Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:31 Geheimdienst: Haben Hälfte der russischen Pantsir-Flugabwehrsysteme zerstört +++
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben die Hälfte der russischen Pantsir-Flugabwehrsysteme zerstört, "Das Pantsir-System ist eines der modernsten und wichtigsten Flugabwehrsysteme Russlands. Die Kosten eines einzelnen Systems liegen zwischen 15 und 20 Millionen US-Dollar. Diese Flugabwehrraketensysteme sind äußerst effektiv im Kampf gegen ukrainische Langstreckendrohnen", heißt es in einer Mitteilung. Die "systematische Zerstörung" des Flugabwehrsystems habe das "strategische Ziel", so der SBU, Russland für Langstreckenangriffe verwundbar zu machen.
+++ 07:08 Russische Oblast Krasnodar Ziel von Drohnenangriff +++
Die russische Oblast Krasnodar ist Gouverneur Wenjamin Kondratjew zufolge Ziel eines schweren ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Der Hafen Taman sei beschossen worden. Ein Feuer sei ausgebrochen. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals des Hafens seien beschädigt worden, teilt Kondratjew mit. Krasnodar war wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
+++ 06:14 Drohne trifft Wohnhaus: Drei Menschen bei russischem Angriff auf Saporischschja verletzt +++
Bei einem Angriff des russischen Militärs in Saporischschja sind drei Menschen verletzt worden, wie Ivan Fedorow, Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, bei Telegram mitteilt. "Durch den Angriff einer russischen Shahed-Drohne ist ein Wohnhaus beschädigt worden und ein Feuer ausgebrochen", schreibt er. Laut Fedorow handelt es sich bei den drei Verletzten um einen 75-jährigen Mann und zwei Frauen im Alter von 73 und 55 Jahren.
+++ 05:08 Berichte: Hunderte Drohnen über russischer Region Krasnodar +++
Die Ukraine hat offenbar einen großen Schwarm Drohnen über die russische Region Krasnodar gesteuert und die dortige Luftabwehr überlastet. Das berichtet unter anderem der ukrainische Telegram-Kanal Exilenova. Es soll zahlreiche Explosionen gegeben haben. Beobachter sprechen von bis zu 200 Drohnen, die auf dem Weg Richtung Krim seien. Laut "Ukrajinska Prawda" haben herabstürzende Drohnentrümmer ein Ölterminal in Brand gesetzt.
+++ 02:21 Hillary Clinton: Trumps Ukraine-Politik ist beschämend +++
Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton bezeichnet die Haltung von Präsident Trumps zur Ukraine als "schändlich". "Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin zu zwingen, für beschämend", sagt die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, so die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren.
+++ 00:55 "Jetzt zahlen wir für diesen Krieg": Polens Außenminister fordert Einbindung der Europäer in Verhandlungen +++
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski fordert eine Einbindung der Europäer bei den Verhandlungen über ein Kriegsende. Europa habe die USA als Hauptgeber der Ukrainehilfen abgelöst und daher jedes Recht, mit am Verhandlungstisch zu sitzen, sagt Sikorski bei einer Podiumsdiskussion auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Solange die USA der wichtigste Geber gewesen seien, sei deren Führungsrolle selbstverständlich gewesen. Im vergangenen Jahr habe sich der Anteil der europäischen Hilfen aber drastisch erhöht. "Jetzt zahlen wir für diesen Krieg. Die amerikanischen Ausgaben dafür waren im letzten Jahr nahezu null. Wir kaufen amerikanische Waffen, die an die Ukraine geliefert werden. Im US-Kongress gibt es kein Hilfspaket, und es besteht auch keine Aussicht auf ein solches. Und wenn wir zahlen, wenn es auch um unsere Sicherheit geht – nicht nur um die der Ukraine –, dann haben wir ein Anrecht darauf, mit am Verhandlungstisch zu sitzen", so Sikorski.
+++ 23:40 Selenskyj: USA wollen Sicherheitsgarantie für 15 Jahre geben +++
Die Vereinigten Staaten bieten der Ukraine laut Präsident Selenskyj Sicherheitsgarantien für 15 Jahre an. Kiew strebe jedoch eine Zusage für mindstens 20 Jahre an, erklärt der ukrainische Präsident im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz gegenüber Journalisten, wie "Ukrainska Pravda" berichtet. "Heute liegt uns ein Angebot der USA für 15 Jahre vor. Wir möchten jedoch 20 Jahre plus - 30, 50 ... Wir werden sehen, worauf sich die Regierung und der Kongress einigen können."
