Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:38 Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin +++

18.03.2026, 00:01 Uhr

Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, heißt es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

+++ 07:17 Irans Außenminister: Globale Folgen des Krieges werden "alle treffen" +++

Die Folgen des Iran-Krieges werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weltweit zu spüren sein. "Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft", erklärt Araghtschi im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an. Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen den Iran als "ungerecht" bezeichnen, erklärt Araghtschi. "Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen", forderte er. Kent hatte am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg seinen Rücktritt erklärt. Der führende Geheimdienstmitarbeiter und Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump schrieb im Onlinedienst X, der Iran sei "keine unmittelbare Bedrohung" für die USA gewesen.

+++ 06:50 USA setzen bei Hormus tonnenschwere Bunkerbrecher-Bomben ein +++

Die USA setzen gegen iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus mehrere tonnenschwere Bunkerbrecher-Bomben ein. Das teilt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten mit. Die 2,3 Tonnen schweren "Tiefendurchdringungsgeschosse" seien gegen befestigte iranische Raketenstellungen entlang der iranischen Küste in der Nähe der Straße von Hormus eingesetzt worden, heißt es in der Mitteilung auf X. "Die dort stationierten iranischen Schiffsabwehr-Marschflugkörper stellten eine Gefahr für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dar."

+++ 06:20 Historiker: Trump führt Iran-Krieg "ohne Plan" +++

Der australische Historiker Sir Christopher Clark schätzt die derzeitige weltpolitische Lage als sehr gefährlich ein. Ein großer Risikofaktor sei das unberechenbare Verhalten von US-Präsident Donald Trump, sagt Clark. Dieser verfüge über große Macht und ein enormes Zerstörungspotenzial, führe den Krieg gegen den Iran aber offenbar ohne Plan. "Das ist furchterregend", sagt der auch einem breiten Fernsehpublikum bekannte Clark. Die iranische Regierung sei zwar seit Jahrzehnten ein Faktor der Unsicherheit im Nahen Osten. Gegen die eigene Bevölkerung sei sie wiederholt menschenrechtswidrig vorgegangen. "Man kann jedoch Regime nicht einfach ausschalten und ihr Regierungspersonal ermorden, weil sie schrecklich sind", kritisiert der Geschichtsprofessor aus Cambridge. "Es gibt viele schreckliche Regime auf der Welt. Wo soll das enden?"

+++ 06:07 Mehrstöckiges Wohnhaus in Beirut nach Raketenangriff eingestürzt +++

In Beirut stürzt ein mehrstöckiges Wohnhaus infolge eines israelischen Angriffs ein, nachdem das israelische Militär die Bewohner des Stadtzentrums zur Evakuierung aufgefordert und vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die libanesische Hauptstadt gewarnt hatte. Der Angriff richtete sich gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah.

+++ 05:47 Saudi-Arabien lädt Außenminister der Region ein +++

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs lädt Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen ein. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilt das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt. 

+++ 05:00 Iranische Rakete schlägt auf Militärflugplatz in den Emiraten ein +++

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine iranische Rakete in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Laut Premierminister Anthony Albanese wurden bei dem Angriff keine australischen Soldaten verletzt, es gebe geringfügige Schäden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung. In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Der Stützpunkt wird auch von den US-Streitkräften genutzten.

+++ 04:16 Israelische Armee ruft im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf +++

Die israelische Armee ruft die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung auf. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee warnt in Onlinediensten die Einwohner des Viertels Baschura. Man werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen. Adraee veröffentlicht eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner "zu ihrer eigenen Sicherheit" auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten. Kurz zuvor hatte die israelische Armee libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung zwei Angriffe im Zentrum von Beirut ausgeführt.

+++ 03:41 Geschoss schlägt auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk ein +++

Nach Angaben aus Teheran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ein Geschoss eingeschlagen. Das Kraftwerk sei dabei nicht beschädigt worden, teilen die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf.

+++ 02:53 USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein +++

Die US-Armee greift iranische Raketenanlagen nahe der Straße von Hormus mit bunkerbrechenden Bomben an. Die US-Streitkräfte hätten "mehrere 5000-Pfund-Tiefenpenetrationsbomben" gegen "befestigte" iranische Raketenanlagen entlang der Küste nahe der strategisch wichtigen Meerenge eingesetzt, erklärt das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom auf X. Im vergangenen Juni hatte die US-Armee während des Zwölf-Tage-Krieges bunkerbrechende Bomben gegen iranische Atomanlagen eingesetzt.

+++ 02:26 Erneut Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad +++

Die US-Botschaft in Bagdad wird erneut Ziel eines Drohnenangriffs. Eine Drohne hat die Botschaft direkt getroffen", teilt ein Sicherheitsvertreter mit, ohne Angaben zu etwaigen Schäden zu machen. Laut einem anderen Sicherheitsvertreter ist die Drohne "nahe dem Sicherheitszaun der Botschaft" abgestürzt. Erst wenige Stunden zuvor war die Botschaft mit einem Raketen- und Drohnenangriff anvisiert worden. Der irakische Regierungschef Mohammed Schia al-Sudani verurteilte einen "offenkundigen Terroranschlag" durch nicht namentlich genannte "gesetzlose Gruppen".

