Iran-Krieg im Liveticker+++ 03:59 Saudi-Arabien und VAE: Iranische Angriffe bedrohen regionale Sicherheit +++
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werten die anhaltenden iranischen Angriffe auf die Golfstaaten als gefährliche Eskalation. In einem Telefonat seien sich Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, einig gewesen, dass die anhaltenden Angriffe Irans auf die Länder des Golf-Kooperationsrates (GKR) die Sicherheit und Stabilität der Region bedrohen, berichten saudi-arabische Staatsmedien.
+++ 03:22 Japan: Vorerst kein Marine-Einsatz in der Straße von Hormus +++
Japan plant Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zufolge derzeit keine Entsendung der Marine zum Schutz von Schiffen im Nahen Osten. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte Takaichi im Parlament. Die Regierung prüfe weiterhin, was Japan im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten tun könne. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete aufgefordert, Öltanker in der Straße von Hormus zu schützen. Eine formelle Anfrage der USA liegt Takaichi zufolge jedoch noch nicht vor.
+++ 02:55 Drohne beschädigt Treibstofflager - Brand am Flughafen Dubai +++
Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens beschädigt worden und in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte bemühten sich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, erklären die Behörden des Emirats auf der Plattform X. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall - und dem Ausmaß des Brandes - wurden zunächst nicht genannt. Daten der Webseite "Flightradar" lassen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
+++ 02:15 EU plant mehr Schiffe für Marine-Einsatz, aber wohl nicht in der Straße von Hormus +++
Die Europäische Union will einem hochrangigen EU-Vertreter zufolge ihren Marine-Einsatz "Aspides" im Nahen Osten zwar mit mehr Schiffen ausstatten, eine Ausweitung der Mission auf die derzeit blockierte Straße von Hormus gilt jedoch als unwahrscheinlich. Bei einem Treffen der EU-Außenminister am heutigen Montag in Brüssel werde es darum gehen, weitere Mitgliedstaaten zur Bereitstellung von mehr Kapazitäten zu bewegen, sagt der EU-Vertreter, der anonym bleiben will. "Der Schutz von Schiffen in der Straße von Hormus in der gegenwärtigen Lage ist eine Entscheidung, die die Minister nicht auf die leichte Schulter nehmen werden", sagt er weiter. Jede Änderung des Mandats von "Aspides" erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten. Die Mission wurde 2024 ins Leben gerufen, um Schiffe im Roten Meer vor Angriffen der Huthi-Rebellen aus dem Jemen zu schützen.
+++ 01:42 IEA: Mehr als 400 Millionen Barrel Öl aus Reserven in Kürze frei +++
Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat Einzelheiten zur Freigabe von mehr als 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven bekanntgegeben. Damit soll einem Anstieg der Rohölpreise seit Beginn des Iran-Krieges entgegengewirkt werden, wie die Agentur mitteilt. Den Angaben zufolge stehen die Reserven aus Asien und Ozeanien sofort zur Verfügung. Die Bestände aus Europa und Amerika sollen Ende März folgen. Insgesamt hätten die Regierungen die Freigabe von 411,9 Millionen Barrel zugesagt. Davon stammten 271,7 Millionen Barrel aus Regierungsbeständen und 116,6 Millionen aus vorgeschriebenen Industriebeständen. Der Großteil der zugesagten Reserven - 195,8 Millionen Barrel - komme von Mitgliedsländern aus Nord- und Südamerika. Asien und Ozeanien trügen insgesamt 108,6 Millionen Barrel bei, Europa 107,5 Millionen Barrel. Deutschland hat sich bereiterklärt, 19,51 Millionen Barrel beizusteuern.
+++ 00:55 US-Ölkonzerne warnen vor Verschärfung der Energiekrise +++
Die Chefs der führenden US-Ölkonzerne warnen die Regierung von Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Verschärfung der Energiekrise. In Gesprächen im Weißen Haus hätten die Spitzen von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips deutlich gemacht, dass die Störungen in der Straße von Hormus die weltweiten Märkte weiter belasten würden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.
+++ 00:13 Macron: Habe Irans Präsident zu Beendigung der Angriffe aufgefordert +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe auf Nachbarländer gefordert. Dies gelte auch für Kräfte im Libanon und im Irak, teilt Macron auf der Plattform X mit. Die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus müsse so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Ein neuer Sicherheitsrahmen müsse garantieren, dass der Iran niemals Atomwaffen erlange.
+++ 23:35 Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus +++
Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.
+++ 23:05 Bericht: USA wollen Koalition für Straße von Hormus verkünden +++
Die US-Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge in diesen Tagen verkünden, dass sich mehrere Länder auf eine Koalition zum Schutz der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verständigt haben. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Vertreter berichtet, sollen die beteiligten Staaten Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge eskortieren.
+++ 22:40 Iran bestreitet Angriffe auf zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten +++
Der Iran bestreitet, zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten angegriffen zu haben. Die Führung in Teheran sei bereit, mit ihren Nachbarn einen Ausschuss zu bilden, um die Verantwortung für solche Angriffe zu untersuchen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi. Er äußert sich in einem Interview der arabischen Zeitung "Al-Araby al-Jadeed", das auf dem Telegram-Kanal des Ministers veröffentlicht wird. Die arabischen Golfstaaten haben den Iran aufgefordert, die Angriffe auf ihre Gebiete einzustellen. Dort waren nicht nur US-Militärstützpunkte getroffen, sondern auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt worden.
+++ 22:12 Nach Trump-Äußerungen zu möglichem Abkommen: Iran will nicht mit Washington reden +++
Nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über den angeblichen Wunsch des Irans nach einem Abkommen zur Beendigung des Krieges hat Teheran betont, dass es nicht mit Washington verhandeln wolle. "Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern reden sollten", sagt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dem US-Fernsehsender CBS. "Wir waren ja schon mit ihnen im Gespräch, als sie beschlossen, uns anzugreifen." Araghtschi fügt hinzu, es gebe keine guten Erfahrungen mit Gesprächen mit Amerikanern. "Wir haben nie nach einem Waffenstillstand gefragt und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten." US-Präsident Trump hatte am Freitag erklärt, dass der Iran "vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht". Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei aber "kein Abkommen, das ich akzeptieren würde".
+++ 21:54 Iran meldet mehr als 500 Festnahmen im Krieg +++
Der iranische Sicherheitsapparat hat im Zusammenhang mit dem Krieg mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um "wichtige Fälle" gehandelt, sagt der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars. Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender "Iran International" weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten. Der Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
+++ 21:28 Zweifel in der SPD an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für US-Krieg gegen Iran +++
In der schwarz-roten Koalition gibt es wachsende Zweifel, ob die Bundesregierung weiterhin uneingeschränkt die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den Krieg gegen Iran erteilen darf. "Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran ist die völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen", sagt der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, der "Süddeutschen Zeitung". Aus Sicht der SPD und der meisten Völkerrechtler sei der Angriff auf Iran jedoch nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. "Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, könnten gegebenenfalls Gerichte darüber entscheiden, ob die Nutzung von Ramstein im Zusammenhang mit diesem Krieg untersagt werden muss", so der SPD-Politiker.
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