Panorama

Lage in Vals bleibt angespannt Weitere Schuttlawinen bedrohen Bergdorf

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Aus der Vogelperspektive ist zu erkennen, wie weitreichend die Landstraße von den Gesteinsmassen zugeschüttet ist.

(Foto: dpa)

Am Heiligabend donnern zehntausende Tonnen Gestein einen Berghang hinunter und schneiden ein Dorf im österreichischen Tirol praktisch von der Außenwelt ab. Nun ist ein Notverkehrsweg eingerichtet, der allerdings nicht lawinensicher ist.

Im nach einem Felssturz eingeschlossenen Dorf Vals konnte ein Notverkehrsweg eingerichtet werden. Laut "Tiroler Tageszeitung" wurden ein Feldweg und eine Forststraße befestigt und für Autos befahrbar gemacht. Diese Verkehrsanbindung würde von der Feuerwehr überwacht und sei zunächst nur für Anwohner nutzbar. Dies sagte der Valser Bürgermeister Klaus Ungerank dem Blatt.

Die Lage am Berghang bleibt indes angespannt. Ungerank erklärte weiter, dass der angekündigte Niederschlag den neuen Notweg in Mitleidenschaft ziehen könnte. Außerdem sei die Zufahrt nicht geschützt vor Lawinen. Die "Tiroler Tageszeitung" zitiert einen Geologen, demzufolge eine Lawinenkommission täglich die Gefahrenlage bewerte und entsprechende Entscheidungen für den Verkehr treffe.

In der Felswand, von der die Geröllmassen am Sonntag abgerutscht waren, hätten sich zudem neue Risse gebildet und bereits bestehende vergrößert. Mit weiterem Abgang von Felsmaterial sei deshalb zu rechnen. Die Aufräumarbeiten auf der verschütteten Valser Landstraße könnten folglich noch nicht beginnen und einige Häuser müssten evakuiert bleiben.

Das Valsertal liegt in den Tuxer Alpen in Österreich und steht unter Naturschutz. Nach einem Felssturz am Heiligabend war es praktisch von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Die Zugangsstraße in das Tal war auf einer Länge von bis zu 150 Metern unter zehntausenden Tonnen Geröll begraben worden, Menschen kamen wie durch ein Wunder nicht zu Schaden.

Quelle: ntv.de, fhe/dpa

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