+++ 01:45 Israelischer Angriff im Zentrum von Beirut +++

Die israelische Armee hat libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung ein Viertel im Zentrum von Beirut angegriffen. Die israelische Armee habe das Viertel Sukak al-Blat anvisiert, berichten libanseische Medien. Dort hatte sie bereits vergangene Woche eine Filiale des Hisbollah-nahen Finanzunternehmens Al-Kard Al-Hassan attackiert. Anders als letzte Woche soll es diesmal keinen Evakuierungsaufruf im Vorfeld gegeben haben. Angriffe gab es auch auf südliche Vororte der Hauptstadt.

+++ 00:55 Zwei Tote bei Tel Aviv nach iranischem Raketenangriff +++

Mindestens zwei Menschen sind bei einem iranischen Raketenangriff nahe Tel Aviv getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, berichten israelische Medien unter Berufung auf den Rettungsdienst Magen David Adom. In Bnei Berak und Petach Tikwa östlich von Tel Aviv seien zwei weitere Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der israelische Polizei waren mehrere Raketen in Tel Aviv und umliegenden Gebieten eingeschlagen.

+++ 00:22 VAE-Botschafter: Iran bedroht Geschäftsmodell der Emirate +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) setzen im Konflikt mit dem Iran weiter auf Deeskalation, pochen aber zugleich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung. Mit den USA werde man weiter als Partner zusammenarbeiten, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern, sagt der VAE-Botschafter in Deutschland, Ahmed Alattar, dem "Handelsblatt". Aktuell sei man in einem "Zustand der Selbstverteidigung". "Wir fordern, dass diese Angriffe unverzüglich eingestellt werden", sagt Alattar in Richtung der iranischen Regierung. Man habe sehr deutlich gemacht, nicht zuzulassen, dass das eigene Territorium für Angriffe gegen den Iran genutzt werde. Trotzdem schicke der Iran gezielt Raketen und Drohnen auf Wohngebäude, Flughäfen und andere zivile Einrichtungen. Jahrelang hätten die VAE sich ein Image als sicherer Ort in Nahost, Logistik-Drehkreuz, Finanzplatz und Luxus-Destination erarbeitet, sagte Alattar. Der Iran-Krieg bedrohe das Geschäftsmodell der Emirate. 

+++ 23:11 UN: Israel beschoss Blauhelm-Posten im Südlibanon +++

Eine interne UN-Untersuchung kommt einem Insider zufolge zu dem vorläufigen Schluss, dass israelischer Panzerbeschuss einen UN-Posten im Südlibanon getroffen hat. Bei dem Vorfall am 6. März seien ghanaische Blauhelm-Soldaten verletzt worden, sagt ein westlicher Militärvertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht. Die Spurenlage deute auf drei Volltreffer durch die Hauptkanone eines israelischen Kampfpanzers hin. Da die verwendete Munition von Israel Military Industries (IMI) hergestellt werde, sei eine israelische Beteiligung unbestreitbar. Eine Sprecherin der UN-Beobachtermission Unifil erklärt, die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen. Das israelische Militär nimmt bisher nicht Stellung dazu.

+++ 22:19 Bericht: Russland teilt Satellitenbilder und Drohnentechnik mit Iran +++

Russland weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine geheimdienstliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Iran aus. Die Regierung in Moskau stelle Teheran Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie zur Verfügung, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit werde der Iran dabei unterstützt, US-Streitkräfte in der Region ins Visier zu nehmen, schreibt die Zeitung.

+++ 22:00 Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani +++

Der Iran bestätigt den Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani. Eine entsprechende Erklärung wurde am Abend vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran veröffentlicht, dessen Chef Laridschani war. Israel hatte bereits am Vormittag mitgeteilt, dass Laridschani gezielt getötet worden sei.

+++ 21:55 US-Flugzeugträger "USS Gerald Ford" muss zur Reparatur nach Kreta +++

Der US-Flugzeugträger "USS Gerald Ford" wird nach einem Brand in der vergangenen Woche zur Reparatur zum Stützpunkt der US-Marine in der Bucht von Souda auf Kreta fahren. Das teilt ein Vertreter des US-Militärs mit. Auf dem größten und teuersten Flugzeugträger der Welt war am 12. März ein Brand ausgebrochen, der laut Angaben von Matrosen und Vertretern der Marine in der Wäscherei seinen Ursprung hatte und dessen Löschung mehr als 30 Stunden dauerte. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Das Schiff befinde sich derzeit im Roten Meer, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Einem der Insider zufolge wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt, ein Soldat sei ausgeflogen worden.

+++ 21:40 Iran: Situation in Straße von Hormus wird nicht zu Vorkriegszustand zurückkehren +++

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf kündigt dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus an. "Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren", erklärt er auf Englisch in Onlinenetzwerken. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

+++ 21:18 Wohnhaus in Israel bei Angriffen aus dem Libanon getroffen +++

Die Hisbollah im Libanon beschießt israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel. Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gibt es bisher nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen. Zuvor hatte die israelische Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

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