Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:22 Ukrainischer Kampfjet zerstört Shahed über dem Kopf eines filmenden Mannes +++
In sozialen Netzwerken macht ein Video die Runde, in dem ein ukrainischer Kampfjet eine russische Shahed-Drohne direkt über dem Kopf eines filmenden Mannes abschießt. Anschließend regnet es Trümmerteile. Möglicherweise handelt es sich bei dem Kampfjet um eine F-16, die ihre Bordkanone eingesetzt hat:
+++ 06:46 Ukrainische Einheit: Russen verlieren bei Pokrowsk sechs Mal mehr Soldaten +++
Oberst Volodymyr Polevyi, Leiter der Kommunikationsabteilung des 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftlandetruppen, spricht im Interview mit dem Medium The New Voice of Ukraine über die Kämpfe im Raum Pokrowsk. Er beziffert die russischen Verluste auf der Pokrowsk-Achse auf 6.000 pro Monat. "Das sind enorme Zahlen. Das entspricht effektiv zwei Brigaden in voller Stärke." Das Verhältnis der Verluste betrage etwa eins zu sechs zugunsten der Ukraine. "Wichtig ist jedoch, dass die Russen auch an Tempo verlieren. Auf jeden Getöteten kommen etwa 1,3 Verwundete. Auf 100 Getötete kommen 130 Verwundete. Das ist ein schreckliches Verhältnis." Im Falle der Ukraine sollen auf 100 Tote etwa 500 Verwundete kommen. "Und bei dem zuvor genannten Verhältnis von eins zu sechs muss man noch einmal durch etwa fünf teilen, da einige der Verwundeten wieder ihren Dienst aufnehmen." Das Ziel der Ukrainer sei es, die russischen Angreifer zu erschöpfen und zermürben, "während wir unsere Reserven schonen. Wir arbeiten auf taktischer Ebene. Gleichzeitig sammeln der Generalstab und der Oberbefehlshaber irgendwo Reserven für einen Gegenschlag".
+++ 06:16 Besatzer in Luhansk wollen digitalen Rubel einführen +++
Die russischen Behörden haben beschlossen, in dem besetzten Gebiet Luhansk den digitalen Rubel einzuführen. Dies teilt der Leiter der Luhansker Regionalverwaltung, Oleksij Charchenko, auf Telegram mit. "Um keine Papiergeldscheine drucken zu müssen, hat die Russische Föderation beschlossen, den digitalen Rubel einzuführen, der parallel zu den üblichen Zahlungsmitteln existieren soll." Die Zahlung mit der digitalen Währung soll obligatorisch werden, schreibt die ukrainische Plattform Ukrinform und merkt an, dass dies in einem Gebiet geschieht, das größtenteils vom Internet abgeschnitten ist oder dessen Nutzung eingeschränkt ist.
+++ 05:42 Kiew: Lohnrückstände in Russland häufen sich +++
In Russland haben sich die Lohnrückstände im Vergleich zum Vorjahr um das 2,3-Fache erhöht und einen Rekordwert der letzten neun Jahre erreicht. Laut Ukrinform teilt das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation unter dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine dies auf Facebook mit. "Der vom Kreml gegen die Ukraine entfesselte Krieg trifft zunehmend Russland selbst, in erster Linie die einfachen Menschen", stellt das CCD fest. Mehr als 14.700 Russen hatten bis zum Jahresende ihren verdienten Lohn nicht erhalten.
+++ 04:46 Chernovs Dokumentarfilm "2000 Meter bis Andriivka" gewinnt Regiepreis +++
Der Film "2000 Meter bis Andriivka" des ukrainischen Regisseurs und Journalisten Mstyslav Chernov wurde bei der Preisverleihung der Directors Guild of America 2026 mit dem Preis für herausragende Regieleistung im Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der gefeierte Kriegsberichterstatter und Dokumentarfilmer Chernov arbeitete bei diesem Projekt mit dem Associated-Press-Fotografen Oleksandr Babienko zusammen. Chernov ist vor allem für seinen vorherigen Dokumentarfilm "20 Tage in Mariupol" bekannt, der bei den 96. Academy Awards im März 2024 den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewann.
+++ 03:31 Kampf gegen hybride Attacken: Dobrindt will Verfassungsschutz zu Geheimdienst ausbauen +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigt eine Ausstattung des Bundesamtes für Verfassungsschutz mit neuen Befugnissen zur Abwehr hybrider Bedrohungen an. Er strebe "den Ausbau des Verfassungsschutzes zu einem echten Geheimdienst an", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Der Verfassungsschutz "soll operative Fähigkeiten erhalten, die ihm beispielsweise ermöglichen, aktive Abwehrmaßnahmen gegen Cyberattacken aus dem Ausland zu ergreifen und einen Angreifer auch zu stören beziehungsweise seine Infrastruktur zu zerstören." Zuvor hatte die Bundesregierung Russland für einen Cyberangriff auf die Deutsche Flugsicherung und systematische Desinformationskampagnen während der Bundestagswahl im Februar verantwortlich gemacht. Die Vorfälle seien klar der Verantwortung des russischen Militärgeheimdiensts GRU zugeordnet worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.
+++ 02:16 Trump kündigt Besuch von Xi im Weißen Haus an +++
US-Präsident Donald Trump stellt einen Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus am Jahresende in Aussicht gestellt. "Er kommt ins Weiße Haus, ja, gegen Ende des Jahres", sagt Trump in einem Interview des Fernsehsenders NBC. "Das sind die beiden mächtigsten Länder der Welt, und wir haben ein sehr gutes Verhältnis", fügt der US-Präsident hinzu. Am Mittwoch hatten Trump und Xi miteinander telefoniert. Trump bezeichnete das Telefonat in seinem Onlinedienst Truth Social als "exzellent" und erklärte, dass er mit Xi über Handel, Taiwan, den Iran und den russischen Krieg gegen die Ukraine gesprochen habe. Zudem sei es um eine Reise nach China gegangen, auf die er sich "sehr freue".
+++ 00:50 Russischer Großangriff auf Odessa: Mindestens ein Toter +++
Die südukrainische Stadt Odessa ist in der Nacht Ziel eines großangelegten Drohnenangriffs geworden. Lokale Beamte melden Schäden an der "Wohninfrastruktur" in der Stadt. Die ukrainische Luftwaffe berichtet, dass sich russische Drohnen gegen 0:30 Uhr Odessa näherten. Der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne berichtet, dass inmitten der Drohnenbedrohung mehrere Explosionen in Odessa zu hören waren. Der Leiter der Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lysak, gibt bekannt , dass auf dem Dach eines mehrstöckigen Gebäudes ein Feuer ausgebrochen sei und dass bei dem Angriff eine Gasleitung beschädigt und Fahrzeuge in Brand gesteckt wurden. Bei dem russischen Drohnenangriff auf Odessa sei mindestens ein Mensch getötet worden, fügt Lysak hinzu.
+++ 22:11 Leerstehende ukrainische Botschaft in Moskau mit einer Geldstrafe belegt +++
Die ukrainische Botschaft in Russland, die seit Beginn des umfassenden Einmarsches Russlands im Februar 2022 geschlossen ist, wurde von einem Moskauer Gericht zur Zahlung von über 5,5 Millionen Rubel (etwa 71.000 US-Dollar) an ausstehenden Stromkosten verurteilt. Das berichtet die kremlnahe russische Nachrichtenagentur TASS, unter Berufung auf die Akten. Das Moskauer Schiedsgericht ordnete an, dass mehr als 5,5 Millionen Rubel von der ukrainischen Botschaft in Russland zurückgefordert werden sollen, nachdem die Moscow United Electric Grid Company unbezahlte Energierechnungen geltend gemacht hatte.
+++ 21:25 Nach Starlink will Ukraine Mesh-Netzwerke für Moskaus Drohnen blockieren +++
Russische Drohnen, die online in Mesh-Netzwerken gesteuert werden, stellen eine neue Herausforderung für die ukrainische Armee dar. Zuvor war es der Ukraine gelungen, die Blockade von Starlink-Terminals auf russischen Drohnen zu erreichen. Doch auch die Bedeutung von Mesh-Nertzwerken für die Drohnensteuerung sei nicht zu unterschätzen, sagt Serhij Beskrestnow, ein Berater des Verteidigungsministeriums, in einem Interview mit dem ukrainischen Radiosender NV. Ein Mesh-Netzwerk ist ein intelligentes WLAN-System, bei dem mehrere Knotenpunkte (Mesh-Router/Repeater) zusammenarbeiten, um ein einziges, nahtloses Netzwerk mit einem einzigen Netzwerknamen und einem Passwort zu bilden. "Sie verstehen, wie es funktioniert: Wenn eine Shahed-Drohne mit GPS-Daten fliegt, kann sie beispielsweise das Zentrum eines Umspannwerks treffen. Wenn eine Shahed-Drohne jedoch während des Angriffs online gesteuert wird, kann ein Pilot in Russland sie genau auf denselben kritischen Punkt im Umspannwerk - denselben Transformator - im selben Winkel lenken", sagt Beskrestnow.
+++ 20:37 Bericht: Großbritannien droht mit der Beschlagnahmung russischer Tanker +++
Großbritannien droht mit der Beschlagnahmung von Tankern, die mit Russlands Schattenflotte in Verbindung stehen. Das berichtet die britische Zeitung "The Guardian" unter Berufung auf britische Verteidigungskreise. Im Rahmen von Gesprächen mit Nato-Verbündeten wurden demnach militärische Optionen zur Beschlagnahmung von Schiffen, die gegen das Abkommen verstoßen, erörtert. "Die Royal Navy könnte nach Seerecht gegen eine beliebige Anzahl von Schiffen vorgehen, da diese faktisch staatenlos sind. Das hat sie aber nicht getan, weil Eskalationsrisiken bestehen ", sagte Richard Meade, Chefredakteur von "Lloyd's List", einer Fachzeitschrift für die Schifffahrt. Im vergangenen Monat unterrichteten die Royal Marines britische Abgeordnete und Mitglieder des House of Lords über die Bedrohung durch Russland. Ein Teilnehmer sagt, die Marines stünden "in den Startlöchern " und warteten auf den Befehl, ein Schiff zu beschlagnahmen.
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