Tiere verenden plötzlichVogelgrippe-Ausbruch im Vogelpark Walsrode

In Niedersachsen sterben in einem Vogelpark plötzlich mehrere Tiere. Untersuchungen liefern den Beweis: Es ist die Vogelgrippe. Nun dürfen keine Besucher mehr empfangen werden.
Im Vogelpark Walsrode in Niedersachsen hat es einen Ausbruch der Vogelgrippe gegeben. Bei fünf plötzlich verendeten Enten und Gänsen in einer separaten Meeresvögel-Voliere des Parks sei der Virus nachgewiesen worden, teilte der Landkreis Heidekreis mit. Der Park bleibt nach Angaben des Betreiberunternehmens vorübergehend geschlossen - voraussichtlich für mindestens die beiden kommenden Wochenenden.
Der Befund wurde laut dem Landkreis vom Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigt. "Der Tierbestand der betreffenden Voliere wird eingeschläfert, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen werden eingeleitet", hieß es weiter. Von einer Tötung des artenschutzrechtlich wertvollen Gesamtbestandes könne zunächst abgesehen werden.
Der Vogelpark Walsrode aus der Lüneburger Heide nennt sich selbst Weltvogelpark. Dort leben über 4.000 Vögel aus 600 Arten von allen Kontinenten der Welt. Auch exotische Exemplare wie der seltene Schuhschnabel sind zu finden. Der Vogelpark ist Teil der spanischen Parques Reunidos Gruppe, die weltweit über 60 Wasser-, Tier- und Freizeitparks betreibt.
Wegen Vogelgrippe mussten in den vergangenen Monaten bereits mehrere Tierparks in Deutschland schließen. Nach konkreten Befunden waren Ende Januar etwa die Zoos im sächsischen Chemnitz sowie in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern vorübergehend geschlossen geblieben.