Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:56 EU-Arktis-Gipfel: Finnischer Botschafter warnt vor wachsendem Einfluss Chinas und Russlands +++

14.09.2026, 00:01 Uhr

Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland vor wachsendem Interesse Chinas und Russlands an der Region. "Es besteht wirtschaftliches Interesse, es besteht Interesse an den seltenen Mineralien und auch an den sich öffnenden Seewegen", sagt der Diplomat Kai Sauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das merkt man in Grönland und auch in unserem Umfeld." Der Botschafter äußert sich selbstbewusst über die Rolle Finnlands. "Wir sind ein starker Player in der Arktis und müssen uns nicht verstecken", sagt Sauer. Finnland plane 80 Prozent aller Eisbrecher weltweit, 60 Prozent dieser Schiffe würden in Finnland hergestellt - "auch wenn andere sich große Mühe geben".

+++ 03:02 Reservistenverband will "Operationsplan Deutschland" aus Sachsen-Anhalt zurückholen +++

Der Reservistenverband will den Operationsplan Deutschland aus der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt zurückholen, falls die AfD in Magdeburg die Regierung übernimmt. "Die AfD ist eine große Gefahr für unser Land", sagt Verbandschef Bastian Ernst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sie in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen würde, dann würden der Operationsplan Deutschland und weitere relevante Informationen mit ziemlicher Sicherheit nach Russland abfließen. Deshalb sollte man den Plan aus Sachsen-Anhalt zurückholen", fordert der CDU-Politiker. Der mehr als 1000 Seiten umfassende Operationsplan Deutschland liegt bei allen 16 Landesregierungen. Das streng geheime Dokument enthält die zentralen Vorkehrungen für die Landes- und Bündnisverteidigung im Ernstfall eines Krieges gegen Russland und umfasst auch vorgesehene Nato-Bewegungen in Europa. 

+++ 01:42 Finnischer Botschafter fordert führende Rolle Deutschlands bei Nato-Veränderung +++

Der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer, mahnt eine führende Rolle der Deutschen bei der Neugestaltung der Nato an. Angesichts des nachlassenden Interesses der Amerikaner an dem Bündnis sei es wichtig, "dass die Nato strukturiert und stabil europäisiert wird", sagt Sauer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland spiele dabei eine wichtige Rolle. Zugleich betont er Finnlands "neue Realität", wonach die Ostgrenze des Landes seit dem Nato-Betritt Helsinkis ebenfalls Nato-Grenze sei. Mit Blick auf den EU-Arktis-Gipfel am Montag im finnischen Rovaniemi sagt Sauer: "Schweden, Norwegen und Finnland sind traditionell Länder, die eher Stabilität erzeugen, als sie zu schmälern. Auch in der Arktis treten wir so auf - nicht aggressiv, aber ohne Kompromisse bei unserer Abschreckung zu machen."

+++ 00:32 Bericht: Ukraine greift besetztes Mariupol an  +++

Ukrainische Streitkräfte haben am späten Abend die Energieinfrastruktur in der besetzten Stadt Mariupol attackiert. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf russische Nachrichtenkanäle. Nach den Angriffen sei ein Teil der Stadt ohne Strom gewesen, ein Gebäude im besetzten Mariupol sei getroffen worden, vorher sei die russische Luftabwehr aktiv geworden, heißt es mit Verweis auf den Telegram-Kanal Exilenova Plus. 

+++ 23:15 Nach russischem Drohnenangriff: Polen evakuiert 600 Menschen an Grenze zur Ukraine +++

Mehr als 600 Menschen sind über Nacht von den polnischen Grenzübergängen "Dorohusk" und "Hrebenne" an der Grenze zur Ukraine wegen der Bedrohung durch russische Drohnen evakuiert worden. Laut Ukrinform wurde dies während einer Dringlichkeitssitzung im Sicherheitszentrum der polnischen Regierung berichtet. Daran nahmen Premierminister Donald Tusk und Vertreter der polnischen Grenzpolizei teil. Demnach wurde die Fahrzeugabfertigung auf ukrainischer Seite ab Samstag, 14:00 Uhr aufgrund der drohenden russischen Drohnenangriffe ausgesetzt. Auch Polen hat als Reaktion auf die Lage in der Ukraine die Abfertigung an seinen Grenzübergängen eingestellt.

+++ 22:15 Bericht: Kanada erwägt Unterstützung eines EU-Kredits für Kiew +++

Kanada ist derzeit offenbar in Verhandlungen über die Unterstützung eines Darlehens der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Beide Seiten hofften demnach, sich noch vor einem EU-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf den Beitrag Kanadas zu einigen. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Kanada strebe angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft".

+++ 21:33 Tusk nach Zug-Angriff: "Eskalation von russischer Seite nun Realität" +++

Die polnische Regierung wirft Moskau nach dem heutigen Angriff auf einen Personenzug in der ukrainischen Grenzregion eine Verschärfung des Konflikts vor. "Die Eskalation von russischer Seite ist nun Realität geworden - und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenze heran", sagt Polens Regierungschef Donald Tusk bei einer Sitzung des Krisenstabs.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.