Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 06:08 Revolutionsgarden verkünden "intensivste Operation" seit Kriegsbeginn +++
Die iranischen Revolutionsgarden haben in der Nacht ihre "intensivste und stärkste Operation" seit Kriegsbeginn gestartet, so der iranische Staatssender IRIB. Es habe nächtliche Raketenangriffe gegen Ziele in Israel und US-Einrichtungen in der Region gegeben. "Wir werden unsere Angriffe mit Entschlossenheit und Kraft fortsetzen, und in diesem Krieg denken wir nur an die vollständige Kapitulation des Feindes", verkünden die Revolutionsgarden. "Der Krieg wird erst enden, wenn der Schatten des Krieges von unserem Land vertrieben ist."
+++ 06:00 Iran: Dutzende Festnahmen wegen Spionagevorwürfen +++
Im Iran kommt es nach Angaben der dortigen Behörden zu zahlreichen Festnahmen wegen angeblicher Spionage. Ein ausländischer Staatsbürger habe für die USA und Israel spioniert und als Mittelsmann für zwei Golfstaaten agiert, behauptet das Geheimdienstministerium laut staatlichen Medien. Zudem seien in den vergangenen Tagen 30 "Spione, inländische Söldner und Agenten" Israels und der USA gefasst worden. Polizeichef Ahmadresa Radan erklärt im staatlichen Fernsehen zudem, es seien bislang etwa 81 Personen in Gewahrsam genommen worden, denen vorgeworfen werde, interne Informationen an "feindliche Medien und Feinde" weitergegeben zu haben.
+++ 05:53 G7 beraten in Videokonferenz über Nahost-Krise +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat für den heutigen Mittwoch eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage im Nahen Osten einberufen. Schwerpunkte der Beratungen seien die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiemärkte sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Situation, teilt der Elysée-Palast mit. Die Schalte soll um 15.00 Uhr MEZ beginnen.
+++ 05:36 Irans Polizeichef droht mit Schüssen auf jeden Demonstranten +++
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik warnt Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten. "Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagt Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zuvor dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen.
+++ 04:45 Augenzeugen berichten von schwersten Angriffen auf Teheran +++
Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. "Es war die Hölle", sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zudem zwölf Menschen getötet.
+++ 03:49 IEA schlägt größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten aller Zeiten vor +++
Angesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem "Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vorgeschlagen. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung am Dienstagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder unterbreitet worden, berichtete das "Wall Street Journal". Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.
+++ 02:53 Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Öldepots +++
Israels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und das die iranische Regierung nutze, um damit auch Terror-Operationen zu finanzieren, sagt Herzog der "Bild"-Zeitung. "Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden." Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.
+++ 01:34 Parlamentspräsident: Iran will keine Waffenruhe +++
Der Iran will im Krieg gegen Israel und die USA nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keine Waffenruhe. "Wir streben natürlich keine Waffenruhe an", erklärt Ghalibaf auf Englisch im Onlinedienst X: "Wir glauben, dass der Aggressor bestraft und ihm eine Lektion erteilt werden muss, die ihn von weiteren Angriffen auf den Iran abhalten wird."
+++ 00:56 Israel: Neue Angriffswelle auf den Iran +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Teheran begonnen. Sie richte sich gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes" in der Hauptstadt des Landes, erklärte das israelische Militär am Dienstagabend im Onlinedienst Telegram. Zuvor waren Explosionen in Teheran zu hören gewesen.
+++ 00:13 Trump meldet Zerstörung von "inaktiven" Minenlegerbooten +++
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump in den vergangenen Stunden zehn "inaktive Boote und/oder Schiffe zum Verlegen von Minen" vollständig zerstört. Er kündigt auf seinem Online-Dienst Truth Social an, zu einem späteren Zeitpunkt Details zu nennen. In einem vorherigen Beitrag schreibt er allerdings, dass die USA "dieselben Technologien und Raketenkapazitäten einsetzen wie gegen Drogenhändler, um alle Boote oder Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus zu verminen, permanent zu eliminieren".
+++ 23:33 Netanjahu ruft Iraner zum Sturz des Mullah-Regimes auf +++
Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X heißt es, Israel werde gemeinsam mit den USA "mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen", die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten. In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, "ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen". "Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht - doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können."
+++ 23:15 Insider: Eskorten durch Hormus laut US-Marine derzeit zu riskant +++
Die US-Marine hat nach Angaben von Insidern fast tägliche Bitten der Schifffahrtsbranche abgelehnt, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Zur Begründung habe die Marine darauf verwiesen, dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei, sagen die Insider, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Einschätzung der Marine steht im Widerspruch zu Aussagen von Präsident Donald Trump, wonach die USA im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien, um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Nach Angaben von General Dan Caine, dem Vorsitzenden des Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, hat das US-Militär damit begonnen, Optionen für mögliche Schiffseskorten durch die Meerenge zu prüfen, falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der Meerenge fast vollständig.
+++ 22:59 Weißes Haus: Bislang kein Tanker durch Straße von Hormus eskortiert +++
Das Weiße Haus hat Angaben aus der US-Regierung über die angebliche Eskortierung eines Öltankers in der Straße von Hormus dementiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellt in Washington klar, die US-Marine habe "bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert". US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor im Onlinedienst X zunächst von einer "erfolgreichen" Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben. Kurz danach wurde der Beitrag wieder gelöscht.
+++ 22:19 "Mullah-Regime schickt Menschen einschüchternde SMS" +++
Trotz schwerer Schläge ist die Herrschaft der Mullahs noch nicht gebrochen. Für die Menschen im Iran bedeutet das: noch härtere Unterdrückung und noch mehr Angst angesichts des Kriegsgeschehens. ntv-Reporterin Kavita Sharam schildert, was sie von Menschen im Land hört.
+++ 22:02 WHO warnt vor "schwarzem Regen" im Iran +++
Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor "schwarzem Regen" im Iran infolge von Angriffen auf Ölanlagen. Da dieser Atemwegsprobleme verursachen könnte, unterstützt die Weltgesundheitsorganisation die Empfehlung des Iran, zu Hause zu bleiben. Die UN-Gesundheitsbehörde gibt an, diese Woche mehrere Berichte über ölhaltigen Regen erhalten zu haben. Teheran war am Montag nach einem Angriff auf eine Ölraffinerie in schwarzen Rauch gehüllt. "Der schwarze Regen und der damit einhergehende saure Regen stellen in der Tat eine Gefahr für die Bevölkerung dar, vor allem für die Atemwege", sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier auf einer Pressekonferenz in Genf und fügte hinzu, dass der Iran den Menschen geraten habe, in ihren Häusern zu bleiben.
+++ 21:45 Israels Präsident: Könnten "das letzte Kapitel des Krieges" erreichen +++
Der israelische Präsident Jitzchak Herzog legt sich nicht auf einen konkreten Zeitplan für den Krieg gegen den Iran fest. "Die Iraner sind diejenigen, die überall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten. Ich denke also, wenn wir alles nur an einem Tachometer messen, kommen wir nicht weiter. Wir müssen tief durchatmen und zum Endergebnis gelangen", sagt Herzog der "Bild"-Zeitung. Herzog äußert die Erwartung, derzeit "die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens" zu verändern und verweist auf den Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023: "Es ist ein zusammenhängender Krieg. Er begann am 7. Oktober, und meiner Meinung nach erreichen wir vielleicht das letzte Kapitel des Krieges."
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