Panorama

1800 Kinder verschwunden Zahl der Vermissten ist gesunken

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Bei vermissten Kindern liegt die Aufklärungsquote bei 97 Prozent.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Rund die Hälfte der Vermisstenfälle in Deutschland wird innerhalb einer Woche geklärt, nur drei Prozent der Menschen bleibt länger als ein Jahr verschollen. Zudem sind momentan weniger Menschen vermisst gemeldet als noch letztes Jahr. Aber dennoch sind es Tausende Einzelschicksale.

In Deutschland werden zurzeit weniger Menschen vermisst als noch Ende 2019. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) galten Anfang November bundesweit 8610 Menschen als vermisst. Hinzu kamen rund 2000 Fälle, bei denen das BKA an einer im Ausland initiierten Vermisstenfahndung beteiligt wurde.

Unter den derzeit Vermissten sind rund 1800 Kinder und rund 2800 Jugendliche. Dazu zählen Minderjährige, die sich regelmäßig entfernen - meist aus Jugendeinrichtungen - und dann nach kurzer Zeit wieder auftauchen. Außerdem zählen in diese Kategorie Minderjährige, die einem Elternteil zu Unrecht entzogen wurden. Die Aufklärungsquote lag bei Fällen, in denen Kinder vermisst wurden, laut BKA bei fast 97 Prozent.

Gemäß den Erfahrungen der Polizei lassen sich etwa die Hälfte aller Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche klären. Der Anteil der Menschen, die länger als ein Jahr vermisst bleiben, liegt laut Polizeistatistik bei drei Prozent.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die als vermisst gelten, ist in diesem Jahr erneut gesunken. Anfang November waren es laut BKA noch 1596 junge Flüchtlinge, die ohne Eltern unterwegs waren und nach denen gesucht wurde. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 2100 unbegleitete Minderjährige.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa

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