Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:52 Tusk: Russische Eskalation kann auch Polen treffen +++

14.09.2026, 00:01 Uhr

Nach russischen Angriffen auf einen polnisch-ukrainischen Grenzübergang und einen Personenzug warnt der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, dass die Eskalation seitens Russlands in den kommenden Monaten zunehmen könnte. "Die Eskalation der Aktionen der Russischen Föderation wird zur Tatsache und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenzen heran", sagt Tusk bei einer Besprechung mit Vertretern des Verteidigungsministeriums. "Es ist zu erwarten, dass die nächsten Wochen und Monate von sehr intensiven Aktionen seitens Russlands geprägt sein werden. Leider können wir nicht ausschließen, dass diese Eskalation auch unser Staatsgebiet betreffen wird."

+++ 06:21 Russischer Angriff an polnischer Grenze: Französische Präsidentschaftskandidaten für härtere Sanktionen +++

Die französischen Präsidentschaftskandidaten Gabriel Attal und Édouard Philippe haben die Europäer aufgefordert, die Unterstützung für die Ukraine nach dem russischen Angriff auf einen Zug nahe der ukrainisch-polnischen Grenze zu verstärken. Der frühere französische Premierminister und Vorsitzende der Horizons-Partei, Édouard Philippe, schreibt auf der Plattform X, der Drohnenangriff auf einen zivilen Zug - der nach einem versuchten Anschlag in Leipzig stattfand - zeige die gefährliche Logik hinter den Aktionen des Kremls. "Dies beweist einmal mehr, dass Wladimir Putin glaubt, er könne tun, was er wolle", schreibt Philippe. Seiner Ansicht nach ist es an der Zeit, dass Europa die Sanktionen gegen Russland verschärft, deren Einhaltung sicherstellt und die Hilfe für den ukrainischen Widerstand verstärkt.

+++ 05:41 Ukraine startet Großangriff auf Sotschi +++

Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht die russische Stadt Sotschi angegriffen und Brände und Explosionen in der Stadt verursacht. Laut den ukrainischen Überwachungskanälen Exilenova+ und Supernova+ zielte ein großangelegter ukrainischer Drohnenangriff auf Ziele in dem Schwarzmeer-Kurort, der etwa 650 bis 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt in der russischen Region Krasnodar liegt. Der "Kyiv Independent" verweist auf Aufnahmen von Einwohnern Sotschis, die Explosionen vor dem erhellten Nachthimmel und mindestens einen Großbrand in der Stadt zeigen. Sotschis Bürgermeister Anatoli Pachomow bestätigte den Einsatz russischer Luftverteidigungssysteme. 

+++ 05:08 Ukrainischer Militärgeheimdienst: Russland hat fast 30.000 Ausländer rekrutiert +++

Russland versucht, seine Verluste auf dem Schlachtfeld durch die systematische Rekrutierung ausländischer Söldner auszugleichen. Schätzungen des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR) zufolge hat die russische Armee bereits mehr als 28.000 Ausländer für Russlands Angriffskrieg rekrutiert. Der Chef der HUR, Generalleutnant Oleh Ivashchenko, sagt in einem Interview mit der "Times", die Ukraine arbeite daran, Russlands Rekrutierungsbemühungen im Ausland zu stoppen. "Wir arbeiten daran, dies zu unterbinden, indem wir den zuständigen Sicherheits- und Nachrichtendiensten Informationen zur Verfügung stellen. Wir führen außerdem nicht-militärische Operationen durch, um die Bevölkerung der betroffenen Länder zu informieren", sagt er. 

+++ 03:56 EU-Arktis-Gipfel: Finnischer Botschafter warnt vor wachsendem Einfluss Chinas und Russlands +++

Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland vor wachsendem Interesse Chinas und Russlands an der Region. "Es besteht wirtschaftliches Interesse, es besteht Interesse an den seltenen Mineralien und auch an den sich öffnenden Seewegen", sagt der Diplomat Kai Sauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das merkt man in Grönland und auch in unserem Umfeld." Der Botschafter äußert sich selbstbewusst über die Rolle Finnlands. "Wir sind ein starker Player in der Arktis und müssen uns nicht verstecken", sagt Sauer. Finnland plane 80 Prozent aller Eisbrecher weltweit, 60 Prozent dieser Schiffe würden in Finnland hergestellt - "auch wenn andere sich große Mühe geben".

