Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:34 Ukraine: Streitkräfte schlagen mehr als 60 russische Angriffe an der Front zurück +++
In den vergangenen 24 Stunden soll es an der Front zu 241 Gefechten zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften gekommen sein. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Generalstabs. Demnach soll das ukrainische Militär mehr als 60 russische Angriffe in den Frontgebieten bei Pokrowsk und Kostjantyniwka zurückgeschlagen haben.
+++ 07:02 Ukraine: Russland greift Charkiw mit Drohnen an +++
Nach Mitternacht griffen die Russen Gebiete in der Region Charkiw mit einer Drohne an. Das berichtet "Ukrainska Pravda". Halyna Minaeva, die Bürgermeisterin der Stadt Tschuhujiw in der Region Charkiw, teilt auf Telegram mit, dass zwei Wohnhäuser nach den russischen Angriffen beschädigt wurden. Mindestens eine Person sei verletzt worden. Einsatzkräfte seien vor Ort, um die Folgen des Beschusses zu beseitigen und den Bewohnern der beschädigten Häuser Hilfe zu leisten.
+++ 06:18 ISW: Russland nutzt das Moratorium zu seinem Vorteil +++
Russland nutzte das vorübergehende Moratorium für Angriffe auf ukrainische Energieinfrastrukturen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. In den Tagen um die zweite Gesprächsrunde in Abu Dhabi, bei der russische, ukrainische und US-amerikanische Vertreter mögliche Friedensbedingungen – allen voran ein Ende der Kampfhandlungen – verhandelten, griff Russland die Ukraine weiter aus der Luft an. Bei dem Angriff vom 2. auf den 3. Februar wurden 71 Raketen und 450 Drohnen eingesetzt, und das bei Temperaturen, die zu den kältesten gehörten, die die Ukraine den ganzen Winter über erlebt hatte. Die Tatsache, dass Russland innerhalb von sechs Tagen nach Ablauf des Moratoriums für Energieangriffe zwei Angriffsserien mit über 400 Geschossen durchgeführt habe, zeige die Entschlossenheit des Kremls, das Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung zu maximieren, so die Analysten des ISW. Weiter sehen die Analysten des ISW darin Russlands "mangelnde Bereitschaft, den Krieg zu deeskalieren oder die von den USA initiierten Friedensverhandlungen ernsthaft voranzutreiben." Stattdessen nutzte Russland das Moratorium zu seinem Vorteil.
+++ 05:31 Klitschko: Kiew muss sich für mehrere starke Frostnächte rüsten +++
Die nächsten Tage werden für Kiew aufgrund der Lage im Energiesektor und der extremen Kälte sehr herausfordernd sein. Das gibt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram bekannt. "In der Hauptstadt werden erneut starke Fröste erwartet, insbesondere nachts. Aufgrund der extrem schwierigen Lage im ukrainischen Energiesystem nach einem weiteren massiven Feindangriff kommt es in den meisten Regionen des Landes weiterhin zu Notstromausfällen. Laut Energieministerium erhalten die Einwohner der Hauptstadt nur noch anderthalb bis zwei Stunden Strom", schreibt Klitschko. Er weist die Leiter der Stadtbezirksverwaltungen an, den ordnungsgemäßen Betrieb der städtischen Heizstationen sicherzustellen, die Wärme, Strom und Nahrung liefern müssen.
+++ 02:52 Kiew: Russen auf der Suche nach Starlink-Ausweg +++
Die Russen suchen nach Möglichkeiten, Starlink-Terminals an der Front zu aktivieren. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram-Beitrag von Serhij Beskrestnow, einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministers. "Der Feind sucht nach Wegen, Starlink zu aktivieren. Er tauscht seine Ideen in Gruppen aus, und diese Beiträge kursieren dann auch in unseren Gruppen. Alle seine Ideen sind trivial: jemanden zu einem staatlichen Servicecenter schicken, um Geld zu erhalten, eine Scheinfirma gründen, ein Starlink-Terminal von einer erbeuteten Drohne entfernen und so weiter", bemerkt Beskrestnow. Er betont, dass alle diese Szenarien vom ukrainischen Verteidigungsministerium, einschließlich der Risiken und Gegenmaßnahmen, vorhergesehen worden seien.
+++ 01:27 General Syrskyj: Ukrainische Drohneneinheiten eliminieren fast 30.000 russische Soldaten +++
Die Drohneneinheiten der ukrainischen Verteidigungsstreitkräfte eliminierten im Januar rund 29.700 russische Soldaten und übertrafen damit die Zahl der von Russland im selben Monat rekrutierten Soldaten. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf den Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, General Oleksandr Syrskyj. "Dieser Krieg um die Unabhängigkeit der Ukraine hat sich zu einem Wettstreit der Technologien entwickelt, und Drohnensysteme spielen dabei eine führende Rolle. Die Seite, die auf dem Schlachtfeld die technologische Überlegenheit erlangt und einsetzt, wird gewinnen", sagt Syrskyj.
+++ 00:14 Orban erklärt Ukraine zum "Feind Ungarns" +++
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ukraine in einer Rede bei einer Kundgebung zum "Feind" Ungarns erklärt, wie der "Kyiv Independent" berichtet. Orban, der innerhalb der Europäischen Union der ständige Fürsprecher des Kremls ist, kritisierte während des gesamten Krieges immer wieder Kiew und Brüssel. Bei einer Kundgebung in der ungarischen Stadt Szombathely tadelte Orban die Ukraine dafür, dass sie von der EU einen Stopp der Einfuhren billiger russischer Energie fordert. "Wer das sagt, ist ein Feind Ungarns, also ist die Ukraine unser Feind", sagte er.
+++ 22:20 Wärmekraftwerk Burschtyn in der Westukraine nach Angriffen ausgefallen +++
Im westukrainischen Gebiet Iwano-Frankiwsk ist das für die Region wichtige und zum Energiekonzern DTEK gehörende Wärmekraftwerk Burschtyn nach russischen Angriffen mit Kalibr-Raketen und Kampfdrohnen komplett ausgefallen. "Wir haben gerade keine Heizung, kein Warmwasser und kein Wasser", teilt der Bürgermeister der Kraftwerksstadt, Wassyl Andrijeschyn, bei Facebook mit. Die Lage im Kraftwerk sei "sehr schwierig" und müsse erst untersucht werden. Der Bürgermeister verspricht dennoch die Wiederherstellung der Wasser- und der Fernwärmeversorgung innerhalb von 48 Stunden.
+++ 22:03 Selenskyj schickt Reparaturtrupps nach Angriffen auf Energieanlagen in alle Landesteile +++
"Im ganzen Land sind Reparatur- und Rettungsteams im Einsatz", verspricht der ukrainische Präsident Selenskyj bei Telegram angesichts zahlreicher Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Demnach seien Einsatzkräfte von der Region Wolyn bis zu den Grenzstädten der Regionen Tschernihiw und Charkiw im Einsatz. In und rund um Kiew sowie in der Zentralukraine, Iwano-Frankiwsk, Winnyzja und einigen anderen Regionen "gibt es noch viel zu tun", räumt Selenskyj ein.
+++ 21:20 Russische Oblast Belgorod erneut von Stromausfällen betroffen +++
Bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche kommt es in der russischen Oblast Belgorod zu großflächigen Strom- und Heizungsausfällen, meldet der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow. Demnach führten Angriffe auf Energieanlagen zu massiven Stromausfällen. Für die Bewohner seien Notheizstationen eingerichtet worden.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.