Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:12 Russen greifen Odessa an +++
Russische Drohnen greifen mehrere Wohnhäuser in der ukrainischen Schwarzmeerhafenstadt Odessa an, lösen Brände aus und verletzen mindestens drei Menschen, wie lokale Beamte mitteilen. "Es wurden zwei Hochhauswohngebäude, ein weiteres Wohnhaus im historischen Zentrum der Stadt sowie Privathäuser beschädigt", schreibt Serhyj Lysak, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Telegram. "Es brachen Brände aus, die aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten."
+++ 05:41 Ukraine greift Sewastopol mit Drohnen an +++
Ukrainische Streitkräfte haben einen Drohnenangriff auf die Stadt Sewastopol auf der besetzten Krim gestartet. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf russische Telegram-Medienkanäle und Anwohneraussagen. Im Stadtzentrum waren Explosionen zu hören. Anwohner berichteten, dass ein Gebäude, in dem das 3. Funktechnische Luftverteidigungsregiment der russischen Streitkräfte untergebracht ist, Ziel des Angriffs war. Der von Russland eingesetzte Stellvertretergouverneur Michail Raswoschajew behauptet, dass 27 Drohnen beim Anflug auf die Stadt abgeschossen worden seien.
+++ 04:46 Showdown in Brüssel? Merz will Orbans Blockade kippen +++
Beim ersten regulären EU-Gipfel des Jahres droht heute eine offene Konfrontation zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Hintergrund ist die weiterhin anhaltende ungarische Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Orban will diese erst beenden, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Merz sagte hingegen am Mittwoch im Bundestag, man dürfe keine Rücksicht auf ein einzelnes EU-Land nehmen, das aus innenpolitischen Gründen und wegen eines laufenden Wahlkampfs eine Blockade aufbaue. Unklar ließ er, wie Orban zum Einlenken gebracht werden könnte.
+++ 03:55 Reiche und Pistorius beraten mit Verteidigungsindustrie über Produktionsausbau +++
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Verteidigungsminister Boris Pistorius beraten heute in Berlin mit Vertretern der Verteidigungsindustrie über Wege zu einem schnelleren Ausbau der Rüstungsproduktion. Im Rahmen des Industriedialogs Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) soll es bei dem Spitzentreffen im Wirtschaftsministerium darum gehen, wie sich Lieferprozesse beschleunigen lassen und wie die Verteidigungsindustrie ihre Produktion gemäß dem Bedarf der Bundeswehr hochfahren kann.
+++ 02:49 Selenskyjs Zustimmungswerte seit Februar stark gestiegen +++
Laut einer Umfrage des Internationalen Instituts für Soziologie in Kiew ist die Zustimmung der Ukrainer zu Präsident Wolodymyr Selenskyj von 53 Prozent im Februar auf 62 Prozent Anfang März gestiegen. 32 Prozent der Befragten lehnen Selenskyj ab. Zuvor war Selenskyjs Zustimmungswert von 61 Prozent im Januar auf 53 Prozent im Februar gesunken, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die Umfrage. Als Russland im Februar 2022 seinen Überfall auf die Ukraine begann, stieg Selenskyjs Beliebtheit von 37 auf 90 Prozent. Seitdem schwankten Selenskyjs Beliebtheitswerte erheblich. Im Mai 2025 erreichte seine Zustimmung einen Höchststand von 74 Prozent, als er die Interessen der Ukraine verteidigte, während US-Präsident Donald Trump versuchte, Kiew Zugeständnisse aufzuzwingen.
+++ 01:59 "Für Europa, für die Ukraine": EVP-Chef Weber grenzt sich von Rechten ab +++
Überschattet von der Diskussion über die Zusammenarbeit mit der AfD und anderen Rechten im Europäischen Parlament feiert die Parteienfamilie von CDU und CSU ihr 50-jähriges Bestehen. Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, bezeichnet rechtsextreme und rechtspopulistische Kräfte bei der Feier in Brüssel als Hauptgegner. Wer die europäische Integration infrage stelle, sei "politischer Feind" der EVP, sagt Weber. Als Vorsitzender habe er die Brandmauer definiert: "Wir arbeiten und kooperieren nur auf der Grundlage von drei Grundprinzipien: für Europa, für die Ukraine und für die Rechtsstaatlichkeit."
