Panorama

Hitzeschlacht bei bis zu 36 Grad Erst trocken und heiß, dann heiß und schwül

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In den kommenden Tagen klettert die Quecksilbersäule regelmäßig über die 30-Grad-Marke.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

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Der Sommer gibt in den kommenden Tage erneut alles. Wer nicht an den Küsten ist, wird Temperaturen über 30 Grad kaum entfliehen können. In der kommenden Wochen folgen Gewitter, die sich von West nach Ost schieben, wie ntv-Meteorologe Björn Alexander sagt.

ntv: Das Wochenende steht vor der Tür - mit welchen Wetteraussichten?

Björn Alexander: Bis zum Sonntag legt die Hitze immer weiter zu. Zuerst noch eher mit trocken-heißer Luft, bevor es zum Sonntag immer schwüler wird. Gleichzeitig sind auch vermehrt Tropennächte, also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad, drin. Am Montag steht dann ein teilweise unwetterlastiger Tag mit an, bevor es danach kurz nochmals sehr heiß und anschließend wieder gewittrig wird.

Das klingt nach einer Wetterachterbahn. Zuvor war es aber eher wenig abwechslungsreich. Woran lag das?

Einerseits passen solche Hochdruckwetterlagen mit viel Sonne und entsprechenden Temperaturen ja eigentlich sehr gut in den Hochsommer. Das liegt daran, dass die wettersteuernde Strömung, der sogenannte Jetstream, im Sommer tendenziell weit im Norden liegt. Andererseits - und das ist das Hauptproblem - lieferten uns aber die letzten Monate und insbesondere der Juli eine sehr schwierige Ausgangslage. Analog zum Dürrejahr 2018 dominierten wiederholt Hochdrucklagen und die schwachen Tiefausläufer ließen einige Regionen immer wieder auf dem Trockenen sitzen.

Das könnte sich jetzt aber ändern, oder?

Montag auf jeden Fall mal mit einem ersten Tiefausläufer. Im Laufe der nächsten Woche könnten die Tiefs dann aber tendenziell deutlich aufdringlicher werden. Bis dahin gibt es dafür mal in anderen Teilen Europas Regen.

Wo? Zum Beispiel in Teilen Frankreichs, am zentralen Mittelmeer oder Richtung Balkan und Griechenland. Dort ebenfalls mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. So sind zuletzt beispielsweise heftige Gewitter über Süditalien unterwegs gewesen. Am schlimmsten betroffen war die Stadt Monteforte Irpino in der Provinz Avellino.

Aus den Urlaubsregionen zurück nach Deutschland: wie sind die Details für unser Wochenende?

Der Samstag verläuft meist sonnig. Einzig von der Oder bis zu den Alpen ist es teils wolkiger und bevorzugt über den östlichen Mittelgebirgen sind lokale Schauer oder Gewitter möglich. Im Rest des Landes bleibt es weiter trocken. Dazu klettern die Temperaturen gerne nochmals um ein bis drei Grad an. Das bedeutet vielfach Höchstwerte zwischen 28 und 35 Grad. Einzig die Küstenabschnitte im Seewind sowie der Alpenrand bleiben frischer.

Björn Alexander

Björn Alexander

Und am Sonntag?

Wird es nochmals heißer. Oftmals sind es knapp 30 bis 35, im Westen sogar bis zu 36 Grad. Die hitzigsten Orte dürften - nach Stand jetzt - am Niederrhein liegen. Wettertechnisch erwartet uns bei steigender Schwüle abermals viel Sonne. Insofern sollten wir am Sonntag am besten nochmals eine Gang zurückschalten. Schonen und viel trinken ist die Devise.

Was macht das Wetter am Montag?

Das bringt besonders in der Südwesthälfte stellenweise kräftige Gewitter - zum Teil mit Unwettergefahr durch die üblichen Verdächtigen: Starkregen, Hagel und Sturmböen. Das drückt dort die Höchstwerte auf unter 30 Grad, während im Osten nochmals bis zu 34 Grad zu erwarten sind. Danach reißt der Zustrom an heißer Luft aber immer noch nicht ab.

Mit welchen Folgen?

Am Dienstag und Mittwoch ist es im Süden und Osten abermals heiß bis sehr heiß. Spitzen bis zu 35 Grad oder etwas darüber sind denkbar. Gleichzeitig sind Richtung Westen und Norden in der teilweise drückenden Luft Gewittergüsse unterwegs - wobei die Gewitterneigung am Mittwoch wesentlich größer sein dürfte. Auch weitere Unwetter sind nicht auszuschließen.

Wie sieht es anschließend aus?

Die Gewitter dürften sich am Donnerstag und Freitag weiter ostwärts ausbreiten und auch dort die ganz große Hitze beenden. So zeigt der Blick auf die Prognosen für das übernächste Wochenende aktuell 20 bis 26 Grad. Nach der Hitzeschlacht zuvor sicherlich eine willkommene Zeit zum Durchlüften und Durchatmen.

Quelle: ntv.de

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