Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:03 "Wall Street Journal": USA stoppen 500-Millionen-Dollar-Lieferung an den Irak +++

22.04.2026, 00:14 Uhr

Die US-Regierung stoppt einem Zeitungsbericht zufolge Dollar-Lieferungen an den Irak und friert die Sicherheitszusammenarbeit ein. Damit wolle Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen im Land zu zerschlagen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf irakische und US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar aus irakischen Ölverkäufen. Zudem setze Washington die Finanzierung von Programmen zur Terrorbekämpfung und zur militärischen Ausbildung aus, bis die Milizen ihre Angriffe einstellen.

+++ 06:33 Trump: Iran steht vor finanziellem Zusammenbruch +++

US-Präsident Donald Trump gibt sich im Krieg gegen den Iran gerne siegesgewiss. Nun prognostiziert er dem Land einen baldigen finanziellen Zusammenbruch. Sie wollten eine Öffnung der Straße von Hormus, schreibt er auf seiner Plattform Truth Social: "Sie sind bettelarm! Sie verlieren täglich 500 Millionen Dollar. Armee und Polizei beklagen sich, dass sie keinen Lohn erhalten. SOS!!!"

+++ 06:08 EU-Assoziierungsabkommen mit Israel? SPD will Aussetzung - und kritisiert Auswärtiges Amt +++

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, kritisiert die Entscheidung des Auswärtigen Amtes, eine Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel zu blockieren. Die sei eine falsche Entscheidung, sagt Ahmetovic den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Die Bundesregierung verhindert damit aktiv eine geeinte europäische Haltung in der Nahostpolitik, gerade auch als Reaktion auf die Destabilisierung durch die israelische Regierung im Gazastreifen, im Westjordanland und im Libanon." elbst Kompromissvorschläge hätte die Bundesregierung nicht gestützt, erklärt Ahmetovic. Mehrere EU-Mitglieder hatten sich bereits 2025 angesichts Israels Vorgehen im Gaza-Krieg für eine Aussetzung des Assoziierungsabkommens ausgesprochen. Zu einem Beschluss kam es jedoch nie. Die israelische Invasion des Libanon und ein neues Gesetz zur Einführung der Todesstrafe für Palästinenser im Westjordanland führen nun dazu, dass das Thema wieder aufgegriffen wird.

+++ 05:37 Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus +++

Für einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen treffen sich heute Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London. Das von Großbritannien und Frankreich ausgerichtete zweitägige Planungstreffen folgt auf eine internationale Konferenz in der französischen Hauptstadt in der vergangenen Woche. London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Auch Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

+++ 04:45 Kerosinkosten steigen - United Airlines enttäuscht mit Ausblick +++

Die angesichts des Iran-Kriegs gestiegenen Kerosinkosten machen auch der US-Fluggesellschaft United Airlines einen Strich durch die Rechnung. Der Konzern rechnet wegen der höheren Ausgaben im Quartal und auch im Gesamtjahr mit weniger Gewinn als von Analysten vorhergesagt. Zwar bleibe die Nachfrage nach Premium-Reisen robust, die gestiegenen Treibstoffkosten drückten jedoch auf die Margen, teilt das Unternehmen mit. Für das zweite Quartal stellte United einen Gewinn von 1,00 bis 2,00 Dollar je Aktie in Aussicht, der Mittelwert von 1,50 Dollar liegt aber deutlich unter den 2,08 Dollar, die Experten im Schnitt vorhergesagt haben. Der durch den Krieg im Iran ausgelöste Treibstoffschock belastet neben Verbrauchern an den Tankstellen auch die Luftfahrtbranche. So hat in den USA Delta Air Lines bereits Wachstumspläne gestrichen, während Alaska Air ihre Jahresprognose zurückzog.

+++ 03:17 Verlängerte Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum +++

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über 100 Dollar. Anschließend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus.

+++ 02:08 US-Finanzminister: Blockade nimmt Iran wichtige Einnahmen +++

Die anhaltende Blockade des iranischen Seehandels beeinträchtigt nach Meinung von US-Finanzminister Scott Bessent Teherans Wirtschaftskraft schwer. Die Lager auf der für den Ölhandel wichtigen Insel Charg würden in wenigen Tagen voll sein, weshalb die Ölfelder stillgelegt werden müssten, schreibt Bessent auf X. "Die Beschränkung des iranischen Seehandels zielt direkt auf die wichtigsten Einnahmequellen des Regimes ab." US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er verlängere die Waffenruhe mit dem Iran. An der Seeblockade will er indes festhalten. Sie betrifft Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern.

+++ 00:45 Hisbollah: Vergeltungsangriff mit Drohnen und Raketen auf den Norden Israels +++

Die proiranische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben den Norden Israels angegriffen. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen eine Militäreinrichtung im Norden Israels gerichtet, erklärt die Miliz. Es handele sich um Vergeltung für einen Verstoß Israels gegen eine zehntägige Waffenruhe, die am Freitag begonnen hatte.

+++ 23:40 USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk +++

Die USA belegen ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen. Das Finanzministerium setzt nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste. Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.

