Panorama

Lava sprudelt aus dem Boden Vulkan nahe Reykjavik ausgebrochen

4edf538b071c4af35d178857f3249edd.jpg

Noch beeinträchtigt der Fagradalsfjall nicht den Flugverkehr auf Island.

(Foto: REUTERS)

Bereits im vergangenen Jahr spuckt der Fagradalsfjall über mehrere Monate lang Lava. Der Vulkan auf Island bricht nun erneut aus. Die größte Gefahr geht derzeit von Gasfreisetzungen aus.

In Island ist in der Nähe der Hauptstadt Reykjavik ein Vulkan ausgebrochen. "Die Eruption hat in der Nähe des Fagradalsfjall begonnen", teilte die isländische Wetterbehörde IMO mit. Demnach ereignete sich der Ausbruch im Tal von Meradalir, etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

In Livebildern isländischer Medien war zu sehen, wie Lava aus einem Riss im Boden sprudelte. Zwar stieg der IMO zufolge keine Aschewolke auf. Dennoch seien Verschmutzungen aufgrund der Gasfreisetzungen möglich. Flüge waren zunächst nicht betroffen, teilte die isländische Flughafenbehörde der Nachrichtenagentur AFP mit. Flugzeuge dürften nur die unmittelbare Umgebung nicht überfliegen. Hubschrauber seien vor Ort, um die Lage zu erkunden.

Der Berg Fagradalsfjall gehört zum Vulkansystem Krysuvik auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands. Bereits seit Samstag war rund um den Vulkan eine intensive seismische Aktivität gemessen worden. Bis Montag registrierte die IMO dort mehr als 10.000 Erdbeben, davon zwei mit einer Stärke von über 5,0. Satellitenbilder bestätigten außerdem eine Deformation der Erdkruste durch Einströmen von Magma in relativ geringer Tiefe unter der Erde.

Ähnlich hatte sich auch ein Ausbruch des Fagradalsfjall im vergangenen Jahr angekündigt. Er dauerte vom 19. März bis zum 18. September 2021 und war damit der längste Vulkanausbruch auf der Insel seit 50 Jahren. Das Gesteinsfeld, das sich dadurch bildete, wird Fagradalsfjallhraun genannt.

Im April 2010 hatte die Eruption des kleineren Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut zehn Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen