Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:58 Ukraine meldet erfolgreichen Angriff auf russisches Raketenlager +++

15.03.2026, 00:01 Uhr

Dem Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation zufolge hat die Ukraine ein russisches Raketenlager im besetzten Teil von Luhansk getroffen. Andrij Kowalenko teilt ein entsprechendes Video auf seinem Telegram-Kanal, das auch in anderen sozialen Netzwerken verbreitet wird:

+++ 07:12 Auch Israel soll die Ukraine nach Hilfe gefragt haben +++

Israel soll bei der Ukraine nach Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen gefragt haben. Das berichtet die israelische Zeitung Ynet unter Berufung auf eigene Quellen und den ukrainischen Botschafter Jewgenij Korniitschuk. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu soll den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj um ein Gespräch gebeten haben. Dies habe aufgrund von Terminschwierigkeiten jedoch noch nicht stattgefunden, sagt Korniitschuk dem Bericht zufolge. Laut Selenskyj sollen sich mehrere Staaten aus dem Nahen Osten nach Hilfe beim Abfangen von Drohnen erkundigt haben. Die Ukraine verfügt über günstige Methoden, während die USA und andere Staaten iranische Drohnen immer wieder mit teuren Patriot-Flugabwehrraketen bekämpft hatten:

+++ 06:25 Kamikaze-Drohne entdeckt gut getarnten russischen Panzer im Wald - und schlägt zu +++

Das Verteidigungsministerium der Ukraine teilt einen Beitrag, in dem ein Angriff auf einen russischen Panzer zu sehen ist. Dieser befindet sich gut getarnt unter Bäumen und Camouflage-Netzen in einem Wald, wird aber dennoch von einer Drohne entdeckt. Diese geht daraufhin zum Angriff über, genau wie weitere folgende Drohnen. Der Panzer steht in Flammen und wird wohl zerstört:

+++ 05:39 Trump: Sanktionslockerungen für Moskau nur, solange Krieg gegen Iran dauert +++

US-Präsident Donald Trump kündigt an, dass die vorübergehend aufgehobenen Ölsanktionen gegen Russland "wieder in Kraft treten werden, sobald die Krise vorbei ist". Der US-israelische Krieg gegen den Iran geht bereits in die dritte Woche. In einem Telefoninterview rechtfertigte Trump die Lockerung der russischen Ölsanktionen durch seine Regierung mit dem Hinweis auf die weltweite Ölversorgung angesichts der iranischen Bemühungen, die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus zu blockieren. "Ich will Öl für die Welt. Ich will Öl haben", sagt Trump.

+++ 04:50 Kiew: Russland liefert Shahed-Drohnen an den Iran +++

Russland beliefert nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Iran mit Kampfdrohnen vom Typ Shahed für den Einsatz gegen die USA und Israel. Es sei eine "hundertprozentige Tatsache", dass der Iran vom russischen Militär hergestellte "Shaheds" für Angriffe auf US-Stützpunkte eingesetzt habe, sagt Selenskyj dem Sender CNN in einem Interview-Ausschnitt. Der Iran hatte ursprünglich Russland mit den Kampfdrohnen für den Krieg gegen die Ukraine beliefert. Inzwischen stellt Russland sie nach ukrainischen Angaben selbst her.

+++ 03:48 Trump: Selenskyj ist der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen +++

US-Präsident Donald Trump wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem NBC-Interview vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. "Ich bin überrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit", sagte Trump in dem NBC-Interview. "Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen." Zuletzt hatte Selenskyj den US-Streitkräften und ihren Verbündeten im Nahen Osten Anfang März seine Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten, da die Ukrainer in vier Kriegsjahren reichlich Erfahrung damit gesammelt haben. Dazu sagte Trump: "Wir brauchen keine Hilfe." Und: "Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj." Der ukrainische Präsident hatte gesagt, Länder im Nahen Osten hätten um Erfahrungsaustausch beim Abfangen iranischer Drohnen gebeten. Deshalb seien Expertenteams in drei Länder entsandt worden.

+++ 02:57 Ukraine-Krieg saugt Geld aus anderen Wirtschaftsbereichen ab +++

Der militärisch-industrielle Komplex Russlands entzieht anderen Wirtschaftssektoren Ressourcen, darunter auch Unternehmen, die ihn direkt bedienen. Laut Ukrinform wird dies vom Auslandsgeheimdienst der Ukraine gemeldet. "Jahrelang hat Moskau die Erzählung verbreitet, der militärisch-industrielle Komplex sei der Motor des Wirtschaftswachstums. Die Realität hat sich jedoch als grundlegend anders erwiesen. Der militärisch-industrielle Komplex funktioniert wie eine gigantische Pumpe, die Ressourcen aus allen anderen Sektoren absaugt, einschließlich der Unternehmen, die ihn direkt bedienen", so der Geheimdienst. Geheimdienstinformationen zufolge fließt ein Drittel des Bundeshaushalts in den Krieg - und selbst das reicht nicht aus. Das tatsächliche Haushaltsloch beläuft sich auf 8,01 Billionen Rubel, verglichen mit den offiziell vom russischen Finanzministerium gemeldeten 5,65 Billionen Rubel. Gegenüber 2024 ist das Defizit um 130 Prozent gestiegen.