+++ 22:08 Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden. Die Auszeichnung verlieh ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder in der Münchner Residenz. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Tusk sagte, das ukrainische Volk verdiene den größten Respekt der gesamten freien Welt. Die Ukraine zahle den höchsten Preis für ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung für ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.
+++ 21:19 "Wir sind am Arsch": Zehn Ukrainer besiegen zwei Nato-Bataillone +++
Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, haben zehn ukrainische Soldaten bei einer Übung zwei Nato-Bataillone im Alleingang besiegt. Demnach fand die Übung im Mai 2025 statt. Rund einen halben Tag habe es gebraucht, bis die Ukrainer mithilfe ihrer Drohnen-Strategie die Truppen mitsamt 17 Fahrzeugen ausgeschaltet hatten. Die Nato-Truppen "liefen einfach durch die Gegend, ohne irgendwelche Tarnung zu nutzen, stellten ihre Zelte und Fahrzeuge einfach ab", beschreibt ein Teilnehmer. Mehreren Quellen der Zeitung zufolge fasste ein Nato-Kommandeur die Übung mit drastischen Worten zusammen: "Wir sind am Arsch."
+++ 20:26 Selenskyj äußert sich zu Macrons Wunsch zu Dialog mit Putin +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nichts dagegen, dass der französische Präsident Emmanuel Macron an den Verhandlungen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin beteiligt ist. Er betont jedoch, wie wichtig es ist, dass Europa zusammenarbeitet. "Das ist seine Entscheidung, er hat mir davon erzählt. Emmanuel war mir gegenüber sehr ehrlich", sagt Selenskyj. "Ich denke, dass Europa entscheiden muss, wie es die Verhandlungen koordinieren will. Denn meiner Meinung nach wird Putin mit der einen Seite spielen, dann mit der anderen, dann mit der dritten und mit der vierten, um Europa zu spalten und jedem etwas zu geben, damit sie das Gefühl haben, dass sie ein entscheidendes Mitspracherecht haben."
+++ 19:36 Europäer sagen Ukraine neue Hilfe für Energieversorgung zu +++
Die Europäer sagen der Ukraine bei einem Treffen im sogenannten Berlin-Format am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz weitere Hilfe zu. Dabei gehe es um Energiehilfe, um die Folgen der anhaltenden Luftschläge gegen die zivile Infrastruktur zu lindern, heißt es in Regierungskreisen. Es sei auch um Militärhilfe gegangen. Teilnehmer seien Kanzler Friedrich Merz, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie die Präsidenten bzw. Regierungschefs aus Frankreich, Finnland, Großbritannien, Polen, Norwegen, Dänemark, Schweden, Estland, der Niederlande, sowie die Spitzen von Nato, EU-Rat und EU-Kommission und die Außenminister Italiens und Kanadas gewesen. Merz hatte Selenskyj vorher bilateral getroffen.
+++ 18:44 Starmer: "Hard power ist die Währung unserer Zeit" +++
Der britische Premierminister Keir Starmer mahnt angesichts der Bedrohung durch Russland eine Aufrüstung der europäischen Partner an. "Hard power", die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei "die Währung unserer Zeit", sagt Starmer, und diese müsse aufgebaut werden. "Wir müssen in der Lage sein, Aggression abzuschrecken, und ja, wenn nötig, müssen wir bereit sein, zu kämpfen, alles zu tun, was erforderlich ist, um unsere Mitmenschen, unsere Werte und unsere Lebensweise zu schützen", sagt Starmer, der betont: "Wir suchen keinen Konflikt. Unser Ziel ist dauerhafter Frieden." Europa müsse dafür auf eigenen Füßen stehen, unabhängiger vom größten Nato-Partner USA. Auch im Falle eines Friedensabkommens in der Ukraine, "auf das wir alle intensiv hinarbeiten", würde die Aufrüstung Russlands die Gefahr für Europa nur noch verstärken.
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