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Neues Ziel heißt Donnerstag Westhauser kann schneller gerettet werden

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Johann Westhauser könnte schon am Donnerstag wieder Tageslicht erblicken.

(Foto: Reuters)

Die Rettung des verletzten Forschers Westhauser aus Deutschlands tiefster Höhle geht besser voran als gedacht. Schon an diesem Donnerstag könnte er endlich wieder ans Tageslicht kommen. Aber bis dahin liegen noch 500 Höhenmeter vor dem Bergungstrupp.

In den Berchtesgadener Alpen kommen die Rettungskräfte mit dem verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser weiterhin rascher voran als geplant. Nach einer elfstündigen Etappe erreichten sie bereits das vorletzte Biwak in rund 500 Meter Tiefe. Das teilte die Bergwacht Bayern mit. Ursprünglich waren für die schwierige Strecke, die von zahlreichen Auf- und Abstiegen geprägt ist, rund 24 Stunden eingeplant.

"Die ruhen sich in Biwak 2 jetzt erstmal aus", sagte ein Sprecher. Die Bergwacht rechnet damit, dass der Rettungstrupp am Donnerstag das Tageslicht erreichen könnte, wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht. Die Bergung des Verletzten aus der Riesending-Schachthöhle wäre dann nach einwöchigem Transport abgeschlossen. 60 Einsatzkräfte befinden sich derzeit in der Höhle, weitere Helfer stehen am Eingang bereit.

Zum Bergungstrupp gehört auch ein italienischer Arzt. Für Dienstag war ein Wechsel geplant: Eine italienische Ärztin stieg zu Westhauser herab, um sich um ihn zu kümmern und ihren Kollegen abzulösen. Der Zustand des Patienten ist nach Bergwacht-Angaben "weiterhin unverändert stabil".

Der erfahrene Höhlengänger Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, gehört zu den Entdeckern der Riesending-Höhle. Er hatte bei einem Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Am Freitag machte sich der Rettungstrupp auf den langen und beschwerlichen Weg nach oben - durch enge Gänge, Canyons und über unterirdische Bachläufe. Vor allem das letzte Stück vor dem Ausgang ist noch einmal besonders schwierig, weil es sich dabei um einen extrem langen, senkrechten Schacht handelt.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

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