+++ 03:02 Reservistenverband will "Operationsplan Deutschland" aus Sachsen-Anhalt zurückholen +++

Der Reservistenverband will den Operationsplan Deutschland aus der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt zurückholen, falls die AfD in Magdeburg die Regierung übernimmt. "Die AfD ist eine große Gefahr für unser Land", sagt Verbandschef Bastian Ernst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sie in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen würde, dann würden der Operationsplan Deutschland und weitere relevante Informationen mit ziemlicher Sicherheit nach Russland abfließen. Deshalb sollte man den Plan aus Sachsen-Anhalt zurückholen", fordert der CDU-Politiker. Der mehr als 1000 Seiten umfassende Operationsplan Deutschland liegt bei allen 16 Landesregierungen. Das streng geheime Dokument enthält die zentralen Vorkehrungen für die Landes- und Bündnisverteidigung im Ernstfall eines Krieges gegen Russland und umfasst auch vorgesehene Nato-Bewegungen in Europa. 

+++ 01:42 Finnischer Botschafter fordert führende Rolle Deutschlands bei Nato-Veränderung +++

Der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer, mahnt eine führende Rolle der Deutschen bei der Neugestaltung der Nato an. Angesichts des nachlassenden Interesses der Amerikaner an dem Bündnis sei es wichtig, "dass die Nato strukturiert und stabil europäisiert wird", sagt Sauer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland spiele dabei eine wichtige Rolle. Zugleich betont er Finnlands "neue Realität", wonach die Ostgrenze des Landes seit dem Nato-Betritt Helsinkis ebenfalls Nato-Grenze sei. Mit Blick auf den EU-Arktis-Gipfel am Montag im finnischen Rovaniemi sagt Sauer: "Schweden, Norwegen und Finnland sind traditionell Länder, die eher Stabilität erzeugen, als sie zu schmälern. Auch in der Arktis treten wir so auf - nicht aggressiv, aber ohne Kompromisse bei unserer Abschreckung zu machen."

+++ 00:32 Bericht: Ukraine greift besetztes Mariupol an  +++

Ukrainische Streitkräfte haben am späten Abend die Energieinfrastruktur in der besetzten Stadt Mariupol attackiert. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf russische Nachrichtenkanäle. Nach den Angriffen sei ein Teil der Stadt ohne Strom gewesen, ein Gebäude im besetzten Mariupol sei getroffen worden, vorher sei die russische Luftabwehr aktiv geworden, heißt es mit Verweis auf den Telegram-Kanal Exilenova Plus. 

+++ 23:15 Nach russischem Drohnenangriff: Polen evakuiert 600 Menschen an Grenze zur Ukraine +++

Mehr als 600 Menschen sind über Nacht von den polnischen Grenzübergängen "Dorohusk" und "Hrebenne" an der Grenze zur Ukraine wegen der Bedrohung durch russische Drohnen evakuiert worden. Laut Ukrinform wurde dies während einer Dringlichkeitssitzung im Sicherheitszentrum der polnischen Regierung berichtet. Daran nahmen Premierminister Donald Tusk und Vertreter der polnischen Grenzpolizei teil. Demnach wurde die Fahrzeugabfertigung auf ukrainischer Seite ab Samstag, 14:00 Uhr aufgrund der drohenden russischen Drohnenangriffe ausgesetzt. Auch Polen hat als Reaktion auf die Lage in der Ukraine die Abfertigung an seinen Grenzübergängen eingestellt.

+++ 22:15 Bericht: Kanada erwägt Unterstützung eines EU-Kredits für Kiew +++

Kanada ist derzeit offenbar in Verhandlungen über die Unterstützung eines Darlehens der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Beide Seiten hofften demnach, sich noch vor einem EU-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf den Beitrag Kanadas zu einigen. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Kanada strebe angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft".

+++ 21:33 Tusk nach Zug-Angriff: "Eskalation von russischer Seite nun Realität" +++

Die polnische Regierung wirft Moskau nach dem heutigen Angriff auf einen Personenzug in der ukrainischen Grenzregion eine Verschärfung des Konflikts vor. "Die Eskalation von russischer Seite ist nun Realität geworden - und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenze heran", sagt Polens Regierungschef Donald Tusk bei einer Sitzung des Krisenstabs.

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