Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:38 Russen greifen Krywyj Rih an +++

10.09.2026, 00:01 Uhr

Russland startet in der Nacht einen massiven Drohnenangriff auf Krywyj Rih im Süden der Ukraine. Der Leiter der Militärverwaltung, Oleksander Vilkul, berichtet von Einschlägen in Wohngebieten. Derzeit wisse man von zwei Verletzten, einer von ihnen sei in ernstem Zustand, so Vilkul. Mehrere Einfamilienhäuser und Hochhäuser seien beschädigt worden, auch zivile Infrastruktur wurde demnach getroffen. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Selenskyj.

+++ 00:37 Trump: Putin will eine Vereinbarung +++

Kremlchef Wladimir Putin ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump zu einer Vereinbarung zur Beilegung des Ukraine-Kriegs bereit. "Wir hatten ein großartiges Gespräch. Er will eine Vereinbarung", sagt der Präsident vor seinem Abflug zu einem Parteikongress der Republikaner in Dallas auf eine entsprechende Journalistenfrage über das Telefonat mit Putin. Und wenn auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Vereinbarung wolle, wäre das "sehr schön". 

+++ 23:26 Russland nimmt Kiew unerbittlich unter Feuer +++

Nach den russischen Drohnenangriffen am hellichten Tag auf Kiew steigt die Zahl der Opfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht jetzt von einer Toten und 17 Verletzten. Eine jetgetriebene russische Drohne hatte am Nachmittag ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, ein Feuer brach aus. Am Abend gab es einen weiteren Einschlag in ein Hochhaus, auch hier gab es einen Brand. Russland hatte seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt unmittelbar nach einer kurzen Feuerpause während des Besuchs der US-Gesandten Witkoff und Kushner wieder aufgenommen. Am Dienstag starben in Kiew fünf Menschen durch massiven Raketen- und Drohnenbeschuss.

+++ 22:15 Merz: Wenig Anzeichen für russische Verhandlungsbereitschaft +++

Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich skeptisch, dass Russland wirklich zu neuen Friedensverhandlungen über die Ukraine bereit ist. "Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten", sagt Merz nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Bundesregierung mache seit Monaten Gesprächsangebote, um eine diplomatische Lösung zu erreichen. Man werde die Ukraine so lange weiter unterstützen. Das diene nicht der Verlängerung des Krieges, sondern dessen Beendigung. 

+++ 21:45 Russische Angriffe fordern dutzende zivile Opfer: Tote und Verletzte +++

Bei russischen Angriffen auf ukrainische Städte sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Sumy kommen drei Menschen beim Einschlag einer Drohne auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums ums Leben. 14 weitere Personen werden verletzt. Die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine wird von mindestens neun Gleitbomben getroffen, berichten die Behörden. Dabei werden mindestens neun Bewohner verletzt. In Kiew kommt bei einem brutalen Angriff auf ein neunstöckiges Wohnhaus ein Mensch ums Leben, sieben weitere werden verletzt, darunter zwei Kinder. Bei großangelegten Angriffen auf Mykolajiw sterben zwei Menschen, sieben weitere werden verletzt. " Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Getöteten", schreibt Selenskyj in den sozialen Medien und fordert alle Partner dazu auf, sich auf die notwendigen Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Tötungen konzentrieren

+++ 21:00 Norwegens Premier: Selenskyjs Flieger nur knapp von Drohne verfehlt +++

Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben auf dem Weg nach Oslo beinahe von einer Drohne getroffen worden. "Sein Flug wäre beim Start in Moldau fast von einer Drohne getroffen worden. Das ist die Realität, in der er lebt", sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe dem Rundfunksender NRK. Selenskyj war zu Beerdigung von König Harald V. in die norwegische Hauptstadt Oslo gereist. Am Vorabend hatte er mit Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.

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