Panorama

Bergunglück in Bärenschützklamm Zwei Wanderer bei Felssturz getötet

Die Steilhänge der Bärenschützklamm in Österreich sind bei Touristen ein beliebtes Ziel. Zwei Wanderer werden dort von herabfallenden Felsstücken tödlich getroffen, weitere werden verletzt. Nun wird die Klamm für Besucher bis auf Weiteres gesperrt.

Bei einem Felssturz in Österreich sind nach Angaben der Bergrettung zwei Menschen getötet worden. Acht weitere Wanderer wurden teilweise schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich in der Bärenschützklamm bei Mixnitz in der Steiermark. Offenbar waren gegen Mittag bei schönem Sommerwetter ein oder mehrere Felsstücke aus den Steilwänden herausgebrochen und hatten die Wanderer getroffen.

Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um eine 50 Jahre alte Frau aus Ungarn und eine 21-jährige Österreicherin. Im Hilfseinsatz waren Mitarbeiter der Alpinpolizei, der Bergrettung sowie des Roten Kreuzes und der Feuerwehr. Die Klamm ist bei Touristen sehr beliebt. Die Kalkwände ragen bis zu 300 Meter hoch in den Himmel. In der Vergangenheit kamen laut Österreichischem Rundfunk (ORF) jährlich rund 40.000 Besucher, um die spektakuläre, mehrstündige Wanderung über mehr als 150 Brücken und einige Hundert Höhenmeter zu meistern.

Der ORF berichtet, dass die Unglücksstelle sehr schwer zugänglich gewesen sei. Demnach musste eine Canyoning-Gruppe und deren Material vom Bundesheer eingeflogen werden, um im durch die Klamm fließenden Mixnitzbach nach Opfern zu suchen. Die Gruppe habe die beiden Toten geborgen.

Bis auf Weiteres wurde die Bärenschützklamm für Besucher und Wanderer gesperrt. Die Alpinpolizei führt noch weitere Erhebungen zum Hergang durch. Nach Darstellung der Bergrettung dürfte sich der Brocken aus einer rund 50 Meter hohen Wand gelöst haben. Die genaue Abbruchstelle sei aber unklar, meinte ein Sprecher. Beim Aufprall auf den Wanderweg und die Holztreppen sei der Gesteinsbrocken zersplittert.

Quelle: ntv.de, agr/dpa