Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:59 Länder erwägen weiteres Treffen zur Drohnenabwehr +++

28.08.2026, 00:01 Uhr

Beim Thema Drohnenabwehr sehen die Innenminister der Länder offenbar weiteren Absprachebedarf und erwägen ein zusätzliches Treffen. "Derzeit gibt es Überlegungen für ein Arbeitstreffen, das sich thematisch mit Fragen der Drohnenabwehr beschäftigen soll", sagt der Hamburger Innensenator und Präsident der Innenministerkonferenz, Andy Grote, der "Bild"-Zeitung. Es handele sich ausdrücklich nicht um eine Sonder-Innenministerkonferenz. Ein Termin steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. Das Treffen könnte demnach aber im September in Hamburg mit Experten von Bund und Ländern stattfinden. Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Berichten zufolge wurden in Leipzig mehrere Drohen eingesetzt.

+++ 01:51 Russischsprachige Hacker nutzen KI-Assistenten für Angriffe - Deutsche Firma betroffen +++

Russischsprachige Hacker haben den auf Technologie von Anthropic basierenden KI-Programmierassistenten "Cursor" für Cyberangriffe auf einen deutschen Hersteller und mindestens sechs weitere Firmen genutzt. Dies geht aus Daten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters exklusiv vorliegen, sowie aus am Donnerstag veröffentlichten Berichten der IT-Sicherheitsfirmen Gambit Security und CloudSek. Zu den Opfern der Ransomware-Gruppe "Aur0ra" zählten zwischen dem 8. April und dem 21. Mai dieses Jahres neben dem deutschen Garagentorhersteller Teckentrup und einem belgischen Chemieunternehmen auch Firmen in den USA, Schottland, Italien und Argentinien. Weder die betroffenen Unternehmen noch der heutige "Cursor"-Eigentümer SpaceX äußern sich bislang zu den Vorfällen.

+++ 00:13 Bericht: Shell hat Gespräche mit Unimot über Schwedt-Anteil beendet +++

Der britische Ölkonzern Shell hat einem Bericht zufolge die Verhandlungen über den Verkauf seines Anteils an der brandenburgischen Raffinerie PCK Schwedt an den polnischen Energiekonzern Unimot ergebnislos beendet. Die 2023 begonnenen Gespräche über das Paket von 37,5 Prozent seien vor Monaten abgeschlossen worden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Raffinerie in Schwedt versorgt den Großraum Berlin und weite Teile Ostdeutschlands mit Treibstoffen. Die Bundesregierung hatte die Anteile des Rosneft-Konzerns, der 54,17 Prozent hält, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. 

+++ 22:13 Polen schließt Stationierung von US-Atomwaffen aus +++

Die polnische Regierung lehnt die Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Staatsgebiet ab. Auf die Frage, ob eine künftige US-Militärpräsenz in dem Land auch nukleare Fähigkeiten umfassen könnte, erklärt der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski vor Journalisten: "Nein. Das möchte ich sehr klar und offen sagen. Polen will keine Atomwaffen auf seinem Territorium haben."

+++ 21:15 "New York Times": CIA-Chef hat Kreml "düstere Einschätzung" übermittelt +++

Die Berichte über den Grund der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau reißen nicht ab. Die renommierte "New York Times" nennt nun einen Grund, der unter den vielen Spekulationen so noch nicht genannt wurde: Ratcliffes Ziel sei gewesen, dem russischen Auslandsgeheimdienstchef "unter vier Augen seine düstere Einschätzung der Lage im russischen Krieg gegen die Ukraine darzulegen und die Russen dazu zu drängen, eine Einigung zu erzielen, bevor sich ihre militärische und wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert", schreibt das Blatt. Die Autoren nennen "aktuelle und ehemalige" Regierungsmitarbeiter als Quelle. Die USA gehen demnach davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nur geschönte Lageberichte von der Front erreichen und er über kein realistisches Bild der Lage verfüge. Ratcliffe hoffe, dass der frühere Geheimdienstchef Putin Hinweise der CIA eher ernst nehme als Äußerungen von US-Diplomaten. Es soll sich aber nicht um eine Drohung oder dergleichen gehandelt haben. Auch die Autoren wissen dem Artikel zufolge nicht, ob Ratcliffes Mission auf eine Kursänderung der USA im Umgang mit Russland hindeutet.

+++ 20:45 Trump über Putin: "Wird kein Nato-Territorium angreifen" +++

US-Präsident Donald Trump hat sich überzeugt davon gezeigt, dass Russland keine Nato-Verbündeten attackieren wird. Auf eine Frage dazu, ob der russische Präsident Wladimir Putin zugestimmt oder sich verpflichtet habe, von einer solchen Offensive abzusehen, sagte er im Oval Office: "Ich hatte gute Gespräche mit ihm. Er wird kein Nato-Territorium angreifen." Zuvor war der Direktor des US-Geheimdienstes CIA überraschend für Gespräche nach Moskau gereist. Er soll Russland vor einem Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Trump lehnte es nun ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe zu kommentieren. "Sie werden nicht angreifen", sagte Trump lediglich.

+++ 20:12 Permanent Drohnen in der Luft: Kiew nun auch tagsüber unter Dauerbeschuss +++

Nächte in U-Bahnhöfen und anderen Schutzräumen gehören in Kiew schon lange zum Alltag. Tagsüber ist in der Hauptstadt normalerweise eher ein einigermaßen normales Leben möglich, weil Russland um die einfachere Luftabwehr bei Tageslicht weiß. Am Donnerstag aber flogen nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe zwischen 07:00 Uhr morgens und 19:00 Uhr (Ortszeit) 140 Drohnen auf die Hauptstadt zu. Mehr als 100 Drohnen hatten demnach einen Jetantrieb. Diese neue Generation namens Geran-4 und Geran-5 ist schneller und damit schwieriger abzufangen. Dennoch seien mindestens 120 Drohnen abgewehrt worden, so die ukrainische Luftwaffe. Um 19.00 Uhr hätten sich mindestens zehn Drohnen noch immer in der Luft befunden. Auch Denis Trubetskoy, der regelmäßig für ntv.de ausKiew berichtet, bekam die Gefahr am eigenen Körper zu spüren.

+++ 19:22 Russland hat Kraftwerk endgültig zerstört: Bewohner sollen Cherson verlassen +++

Russlands Kampagne gegen die ukrainische Zivibevölkerung hat eine neue, traurige Wegmarke erreicht: Das Heiz- und Elektrizitätskraftwerk der Stadt Cherson ist nach einem abermaligen russischen Angriff auf lange Sicht außer Betrieb. Der Chef der Militärverwaltung für die Stadt Cherson und die gleichnamige umliegende Region, Oleksandr Prokudin, fordert nun die Bewohner zum Verlassen der Stadt und der umliegenden Dörfer auf. Vor allem Menschen mit Kindern und Ältere sollen - wenn es ihnen möglich ist - weggehen. Cherson könne über den kommenden Winter nicht mit Strom und Wärme versorgt werden. Russische Truppen stehen auf der anderen Seite des Flusses Dnjepr vor der Stadt. Drohnen machen Jagd auf Zivilisten, seit Anfang Juli feuerte Russland zudem 170 Gleitbomben auf die Region Cherson.

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