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Alle Bundesländer im Überblick Wie kommen Berechtigte an Impftermine?

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Noch werden die Spritzen vor allem durch mobile Impfteams gegeben.

(Foto: picture alliance/dpa/AP POOL)

Vor wenigen Tagen fiel der Startschuss für die bundesweiten Corona-Impfungen. Mobile Impfteams sind bereits unterwegs. Doch wie kommen Impfberechtigte außerhalb von Krankenhaus und Pflegeheim an einen Termin? Die Bundesländer handhaben die Vergabe sehr unterschiedlich.

Es ist soweit: Die Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer haben begonnen. Zuerst sind vor allem Menschen dran, die in Pflegeheimen leben oder über 80 Jahre alt sind. Dafür sind bereits in vielen Bundesländern mobile Impfteams unterwegs. Die meisten Impfzentren stehen ebenfalls bereit. In Betrieb sind bis jetzt die wenigsten. Und auch bei der Terminvergabe hakt es hier und da noch. Wann sich impfberechtigte Menschen außerhalb von Krankenhaus und Altenheim impfen lassen können und wie sie an einen entsprechenden Termin kommen, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.

Ein Überblick über die einzelnen Länder:

Baden-Württemberg

Wer in Baden-Württemberg die freiwillige Impfung erhalten möchte, muss sich dazu über die Telefonnummer 116117, online über die Webseite www.116117.de oder die gleichnamige App anmelden. Ab dem 15. Januar sollen über die neun zentralen Impfzentren hinaus 50 Kreisimpfzentren in den Stadt- und Landkreisen bereitstehen. Im Laufe des Jahres 2021 wird es die Impfung dann auch beim Hausarzt geben.

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Bayern

"Eine Impfung aller priorisierten Gruppen in den Impfzentren selbst wird in der Anfangsphase nur begrenzt erfolgen", heißt es aus Bayern. 80-Jährige, die nicht im Heim leben, kommen daher in den meisten Gegenden des Bundeslandes erst im Januar zum Zuge. Die Landesregierung wolle diese Gruppe von Menschen nach dem Jahreswechsel per Brief anschreiben und mit Informationen versorgen, wie und wo sie sich melden könnten, sagte dem ZDF zufolge ein Ministeriumssprecher. Eine Online-Plattform soll ebenfalls in den kommenden Tagen aktiv geschaltet werden. Telefonisch kann man direkt bei den Impfzentren Termine vereinbaren. Die Nummern finden sich über eine Postleitzahlsuche. In einigen Landkreisen, etwa in Neu-Ulm, beginnen die Impfungen im Impfzentrum bereits diesen Sonntag.

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Berlin

Wer in Berlin wohnt, impfberechtigt ist und nicht in einem Pflegeheim lebt, wird ebenfalls per Brief von der Gesundheitsverwaltung zur Impfung eingeladen. Diese Schreiben soll laut Senat alle wichtigen Informationen zur freiwilligen Terminbuchung enthalten. Die Gesundheitsverwaltung weist darauf hin, dass sich aktuell ausschließlich Menschen impfen lassen können, die eine Einladung erhalten haben. Das Schreiben enthält laut der Gesundheitsverwaltung einen Code, mit dem ein Termin in einem der sechs Impfzentren per Telefon oder online gebucht werden kann.

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Brandenburg

Anders als in Berlin erfolgt die Einladung für die Terminvereinbarungen zur Impfung in Brandenburg nicht automatisch. Stattdessen soll laut dem Gesundheitsministerium ab dem 4. Januar ein Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur telefonischen Terminvergabe an den Start gehen. Dieses soll dann über die Patientenservice-Rufnummer 116117 erreichbar sein. Online-Buchungen sind zunächst nicht geplant. So will das Land eventuellen Missbrauch einer Online-Terminvergabe vermeiden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden.

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Bremen

Nach dem Vorbild der Hauptstadt und Bayern erhalten auch die Bremer Impfberechtigen ihre Einladung zur Terminvereinbarung per Post. Zunächst sind allerdings mobile Impfteams in ausgewählten Pflege- und Seniorenheimen im Einsatz. Das zentrale impfzentrum für Bremen ist in einer Messehalle eingerichtet worden.

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Hamburg

Hamburgerinnen und Hamburger, die nicht in Pflegeheimen leben, werden telefonisch oder digital einen Impftermin vereinbaren müssen. Das soll wie etwa in Baden-Württemberg über die Website www.116117.de laufen. Aktuell werden allerdings noch keine Termine für die Impfung im Corona-Impfzentrum vergeben.