+++ 22:20 Trump: Waffenruhe mit dem Iran wird verlängert +++

Kurz vor Ende der Waffenruhe gibt US-Präsident Donald Trump dem Iran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung und verlängert überraschend die Feuerpause überraschend. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilt. Eine neue Frist mit Termin setzt der US-Präsident nicht. Unklar bleibt bislang, ob sich auch der Iran und Israel an die Feuerpause gebunden fühlen.

+++ 22:05 Im Fall neuer Angriffe: Iran droht mit Beendigung von Öl-Produktion in Golfregion +++

Die iranischen Revolutionsgarden drohen bei Angriffen vom Territorium seiner Nachbarstaaten aus auf den Iran damit, die Ölproduktion in der Golfregion zu beenden. "Die südlichen Nachbarn sollten wissen: Wenn ihre geografische Lage und ihre Einrichtungen dazu genutzt werden, im Dienste der Feinde Angriffe auf die iranische Nation zu starten, können sie sich von der Ölförderung im Nahen Osten verabschieden", zitiert die Nachrichtenagentur Fars den Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarden, Madschid Mussawi. Die Drohung erfolgt kurz vor dem Auslaufen einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte mit massiven Angriffen gedroht, sollten die US-Forderungen bis zum Ende der Waffenruhe nicht erfüllt werden. Seit Beginn des Kriegs durch US-israelische Angriffe Ende Februar hat der Iran wiederholt Angriffe auf Golfstaaten ausgeführt, denen Teheran vorwirft, Washington zu helfen.

+++ 21:30 Iran: USA verstoßen mit Blockade gegen Waffenruhe +++

Kurz vor Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wirft Teheran Washington erneut Verletzungen der Feuerpause vor. "Iranische Häfen zu blockieren, ist ein kriegerischer Akt und somit ein Verstoß gegen die Waffenruhe", schreibt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Der Angriff auf ein Handelsschiff und die "Geiselnahme" seiner Besatzung sei ein noch schwerwiegenderer Verstoß. US-Streitkräfte hatten in der Nacht zu Dienstag einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war. Während die Zeit für eine Einigung zwischen den USA und dem Iran angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe drängt, ist nach wie vor unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende seine Bereitschaft dazu signalisiert - und sich bis zuletzt optimistisch gegeben. Die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance verzögert sich jedoch US-Medienberichten zufolge. Aus dem Iran gibt es bisher keine offizielle Zusage für weitere Friedensgespräche in Pakistan.

+++ 21:00 Trump bleiben fast nur neue militärische Angriffe +++

Die Welt blickt nach Pakistan, wo Vertreter des Iran und der USA erneut zusammenkommen sollen, um über den Krieg im Nahen Osten zu verhandeln. ntv-Korrespondent Gordian Fritz spricht über das "Säbelrasseln" vor den Gesprächen und erklärt, ob Trump bereits eine "lame duck" ist.

+++ 20:30 Friedensgespräche in der Schwebe: Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich +++

Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichten die "New York Times" und der Sender CNN. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weißen Haus teilzunehmen, hieß es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. "Axios"-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, noch in den USA befänden. Das Flugzeug, das sie am Vormittag von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Mittag abgehoben - und hätte sich auf den Weg nach Washington gemacht. Dort trafen laut CNN auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus ein. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf einen US-Beamten, dass die Reise von Vance nach Pakistan vorerst gestoppt worden sei, nachdem Teheran nicht auf Verhandlungspositionen der USA reagiert habe. Ohne eine Antwort aus dem Iran sei der diplomatische Prozess faktisch unterbrochen, auch wenn die Reise nicht abgesagt worden sei, zitiert die Zeitung den Beamten. Die Reise könnte jederzeit wieder angesetzt werden, falls der Iran in einer Weise reagiere, die Trump für akzeptabel halte.

+++ 19:50 Hormus-Passage überstanden - erster Frachter erreicht China +++

Wochenlang festgesetzt - jetzt zurück: Ein chinesischer Frachter schafft es trotz Blockade durch die Straße von Hormus. Zehntausende Seeleute warten weiter. Die USA setzen derweil weiter auf eine Abschottung der wichtigen Handelsroute, um den Iran unter Druck zu setzen.

+++ 19:10 Neue Zwischenfälle gefährden Waffenruhe im Libanon +++

Trotz der im Libanon geltenden Waffenruhe zwischen proiranischer Hisbollah-Miliz und Israel hat Israels Armee eigenen Angaben zufolge Personen dort angegriffen. Diese hätten von Israel kontrolliertes Gebiet betreten und eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt, teilt das Militär mit. Damit hätten sie gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen. Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, zwei libanesische Männer hätten sich auf verdächtige Weise einer Gegend im Süden des Landes genähert, die Zivilisten derzeit nicht betreten dürften. In der Nacht zum Freitag war eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel in Kraft getreten. Seitdem gibt es aber immer wieder Zwischenfällen im Libanon. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es weiter, Israels Armee habe außerdem zwei Raketen auf eine Gegend im Süden des Landes gefeuert. Zudem gab es demnach israelischen Artilleriebeschuss auf einen weiteren Ort im Südlibanon. Das israelische Militär äußert sich auf Anfrage zunächst nicht zu beiden Vorfällen.

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