gekommen. Anfang Februar wurden daher mehr als 160.000 Enten auf zwei Entenfarmen gekeult.

Quelle: ntv.de, kst/AFP/rts

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