Panorama

Zyanid an Wasserstellen deponiert Wilderer vergiften 22 Elefanten

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Seit Jahren kämpfen die Behörden in Simbabwe gegen Wilderer, die die Dickhäuter vergiften. Hier ein toter Elefant im Jahr 2013, der ebenfalls an Zyanid starb.

(Foto: REUTERS)

Um an wertvolles Elfenbein zu gelangen, kennen Wilderer keine moralischen Grenzen. In Simbabwe werden jährlich Hunderte Elefanten mit Zyanid vergiftet. In Hwange-Nationalpark werden nun auf einen Schlag 22 Kadaver entdeckt.

Wilderer haben in Simbabwe erneut viele Elefanten vergiftet. Mindestens 22 tote Tiere seien nahe dem Nationalpark Hwange gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Nationalpark-Verwaltung des südafrikanischen Landes. Zudem seien 35 Stoßzähne entdeckt worden. Die Wilderer haben die Elefanten demnach vermutlich mit Zyanid vergiftet. Die Sprecherin forderte harte Strafen für den Besitz giftiger Substanzen, um solche Angriffe künftig zu verhindern.

Erst vor wenigen Tagen waren in der Nähe des Hwange-Nationalparks 26 Elefanten vergiftet worden. Landesweit fielen seit September insgesamt 62 Dickhäuter Giftattacken zum Opfer. Im vergangenen Jahr wurden in Simbabwe mehr als 300 Elefanten getötet, nachdem mutmaßliche Wilderer Zyanid rund um ihre Wasserstellen deponiert hatten.

Wilderei ist in Simbabwe ein großes Problem: Vor allem Elefanten und Nashörner geraten immer wieder ins Visier der Jäger, die sich am Verkauf der insbesondere in Ostasien begehrten Hörner und Stoßzähne bereichern wollen.

Mitte Oktober sorgte ein deutscher Jäger bei Tierschützern für Entsetzen, als er in Simbabwe einen mehr als 50 Jahre alten Elefanten erschoss. Drei Monate zuvor hatte der Tod des berühmten Löwen Cecil weltweit Schlagzeilen gemacht. Der 13-jährige Star des Hwange-Nationalparks wurde von einem US-Zahnarzt mit Pfeil und Bogen erlegt.

Quelle: ntv.de, fma/dpa