Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:01 Ex-Außenminister wird für Friedensvorschlag gerügt +++
Der ehemalige iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat laut der Nachrichtenagentur Fars eine Rüge erhalten, nachdem er in einem Artikel in der Zeitschrift "Foreign Affairs" einen Fahrplan zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen hatte. Fars berichtet, Zarifs Gastbeitrag sei "als der nationalen Sicherheit zuwiderlaufend eingestuft worden", ohne jedoch näher auf die Art der Rüge einzugehen. In seinem Artikel argumentiert Zarif, dass eine Verlängerung des Konflikts für Teheran zwar "psychologisch befriedigend" sein möge, jedoch nur zu weiteren Opfern unter der Zivilbevölkerung und zur Zerstörung der Infrastruktur führen würde.
+++ 06:29 13 Tote bei Angriffen nahe Teheran +++
Bei einem Angriff auf ein Wohngebiet südöstlich von Teheran wurden mindestens 13 Menschen getötet. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Darunter sollen sich nach Angaben von Al Jazeera auch sechs Kinder befinden.
+++ 05:57 Teheran reagiert auf Trump mit massiver Drohung +++
Das oberste Kommando der iranischen Streitkräfte hat im Falle von Angriffen auf zivile Ziele im Iran mit Vergeltung gedroht. "Sollten Angriffe auf zivile Ziele wiederholt werden, werden die nächsten Phasen unserer Offensiv- und Vergeltungsoperationen weitaus verheerender und umfassender ausfallen", erklärt ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos Chatam al-Anbija in einer Stellungnahme, die vom iranischen Staatssender Irib im Onlinedienst Telegram veröffentlicht wurde. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die zivile Infrastruktur des Iran zu zerstören. Zugleich forderte er Teheran dazu auf, seinen Forderungen nach einem Abkommen zur Wiederöffnung des Golfs für den Schiffsverkehr nachzukommen.
+++ 05:20 Bericht: Vermittler drängen auf Waffenruhe +++
Die USA, der Iran und regionale Vermittler diskutieren weiter über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA, Israel und der Region. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Den Quellen zufolge sind die Chancen, in den nächsten 48 Stunden eine Teilvereinbarung zu erzielen, allerdings gering. Laut Axios wird es aber als letzte Möglichkeit gesehen, eine dramatische Eskalation des Krieges zu verhindern
+++ 04:01 Iran: Hormus-Öffnung nur mit Transitgebühren +++
Der Iran reagiert auf das jüngste Ultimatum von US-Präsident Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen. Die Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", schreibt der Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten. Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wird von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel." Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.
+++ 02:32 Iran: Fünf Tote bei Angriff auf Ghom +++
Bei einem Angriff der USA und Israels in der iranischen Stadt Ghom südlich von Teheran sind nach iranischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur SNN unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Region. Über die Ziele der Angriffe ist bislang nichts bekannt. Ghom ist das religiöse Zentrum des Iran. In der Umgebung der Stadt befinden sich ein Raketentestgelände und eine Anlage des iranischen Atomprogramms.
+++ 00:29 Trump will sich bei Pressekonferenz zu Soldatenrettung äußern +++
Nach der Rettung eines US-Waffenoffiziers im Iran will Präsident Trump heute im Weißen Haus eine Pressekonferenz mit Vertretern des Militärs geben. Sie könnte Aufschluss darüber geben, wie es dem schwer verletzten Soldaten mittlerweile geht und wie genau der heikle Rettungseinsatz auf feindlichem Gebiet abgelaufen ist. Der Kampfjet war vom Iran abgeschossen worden. Auch der Pilot wurde gerettet.
+++ 23:00 Elf Tote bei israelischen Angriffen im Libanon +++
Mindestens elf Menschen kommen im Laufe des Tages bei israelischen Angriffen im Libanon ums Leben. Ein Luftangriff habe das südliche Beiruter Viertel Dschnah getroffen, dabei seien vier Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden, meldet das Gesundheitsministerium. Das Viertel ist eine Hochburg der Hisbollah-Miliz. Nach Angaben der israelischen Armee waren von der Hisbollah genutzte Gebäude und Anlagen in Beirut Ziel der Angriffe. Zuvor waren bei Angriffen im Süden des Landes nach Angaben des Zivilschutzes bereits sieben Menschen getötet worden.
+++ 22:04 Kuwait meldet schwere Schäden nach iranischem Drohnenangriff +++
Nach einem iranischen Drohnenangriff meldet die Kuwait Petroleum Corporation schwere Sachschäden. Der Angriff löst Brände in den Betriebsanlagen aus, teilt der Konzern mit. Verletzte gibt es demnach nicht. Einsatzkräfte arbeiten daran, die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Einrichtungen zu verhindern.
+++ 21:16 Mindestens vier Verletzte nach Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa +++
Bei einem iranischen Raketenangriff in Israel sind am Sonntag mindestens vier Menschen verletzt worden. Eine Rakete habe ein Wohnhaus in der Stadt Haifa direkt getroffen, teilte ein Armeevertreter mit. Der Einschlag sei Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle iranischer Angriffe erfolgt. Nach Angaben des israelischen Rettungsdiensts Magen David Adom wurden in dem siebenstöckigen Wohngebäude vier Menschen verletzt, darunter ein 82-jähriger Mann. Er habe schwere Verletzungen erlitten, zwei Frauen und ein Baby nur leichte. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
+++ 20:29 Nach Trumps Drohungen: Iran warnt vor "gefährlichem Spiel" +++
Nach den wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Teheran hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf vor einem "gefährlichen Spiel" gewarnt. Auf der Plattform X schrieb Ghalibaf, mit "Kriegsverbrechen" lasse sich "nichts erreichen". Die einzige Lösung bestehe darin, "die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden". Ghalibaf, der seit Kriegsbeginn zu den einflussreichsten Politikern des Irans zählt, warnte, die "leichtsinnigen Schachzüge" könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen.
+++ 19:41 Trump verlängert Ultimatum mutmaßlich bis Dienstag +++
US-Präsident Donald Trump hat seine Frist an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus mutmaßlich noch einmal verlängert. Abschließende Klarheit darüber besteht aber nicht, da Trump ohne Kontext via Truth Social die Zeitangabe "Dienstag, 20 Uhr, östliche Zeitzone!" teilte. Es wird angenommen, dass seine Frist an den Iran nun vom Montag- auf den Dienstagabend verschoben wurde. Denn Trump sagte auch dem "Wall Street Journal" in einem Interview: "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, werden sie keine Kraftwerke mehr haben und keine Brücken mehr stehen." Dies passt zu Trumps früherer Ankündigung, Energieanlagen und Brücken am zu attackieren, sollte die Blockade der Meerenge durch den Iran nicht aufgehoben werden.
+++ 19:35 Trump: Werden uns nicht mitten im Iran-Krieg zurückziehen +++
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Bevölkerung versichert, sich nicht vorschnell aus dem Kriegsgeschehen zurückzuziehen. Die Iranerinnen und Iraner hätten Angst, dass sich die USA mitten im Krieg zurückzögen, aber das werde nicht passieren, zitiert das Portal "Axios" aus einem Telefoninterview mit Trump. Es gebe eine große Chance, ein Abkommen zu erzielen, sagte Trump. "Aber wenn sie keinem Deal zustimmen, jage ich dort drüben alles in die Luft."
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