Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:21 Britischer Premier Starmer warnt vor russischem Angriff auf Nato in vier Jahren +++
Russland könnte nach Angaben des britischen Premierministers Keir Starmer bereits in vier Jahren einen Nato-Staat angreifen. "Nach Einschätzung unserer Geheimdienste und anderer Nato-Staaten könnte es bereits 2030 zu einem Angriff Russlands auf die Nato kommen", sagt Starmer am Freitag beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland und fügte hinzu: "Sie verstehen also, welche Dringlichkeit und Bedeutung wir diesem Thema derzeit beimessen." Ähnlich hatten sich in den vergangenen Monaten bereits andere europäische Spitzenpolitiker geäußert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte im vergangenen Dezember vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Die Bundeswehr geht nach Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer davon aus, dass Russland ab 2029 zu einem groß anlegten Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein könnte.
+++ 05:42 Bericht: Ukrainischer Drohnenangriff trifft russisches Öldepot und Hafen von Mariupol +++
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht ein Öldepot in der russischen Region Krasnodar sowie Hafenanlagen im besetzten Mariupol angegriffen. Dies geschah im Rahmen eines umfassenderen ukrainischen Angriffs auf russische und von Russland besetzte Gebiete, wie der "Kyiv Independent" mit Verweis auf russische Telegram-Medienkanäle berichtet. Fotos und Videos, die von Anwohnern in sozialen Medien veröffentlicht wurden, sollen demnach einen Brand zeigen, der von einem Öldepot in der Stadt Ust-Labinsk ausging. Nach den gemeldeten Einschlägen wurden in den frühen Morgenstunden große schwarze Wolken über der Stadt gesichtet. Berichten zufolge wurde auch die Hafeninfrastruktur im besetzten Mariupol in Brand gesetzt.
+++ 05:06 "Lasst sie doch verhandeln": Trump für direkte Gespräche zwischen Kiew und Moskau +++
US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützung für direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine zur Beendigung des Krieges signalisiert und erklärt, er glaube, dass eine Beilegung kurz bevorstehe. Trump wird von Reportern beim Flug mit der Air Force One gefragt, ob er wolle, dass Moskau und Kiew die Friedensgespräche fortsetzen, bevor sich die Vereinigten Staaten direkter an den Verhandlungen beteiligen. "Nun, mir macht das nichts aus. Ich meine ... lasst sie doch verhandeln", sagt Trump. "Ich bin es schließlich, der sie in diese Position gebracht hat." "Ich denke, das wird sich regeln", fügt Trump hinzu. "Wir sind kurz davor." Auf die Frage, wer die Vereinigten Staaten bei künftigen Verhandlungen vertreten würde, sagt Trump: "Wir werden alle beteiligt sein", und bezog sich dabei auf Mitglieder seiner Regierung, darunter Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.
+++ 04:15 EU-Wirtschaftskommissar gegen Lockerung von Russland-Sanktionen +++
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat sich gegen eine Lockerung von Sanktionen etwa gegen Russlands Ölexporte ausgesprochen. "Es ist klar, dass es jetzt nicht an der Zeit ist, den Druck auf Russland zu verringern. Wir müssen weiterhin Druck ausüben, weiterhin Sanktionen gegen Russland verhängen", sagt er am Rande des Jahrestreffens der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga. Dies sei wichtig, auch wenn angesichts der dazu innerhalb EU nötigen Einstimmigkeit "keine einfache Aufgabe" sei. Dennoch gebe es Initiativen von Mitgliedstaaten zu weiteren Handelsbeschränkungen und Visa-Beschränkungen für russische Bürger, sagt Dombrovskis. Die EU hat bislang 20 Sanktionspakete gegen Russland erlassen.
+++ 02:51 Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu +++
Außenminister Johann Wadephul sagt der Ukraine nach der Absage von Kremlchef Wladimir Putin an ein Verhandlungsangebot seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj unverbrüchliche Unterstützung zu. Man nehme die jüngsten Aussagen von Putin zur Kenntnis und ziehe "daraus die einzig richtige und notwendige Konsequenz: Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich", sagt der CDU-Politiker am Rande seines Besuchs in Mexiko-Stadt vor Journalisten.
+++ 01:45 Putin räumt wirtschaftliche Probleme in Russland ein +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg wirtschaftliche Probleme in Russland eingeräumt, zugleich aber westliche Äußerungen dazu zurückgewiesen. "Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit verhalten", sagt Putin. Gleichzeitig zeigt er sich überzeugt, dass Russland weiter gestärkt werde. "Von allen Seiten hören wir Kritik, dass bei uns alles zusammengebrochen sei", sagt Putin in seiner Rede bei dem auch "russisches Davos" genannten Forum. Mit einem Seitenhieb gegen die EU fügt Putin an, Russland sei nun "auf das gleiche Niveau gesunken", auf dem sich die Länder der Eurozone seit Jahren befänden.
+++ 00:39 Ukraine entschuldigt sich bei Athen für Drohnenvorfall +++
Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. "Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden", schreibt Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. Das zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung für das osteuropäische Land.
+++ 23:37 Ukrainischer Präsidentenberater nach diplomatischem Eklat zu Gesprächen in Polen +++
Nach einem diplomatischen Eklat mit Polen wegen der Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ist polnischen Angaben zufolge der ukrainische Präsidentenberater Kyrylo Budanow zu Gesprächen ins Nachbarland gereist. Budanow habe Polens Vize-Außenminister Marcin Bosacki getroffen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt. Hauptthema war demnach die Benennung der Einheit mit dem Ehrentitel "Helden der UPA" durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche. Selenskyj hatte mit dem Schritt in Polen Empörung ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich. Dem polnischen Ministeriumssprecher zufolge kam das Treffen auf "Initiative" der ukrainischen Seite zustande.
+++ 22:26 Angriff auf türkischen Kutter im Schwarzen Meer - ein Toter +++
Bei einem Angriff auf ein türkisches Fischereischiff im Schwarzen Meer ist nach Angaben der türkischen Behörden ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff am Freitag zudem verletzt worden, teilt die Küstenwache mit. Der Angriff ereignete sich demnach westlich der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Umstände des Vorfalls sind unklar, auch machen die Behörden keine Angaben dazu, wer möglicherweise dafür verantwortlich ist. Der Angriff richtete sich der Küstenwachen-Erklärung zufolge gegen den unter türkischer Flagge fahrenden Fischkutter "Duru 67" vor der Küste von Sewastopol. Das Schiff sank demnach nach dem Angriff.
+++ 21:40 Nach offenem Brief: Selenskyj reagiert auf Putins Absage +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertet die Absage des russischen Präsidenten Wladimir Putin an ein Treffen zur Beilegung des Konflikts als Zeichen, dass der Kreml den Krieg nicht beenden will. "Leider entscheidet sich die russische Seite einmal mehr für den Krieg", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Alle hätten die schwache Antwort gehört. "Ich denke, diese Antwort wird viele Menschen weltweit enttäuscht haben", fügt er hinzu. Selenskyj hatte am Vortag einen Brief an Putin veröffentlicht:
+++ 21:02 Kreml bestätigt Treffen von Wladimir Putin und Gerhard Schröder in Moskau +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Kreml-Angaben zu einem Vieraugengespräch mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder getroffen. "Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", sagt der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, der Agentur Interfax. Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. Putin hatte Schröder kürzlich als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen der EU und Russland genannt. Der 82-Jährige ist mit dem Kremlchef befreundet und war nach seiner Regierungszeit als Lobbyist für russische Energieunternehmen tätig. Der Vorschlag stieß in Deutschland und anderen EU-Staaten auf Ablehnung.
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