Panorama

Anbietergebühr wird eingeführt Zürich kämpft gegen Flut von Leihrädern an

e1bb732d573a3fbbf05fd4d8575330fb.jpg

Ärgernis in Zürich: ein stehengelassenes Obike.

(Foto: dpa)

Viele fahruntüchtig am Straßenrand liegen gelassene Leihräder verschandeln das Züricher Stadtbild. Nun zieht die größte Schweizer Stadt die Reißleine. Mit einer Gebühr soll das Problem gelöst werden.

Nach viel Ärger mit einer Flut von Leihfahrrädern in der Stadt führt Zürich an diesem Montag als erste Schweizer Stadt eine Bewilligungspflicht und Gebühr für die Anbieter ein. Wer mehr als 30 Gefährte ohne feste Station (free floating) auf die Straßen bringen will, muss pro Zweirad künftig im Monat zehn Franken (neun Euro) an die Stadtkasse zahlen.

Nach Erkenntnissen des Deutschen Städtetags und der größeren Anbieter Nextbike und Mobike sind solche Gebühren in größeren deutschen Städten bislang unüblich. "Wir haben seit der Ankündigung Anfang März fünf Anträge auf Bewilligungen für mehr als 1600 Zweiräder erhalten", sagte Matthias Ninck, Sprecher des Züricher Sicherheitsdepartements. Fast bei allen handelte es sich um Elektro-Roller. Anbieter müssen sich neu auch verpflichten, fahruntüchtige Geräte oder solche, die verkehrswidrig geparkt sind, umgehend zu entfernen.

Zürich hatte wie mehrere deutsche Städte vor einem Jahr viel Ärger mit Hunderten Obike-Leihfahrrädern, die praktisch über Nacht in der ganzen Stadt aufgetaucht waren. Dutzende blieben fahruntüchtig am Straßenrand liegen.

Der Firmengründer räumte später finanzielle Schwierigkeiten ein und überließ die Räder einem Logistikunternehmen, das sie einsammelte und verkaufte.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

Mehr zum Thema