Politik
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Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:47 Selenskyj: Russische Drohnen landen Treffen auf ein Coca-Cola-Werk bei Kiew +++

04.09.2026, 00:01 Uhr

Russische Drohnen haben ein Werk von Coca-Cola außerhalb der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen und beschädigt, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj laut einem Bericht von Reuters. Den Behördenangaben zufolge gab es bei dem Angriff in der Nähe der Stadt Brovary östlich der Hauptstadt keine Verletzten.

+++ 06:09 Koalition diskutiert weitere Staatsbeteiligungen im Rüstungssektor +++

Die Bundesregierung setzt weiter auf einen Einstieg beim Panzerhersteller KNDS – und wird aus den Regierungsfraktionen zugleich zu weiteren Aktivitäten im Rüstungssektor gedrängt. "Wir sollten das Instrument der Staatsbeteiligungen häufiger und strategischer einsetzen", sagt der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz dem "Tagesspiegel" und dem "Handelsblatt": "Zu einem bestimmten Grad lässt sich damit steuern, dass die hohen Investitionen in den Rüstungsbereich auch zum Erhalt oder zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen." Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter hält es für "zwingend", Schlüsselindustrien zu benennen und sie "durch strategische staatliche Beteiligungen zu entwickeln und nachhaltig abzusichern", so der Bundestagsabgeordnete weiter. Sie müssten dann "besonders vor Spionage und vor allem nicht-europäischen Investoren geschützt werden". Einen Einstieg "beim Kampfjet der Zukunft oder der Weltraumindustrie" ist für Schwarz eine "sinnvoll": "Um Deutschland einen eigenen Zugang ins All zu verschaffen, sollte uns die Regierung durch einen Einstieg bei den jungen deutschen Unternehmen entsprechende Launch-Kapazitäten sichern – das ist deutsche Schlüsseltechnologie."

+++ 05:35 Behörden: Öldepot in Sotschi brennt nach ukrainischem Drohnenangriff +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi. Dies teilen die russischen Behörden der Region Krasnodar über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Laut dem "Kyiv Independent" ereignete sich der Brand im Zentrum von Sotschi, in der Nähe des Hafens; die genaue Anlage wurde jedoch nicht identifiziert. 

+++ 04:35 Russisches Gericht verhängt Ausgangssperre gegen Kinderhospiz-Leiterin +++

Ein russisches Gericht hat gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eine Ausgangs- und Kommunikationssperre verhängt. Die am Vortag wegen Kritik an der russischen Armee festgenommene Lida Moniawa dürfe ihre Wohnung zwischen 20.00 und 08.00 Uhr nicht verlassen und kein Internet nutzen, teilt ihr Anwalt Michail Birjukow mit. Zudem dürfe sie nicht mit Zeugen sprechen. Im Falle einer Verurteilung drohen der 38-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft. Moniawa ist Gründerin und Leiterin einer Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Moskau, die sich für die Sterbebegleitung von Kindern und jungen Erwachsenen einsetzt. Ihre Festnahme geht ihrem Anwalt zufolge auf einen Beitrag im Onlinedienst Telegram von 2023 anlässlich des ersten Jahrestags des Ukraine-Krieges zurück. Darin verwies Moniawa demnach auf UN-Daten zu tausenden zivilen Opfern. Das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständige russische Ermittlungskomitee teilte mit, dass Moniawa wegen der "vorsätzlichen Verbreitung von Falschinformationen über den Einsatz der russischen Streitkräfte" angeklagt worden sei.

+++ 03:48 Mehrheit der Ostdeutschen hält Waffenhilfe für Ukraine für übertrieben +++

Die Mehrheit der Ostdeutschen (54 Prozent) ist laut ARD-Deutschlandtrend der Ansicht, dass die deutsche Militärhilfe für die Ukraine zu weit geht. In Westdeutschland sind dies 39 Prozent. Umgekehrt äußern in der Infratest dimap-Umfrage 59 Prozent der Westdeutschen, dass sie sich durch Russland bedroht oder sehr stark bedroht fühlen. In Ostdeutschland sind dies 42 Prozent. 21 Prozent der Befragten im Osten sehen überhaupt keine Bedrohung.

+++ 01:29 US-Dieselpreis erreicht Rekordhoch +++

Der durchschnittliche Dieselpreis in den USA erreicht nach Daten des Portals GasBuddy mit 5,820 Dollar pro Gallone (1,32 Euro pro Liter) einen neuen Rekord. Damit wird der bisherige Höchststand von 5,819 Dollar übertroffen, der am 17. Juni 2022 infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine verzeichnet worden war.

+++ 00:19 Russland bestellt norwegischen Botschafter ein +++

Der norwegische Botschafter ist nach der Beschlagnahme eines russischen Schiffes in einem Hafen der Inselgruppe Spitzbergen in das russische Außenministerium einbestellt worden. "Dem Botschafter wurde ein entschiedener Protest gegen das Vorgehen der norwegischen Behörden übermittelt, die am 2. September das russische Forschungsschiff "Professor Molchanov" festgesetzt hatten", teilt das Ministerium in Moskau mit. Das Schiff sei unter anderem mit Mitarbeitern des Bergbauunternehmens Arktikugol, Wissenschaftlern und Lebensmitteln von Murmansk in die russische Siedlung Barentsburg unterwegs gewesen. Die Versorgungsfahrt nach Spitzbergen - einer zu Norwegen gehörenden arktischen Inselgruppe - war demnach aufgrund der von Moskau als Blockade bezeichneten norwegischen Sanktionen notwendig. 

+++ 22:57 Tote durch ukrainischen Beschuss im Gebiet Belgorod +++

Durch ukrainischen Beschuss sind im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilt der kommissarische Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Die Opfer waren demnach in einem Krankenwagen in der Stadt Schebekino unterwegs. Schebekino ist nur rund fünf Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Russische Truppen sind an diesem Grenzabschnitt bis zu zehn Kilometer weit in die benachbarte ukrainische Region Charkiw vorgedrungen.

+++ 22:10 Russland exportiert mehr Flüssigerdgas nach Europa +++

Die russischen Flüssigerdgas-Exporte (LNG) nach Europa sind in den ersten acht Monaten des Jahres nach vorläufigen Daten von LSEG um 10,7 Prozent auf 10,3 Millionen Tonnen gestiegen. Die gesamten russischen LNG-Ausfuhren klettern demnach im selben Zeitraum um 13,7 Prozent auf 21,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg seien Lieferungen aus dem Projekt Arctic LNG 2. Im August gingen die Mengen nach Europa allerdings von 0,6 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat auf rund 0,5 Millionen Tonnen zurück. Die EU-Staaten hatten im Januar ein Verbot von russischen Erdgasimporten im Laufe von 2027 endgültig gebilligt. 

+++ 21:26 Klitschko: Hochhaus in Kiew brennt nach Angriff +++ 

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko ein Hochhaus schwer beschädigt worden. Im neunten Stock des Wohngebäudes nahe dem Stadtzentrum sei ein Feuer ausgebrochen, teilt Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. 15 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. 

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