Panorama

Sieben Tote in Brasilien Wachmann zündet Kindergartenkinder an

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Der etwa 50 Jahre alte Wachmann erlag später im Krankenhaus ebenfalls seinen Verletzungen.

(Foto: dpa)

Eine schreckliche Gewalttat erschüttert Brasilien: Der psychisch kranke Wachmann eines Kindergartens übergießt Kinder und Erzieher mit Alkohol und zündet sie an. Eine Erzieherin und sechs Kinder sterben, zehn Verletzte schweben noch in Lebensgefahr.

In einem Kindergarten im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais hat ein Wachmann sechs Kinder und eine Erzieherin getötet, indem er sie mit Alkohol übergoss und anzündete. Das berichten Staatsanwaltschaft und Medien. Durch die im Feuer erlittenen Verletzungen starb auch der Täter, der psychisch krank gewesen sein soll. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Die Tragödie ereignete sich in der Stadt Janauba, 600 Kilometer nördlich der Metropole Belo Horizonte. Rund 80 Schützlinge hielten sich in dem Kindergarten auf, als der etwa 50-jährige Wachmann Damião Soares seine Opfer und sich selbst mit Alkohol übergoss und ein Feuer entzündete.

"Heute Morgen sind vier Kinder und eine Erzieherin bei lebendigem Leib verbrannt, als ein Wachmann Alkohol über seine Opfer und sich selbst goss", erklärte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Minas Gerais. Medien berichteten später unter Berufung auf die Feuerwehr, dass zwei weitere Kinder ihren Verletzungen erlegen seien. Laut dem Sender G1 waren die getöteten Kinder vier Jahre alt.

50 Verletzte werden im Krankenhaus behandelt

Der Wachmann selbst erlitt Verbrennungen am ganzen Körper und starb wenige Stunden nach seiner Tat im örtlichen Krankenhaus, berichtete der Krankenhausdirektor Bruno Ataide Santos. Laut Santos wurden insgesamt rund 50 Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert. Stunden später befanden sich noch zehn von ihnen in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Der Bürgermeister von Janauba, Carlos Isaildon Mendes, rief eine siebentägige Trauerzeit aus. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Täters und ermittelte in seinem familiären Umfeld, um das Motiv herauszufinden. Polizeikommissar Renato Nunes sagte der Zeitung "Hoje em Dia", der Wachmann habe seit 2014 "mentale Probleme" gehabt. In seinem Haus seien mehrere Flaschen Alkohol gefunden worden.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP