Panorama

Wohnblock in Essen zerstört Zigarette könnte Großbrand ausgelöst haben

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Ermittler spekulieren, ob eine Zigarette ein nebenliegendes Holzregal in Brand gesetzt haben könnte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Gebäudekomplex in Essen brennt, mehr als hundert Menschen verlieren ihre Wohnungen. Ein vertraulicher Bericht zieht Brandstiftung in Erwägung. Eine andere Brandursache könnte fahrlässiges Verhalten zweier Bewohner sein. Ermittler prüfen nun, ob eine Zigarette den Brand entfacht hat.

Nach dem verheerenden Brand eines Wohnkomplexes in Essen wird gegen zwei Bewohner wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. Einer der beiden soll auf dem Balkon der gemeinsamen Wohnung geraucht und eine Zigarette nicht richtig ausgemacht haben. Dadurch soll ein Holzregal in Brand geraten sein. Eine absichtliche Brandstiftung an mehreren Stellen des Gebäudekomplexes ist aber auch noch nicht ausgeschlossen, wie es in einem vertraulichen Bericht des Innenministeriums heißt.

Tatsächlich haben die Brandermittler Zweifel, ob eine Zigarette - trotz des heftigen Sturms in der Nacht - einen so gewaltigen Großbrand ausgelöst haben könnte. Ein Brandgutachter wurde beauftragt, der seine Erkenntnisse zurzeit auswertet. Das werde wohl noch mehrere Wochen dauern.

Bei dem Feuer in der Nacht zum 21. Februar hatten mehr als 100 Menschen ihre Wohnungen und vielfach ihr komplettes Eigentum verloren. Drei Menschen wurden durch Rauchgasvergiftungen leicht verletzt. Der Gebäudekomplex muss abgerissen werden. Den Schaden schätzt Eigentümer Vivawest auf eine zweistellige Millionensumme.

Quelle: ntv.de, smu/dpa

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