+++ 01:45 Drohnenabwehr: Netanjahu will mit Selenskyj sprechen +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bittet um ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, um die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu erörtern. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf das israelische Nachrichtenportal Ynet. Israel interessiert sich für die umfangreiche Erfahrung der Ukraine beim Abfangen iranischer Drohnen mit dem Ziel, eine israelisch-ukrainische Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit aufzubauen. Der ukrainische Botschafter in Israel, Jewgen Kornijtschuk, bestätigt, dass ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Er hoffe, das Gespräch zwischen Netanjahu und Selenskyj werde Anfang nächster Woche stattfinden.

+++ 00:17 Rüstungsdeal: Japan interessiert sich für ukrainische Drohnen +++

Tokio zieht ein Rüstungsabkommen mit Kiew zum Erwerb ukrainischer Drohnen in Betracht. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf Kyodo News. Japan wolle damit seine Drohnenabwehrfähigkeiten stärken. Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, teilten Kyodo News demnach mit, dass Tokio ein bilaterales Abkommen mit Kiew als eine mögliche Option zur Stärkung der Verteidigung des Inselstaates erwäge - wobei auch in Israel hergestellte Drohnen erwogen werden.

+++ 22:42 Kiew über iranische Drohungen: "Wie ein Serienmörder, der seine Verbrechen rechtfertigen will" +++

Die iranischen Drohungen gegen die Ukraine ähneln laut Kiew der Logik eines Serienmörders, der seine Taten zu rechtfertigen versuche. Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhii Tykhyi, sagte das gegenüber der Zeitung "Ukrainska Pravda". Ebrahim Azizi, Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, hatte bei X behauptet, die Ukraine habe ihr Territorium durch die Lieferung von Abfangdrohnen zur Abwehr iranischer Angriffe auf andere Länder zu einem "legitimen Ziel" für den Iran gemacht. Dabei bezog sich der iranische Politiker auf Artikel 51 der UN-Charta. Tykhyi wies den Verweis auf das in der Charta verankerte Recht auf Selbstverteidigung dem Bericht zufolge als "absurd" zurück. "Das ist wie ein Serienmörder, der seine Verbrechen mit dem Gesetz rechtfertigen will", so der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums. Das iranische Regime in Teheran unterstütze die Tötung von Ukrainern seit Jahren mit der Lieferung von Drohnen und Technologie an Russland.

+++ 22:15 Kurs auf Moskau? Russland fängt nach eigenen Angaben 65 Drohnen ab +++

Russische Luftverteidigungseinheiten haben im Laufe des Tages 65 ukrainische Drohnen abgeschossen, die auf Moskau zusteuerten, wie Bürgermeister Sergei Sobjanin laut Reuters mitteilt. Die Drohnen seien innerhalb eines elfstündigen Zeitraums ab etwa Mittag abgefangen worden. Einsatzkräfte untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Der Gouverneur der Region Brjansk an der ukrainischen Grenze, Alexander Bogomas, gab auf Telegram bekannt, dass Einheiten in seiner Region 128 Drohnen abgeschossen hätten. Er nannte keinen Zeitrahmen.

+++ 21:37 Russland-Sanktionen der EU: Um diese zwei Oligarchen gab es Streit mit Ungarn und der Slowakei +++

Sonntag wären die Sanktionen ausgelaufen, aber die EU-Staaten haben sich doch noch nach wochenlangen schwierigen Diskussionen auf eine Verlängerung von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor, dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und insgesamt rund 2.600 weitere Personen und Organisationen werden allerdings nur um sechs Monate und nicht wie ursprünglich geplant um zwölf Monate verlängert. Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt. Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen.

+++ 21:12 Viele Verletzte nach russischem Bombenangriff auf Saporischschja +++

Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht. Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser getroffen. Saporischschja liegt nur einige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Das russische Militär setzt daher gelenkte Gleitbomben gegen die Großstadt ein. Diese können von einem Flugzeug noch weit hinter der Front abgeworfen werden und segeln dann ins Zielgebiet. Russland hat während des inzwischen vier Jahre währenden Kriegs diese Art Bomben deutlich weiterentwickelt. Sie haben nun eine größere Reichweite und Sprengkraft.

+++ 20:27 Bericht: Drohne schlägt in Personenzug bei Sumy ein +++

Eine russische Drohne ist nach ukrainischen Angaben in einen Personenzug bei Sumy eingeschlagen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Kordon.Media" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Demnach war der Zug unterwegs von Smorodyne nach Woroschba. Der Regionalzug sei an der Lok am hinteren Ende getroffen worden. Fahrgäste konnten dem Bericht nach unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

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