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Der Agung brach zuletzt 1963/64 aus - mit verheerenden Folgen.
Der Agung brach zuletzt 1963/64 aus - mit verheerenden Folgen.(Foto: REUTERS)
Freitag, 08. Dezember 2017

Alarmstufe Rot auf Bali: Vulkan Agung stößt riesige Aschewolke aus

Seit Ende November gilt auf Bali die höchste Alarmstufe für den Gunung Agung. Tausende Menschen verlassen die indonesische Ferieninsel, ehe sich der Vulkan zu beruhigen scheint. Jetzt spuckt er wieder Asche in die Atmosphäre.

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali hat der Vulkan Gunung Agung nach einer kurzen Ruhephase eine riesige Aschewolke ausgestoßen. Der nationalen Katastrophenschutzbehörde zufolge reichte die dichte Rauchsäule zwei Kilometer hoch in die Atmosphäre. Wegen des drohenden Ausbruchs gilt an dem mehr als 3000 Meter hohen Berg seit dem 27. November die höchste Alarmstufe.

Zuletzt hatte der Agung nur noch eine dünne Wolke Schwefeldampf ausgestoßen. Der Druck innerhalb des Vulkans ist nach Angaben von Experten aber weiterhin so hoch, dass er jederzeit ausbrechen könnte. Seit Ende November haben deswegen Tausende Touristen die Ferieninsel verlassen. Dennoch halten sich immer noch viele Anwohner innerhalb der Zehn-Kilometer-Sperrzone auf, die rund um den Vulkan gilt.

Indonesien mit seinen mehr als 17.000 Inseln liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt oft zu Erdbeben und Eruptionen. Insgesamt gibt es dort etwa 130 aktive Vulkane. Beim letzten Ausbruch des Gunung Agung - "Wunderbarer Berg" - kamen 1963/64 mehr als 1100 Menschen ums Leben.

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Quelle: n-tv.de