+++ 00:51 Russische Drohnen greifen Westukraine an +++
Die russische Armee greift mit Drohnen mehrere Ziele im Westen der Ukraine an. In der Großstadt Lwiw habe eine Drohne das regionale Hauptquartier des Geheimdienstes SBU beschädigt, teilt Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht. Im Gebiet Wolyn wird eine Anlage der Energieversorgung nahe der Stadt Nowowolynsk attackiert. Deswegen fällt für etwa 30.000 Haushalte der Strom aus, wie Militärgouverneur Roman Romanjuk auf Telegram schreibt.
+++ 23:28 Kiew: Russen schüchtern ungarische Minderheit ein +++
Der ukrainische Geheimdienst SBU deckt nach eigenen Angaben eine Einschüchterungskampagne russischer Dienste gegen die ungarische Minderheit in der Ukraine auf. Damit solle das gespannte Verhältnis zwischen Ungarn und der Ukraine weiter belastet werden, teilt der SBU in Kiew mit. Demnach erhielten Angehörige der Minderheit im Gebiet Transkarpatien in der Westukraine anonyme Anrufe. Die Unbekannten gaben sich als ukrainische Polizisten oder nationale Aktivisten aus, wie es weiter heißt. Sie drohten den Ungarn und forderten sie auf, die Ukraine zu verlassen. Die Herkunft der Anrufe werde technisch verschleiert, sie stammten aber aus Russland. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verbreitet die Nachricht auf dem Portal X.
+++ 22:10 Ukraine begrüßt die Entscheidung Polens, russischen Archäologen auszuliefern +++
Kiew begrüßt laut dem Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhii Tykhyi, die Entscheidung des Warschauer Bezirksgerichts über die Auslieferung des russischen Archäologen Alexander Butyagin an die Ukraine (Eintrag 15:43 Uhr). Der bekannte russische Forscher steht im Verdacht, illegale Ausgrabungen auf der von Russland besetzten Krim durchgeführt zu haben. Moskau hatte zuvor die Entscheidung Warschaus kritisiert, spricht von einer "politischen" Entscheidung und fordert die Freilassung Butjagins (Eintrag 16:02 Uhr). In der Ukraine drohen Butyagin wegen der "Zerstörung von Kulturerbestätten" bis zu zehn Jahre Haft. Den entstandenen Schaden geben die ukrainischen Behörden mit umgerechnet rund vier Millionen Euro an. Butjagin war im Dezember 2025 von polnischen Behörden auf Ersuchen Kiews bei der Durchreise festgenommen worden.
+++ 21:15 Tschechisches Militär bildet über 9500 ukrainische Soldaten aus +++
Tschechische Ausbilder haben in den vier Jahren des russischen Krieges gegen die Ukraine mehr als 9500 ukrainische Soldaten ausgebildet. Dies sei sowohl auf heimischen Übungsplätzen als auch in Nachbarländern geschehen, sagt der Chef des Generalstabs der tschechischen Streitkräfte, Karel Řehka, in einem Interview mit Ukrinform. "Insgesamt wurden in den Jahren 2022 - 2024 fast 4300 Militärangehörige in Tschechien und 2770 in Polen ausgebildet. Im Jahr 2025 werden es 365 in Tschechien und 2115 in Polen und Deutschland sein", sagt Řehka und erklärt, dass das tschechische Militär über mobile Ausbildungsgruppen in verschiedenen Fachrichtungen verfüge, die in Deutschland und Polen eingesetzt würden. Die Ausbildung findet größtenteils unter der Schirmherrschaft der Militärhilfemission der Europäischen Union zur Unterstützung der Ukraine (EUMAM Ukraine) statt, fügt er hinzu. Die Ausbildung konzentriert sich auf die medizinische Versorgung, die Bekämpfung von improvisierten Sprengsätzen, den Umgang mit Waffen, Pionierwesen und den Schutz vor chemischen, biologischen und nuklearen Bedrohungen.
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