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Hessen

Sobald Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden ist und ein Großteil der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land geimpft ist, sollen voraussichtlich Mitte bis Ende Januar sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen. Schrittweise folgen dann die restlichen 22. Menschen, die in die höchste Priorität fallen, haben mit der Öffnung der ersten sechs regionalen Impfzentren die Möglichkeit, persönliche Termine über eine Hotline sowie ein Anmeldeportal im Internet oder unter der Nummer 116117 zu vereinbaren. Wann die sie freigeschaltet werden, ist noch nicht bekannt

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Mecklenburg-Vorpommern

Bürgerinnen und Bürger, die zur Impfung berechtigt sind, werden von den Behörden kontaktiert. Dabei werden ihnen Ort und Termin der Impfungen mitgeteilt. Mit zunehmender Zahl der bereitgestellten Impfdosen sollen Anfang Januar die zwölf Impfzentren im Land die Arbeit aufnehmen. Zudem werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch Kliniken am Impfprogramm teilnehmen, später nach Möglichkeit auch Hausärzte. Impfwillige können dann Termine vereinbaren. Dazu ist Hotline und eine Website geplant. Über die Rufnummer 116117 kann man sich informieren.

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Niedersachsen

Die Impfzentren in Niedersachsen sollen Anfang kommenden Jahres in Betrieb gehen. Wie genau die Menschen informiert werden, steht noch nicht fest. Für den Januar ist eine Online-Plattform geplant, über die sich Impfberechtigte für einen Termin in einem Impfzentrum anmelden können. Zunächst ist eine Impf-Hotline unter der Nummer 0800 99 88 665 geschaltet. Diese vergibt allerdings noch keine Termine, beantwortet zurzeit nur allgemeine Fragen zum Impfen.

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Nordrhein-Westfalen

Wann genau die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen werden, ist bislang unklar. Zunächst haben auch hier Pflegeheime und Krankenhauspersonal Vorrang. Alle weiteren Impfberechtigten werden angeschrieben und über Details informiert. Für die Terminvergabe will auch Nordrhein-Westfalen die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 nutzen. Noch ist eine Terminvergabe aber nicht möglich.

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Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz startet am 4. Januar sein telefonisches Terminvergabesystem. Über die Nummer erhalten Impfberechtigte dann die Daten für die erste und zweite Impfung in einem Impfzentrum in der Nähe sowie einen Aufklärungsbogen. Eine Woche später am 11. Januar sollen dann auch die Impfzentren öffnen.

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Saarland

Ab Montag sollen die drei Impfzentren im Saarland in Betrieb gehen. Dann können dort auch ältere Menschen geimpft werden, die nicht in Altenheimen leben. Aber: Die 12.000 Impftermine, die im Saarland vorab zu vergeben waren, sind nach Angaben des Ministeriums bereits weg. Aktuell sei damit keine weitere Terminbuchung mehr möglich. Sollten Termine storniert oder abgesagt werden, würden diese im System wieder freigeschaltet. Die Terminbuchung kann sowohl online unter www.impfen.saarland.de als auch telefonisch unter der Hotline 0681 5014422 erfolgen.

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Sachsen

In Sachsen sollen die 13 Impfzentren im Laufe des Januar die Arbeit aufnehmen. Die Terminvergabe erfolgt über eine zentrale Hotline oder online. Nummer und Website sind allerdings noch nicht freigeschaltet. Sobald das geschieht, werden Termine zur Impfung an entsprechend priorisierte Personengruppen je nach Verfügbarkeit vergeben.

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Sachsen-Anhalt

Laut den Landkreisen und kreisfreien Städten stehen die Impfzentren in Sachsen-Anhalt bereit, werden aber erst im Januar gebraucht. Dann sollen ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen, um weitere Teile der Bevölkerung impfen zu können. Die Terminvergabe beginnt laut Sozialministerium voraussichtlich Mitte Januar. Gebucht werden kann dann telefonisch oder über eine Internetplattform. Wie diese aussehen wird, ist noch nicht bekannt.

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Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wird der Impfstoff an die Impfzentren des Landes voraussichtlich am 4. Januar verteilt. Ab diesem Dienstag können sich berechtigte Menschen unter www.impfen-sh.de oder über die Hotline 116117 zu Impfungen anmelden. Laut Ministerium war Schleswig-Holstein damit eines der ersten Bundesländer. Bereits nach drei Stunden nach der Freischaltung gingen wohl 13.084 Anmeldungen für 15.120 verfügbare Einzeltermine in der ersten buchbaren Woche ab 4. Januar ein. Spätestens nach sechs Monaten sollen die Hausarztpraxen das Impfen übernehmen.

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Thüringen

Die 29 zentralen Impfzentren in Thüringen sollen laut dem Gesundheitsministerium voraussichtlich am 13. Januar an Start gehen. Um dort geimpft zu werden, können Thüringer über 80 Jahren ab dem 30. Dezember über die Website www.impfen-thueringen.de einen Termin buchen. Für Menschen, die über keinen Internetzugang verfügen, wird zusätzlich am 4. Januar Telefonnummer 03643 4950490 freigeschaltet.

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Quelle: ntv.de