Panorama

Einsatz in Höllentalklamm Zwei Menschen gelten nach Flutwelle als vermisst

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Mitglieder der Feuerwehr stehen nach einer Flutwelle in der Höllentalklamm bereit, um eventuell Opfer aus dem Fluss Hammersbach zu bergen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Fuß der Zugspitze liegt die bei Wanderern beliebte Höllentalklamm. Am Montag rauscht plötzlich eine Flutwelle durch die Klamm und reißt Menschen mit sich. Einige können gerettet werden, doch um weitere Vermisste wird gebangt. In der Nacht werden die Bergungsarbeiten unterbrochen.

Nach Starkregen hat eine Flutwelle in der Höllentalklamm nahe Garmisch-Partenkirchen mehrere Menschen mitgerissen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim am Abend mitteilte, konnten acht von ihnen aus dem Wasser gerettet werden. Zwei weitere Menschen würden aber "mit hoher Wahrscheinlichkeit" noch vermisst.

Unter Berufung auf Zeugenaussagen sagte der Sprecher, es sei in der Klamm eine Holzbrücke weggerissen worden. Auf der Grundlage der Zeugenaussagen geht die Polizei demnach von zwei weiteren Verunglückten aus. Ihre Personalien lägen aber nicht vor, da bisher keine Vermisstenanzeigen eingegangen seien. Aufgrund der Dunkelheit und des Risikos für die Einsatzkräfte würden die Rettungs- und Sucharbeiten bis in die "frühesten" Morgenstunden am Dienstag eingestellt, sagte der Sprecher weiter.

Rund 150 Helfer von Feuerwehr, Bergwacht, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei waren nahe Grainau im Einsatz. Auch ein Polizeihubschrauber war angefordert worden. Unter den vielen Helfern waren auch speziell ausgebildete Canyon-Retter der Bergwacht. Einige Rettungskräfte standen auf Brücken der Loisach, um nach Vermissten Ausschau zu halten. In die Loisach mündet der Hammersbach, der durch die Schlucht der Höllentalklamm fließt.

Vor einem Jahr hatten schwere Unwetter den Weg durch die Höllentalklamm unpassierbar gemacht. Gut 60 Bergwanderer saßen auf der Höllentalangerhütte fest und wurden schließlich mit Hubschraubern ausgeflogen.

Die spektakuläre Landschaft der Höllentalklamm bei Garmisch-Partenkirchen mit Wasserfällen und steilen Felswänden zieht alljährlich Zehntausende Touristen an. Die Klamm war 1902 bis 1905 erschlossen worden. Damals boomte der Alpentourismus.

Quelle: ntv.de, hek/dpa/AFP

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