Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:50 Elon Musk und Kiew gehen weiteren Schritt gegen Starlink-Missbrauch durch Russland +++
Damit die russischen Angreifer nicht weiterhin Starlink-Terminals auf ihre Drohnen schrauben, um damit Drohnen ungestört in Ziele zu lenken, wird eine neue Registrierungspflicht eingeführt. Das Verteidigungsministerium in Kiew spricht von "echten Erfolgen" im Kampf gegen russische Drohnen. In einer Mitteilung heißt es: "Nächster Schritt: In der Ukraine werden nur noch autorisierte Terminals betrieben. Einfache Registrierung. Schnelle Überprüfung. Nicht überprüfte Terminals werden vom Netz genommen." Offen ist, warum ein solcher Schritt nicht schon vor Jahren vollzogen wurde.
+++ 13:09 Nach fast vier Jahren Vollinvasion: Medwedew glaubt immer noch, Russland werde bald "gewinnen" +++
In der Kreml-Elite lebt man auch nach fast vier Jahren langsamen Vorrückens weiter im Glauben, den Krieg bald gewinnen zu können. Er wünsche sich, dass dies so schnell wie möglich geschehe, sagt Ex-Präsident Dmitri Medwedew in einem Interview mit den Nachrichtenagenturen Reuters und Tass sowie dem Kriegsblog WarGonzo. Allerdings deutet nicht viel darauf hin, dass es bald tatsächlich so kommen könnte. Ob Medwedew auch durch die oft fehlerhaften und übertriebenen Frontberichte des Generalstabschefs Gerassimow beeinflusst ist, ist nicht bekannt. Friedensbemühungen der Ukraine und des Westens lässt Moskau trotz horrender Verluste und sich verschärfender wirtschaftlicher Probleme stets ins Leere laufen. Von den anstehenden Verhandlungen in Abu Dhabi werden keine großen Durchbrüche in Richtung Frieden erwartet. 2022 hatte die russische Führung geglaubt, Kiew in wenigen Tagen einnehmen zu können - und scheiterte.
+++ 12:33 Videos zeigen üble Misshandlungen unter russischen Soldaten +++
In sozialen Netzwerken kursieren aktuell erneut Videos, in denen sehr wahrscheinlich russische Soldaten von ihren eigenen Leuten misshandelt werden. So sind in einem Clip zwei Personen zu sehen, die fast nackt an Bäume gefesselt sind, eine davon kopfüber. Von einem anderen Soldaten werden sie beschimpft. Die Männer sollen ihre Positionen verlassen haben. Einem wird Schnee in den Mund gestopft. In einem weiteren Clip ist ein Soldat zu sehen, der gefesselt an einem Seil an einem Baum baumelt. Er wird immer wieder von einem weiteren Mann geschlagen und ebenfalls beschimpft. Misshandlungen sind in der russischen Armee an der Tagesordnung. Die "New York Times" hat Tausende Beschwerden von Soldaten ausgewertet, die durch ein IT-Datenleck an die Öffentlichkeit geraten waren. Demnach haben Kommandanten Soldaten in einigen Fällen auch umgebracht.
+++ 12:03 Selenskyj: Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA in Abu Dhabi verschoben +++
Die nächste Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Mittwoch und Donnerstag verschoben worden. "Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi", erklärt Selenskyj bei X. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen.
+++ 11:32 Polen meldet neuen Zwischenfall an Grenze zu Belarus +++
Zum wiederholten Male innerhalb kurzer Zeit sind Flugobjekte aus Belarus in den polnischen Luftraum eingedrungen. In der Nacht seien "Objekte in der Art von Ballons" entdeckt worden, teilt das Operative Kommando der Streitkräfte in Warschau mit. Die militärischen Radarsysteme des EU- und Nato-Mitgliedstaats hätten ihren Flug überwacht. Nach Angaben des Grenzschutzes handelte es sich wahrscheinlich um Schmuggelballons, mit denen Waren wie Zigaretten illegal über die Grenze gebracht werden sollen. Die Armee schloss indes nicht aus, dass es sich um einen Versuch gehandelt haben könnte, die Reaktionsfähigkeit der polnischen Luftverteidigungssysteme zu testen.
+++ 10:59 Russen lieben homoerotische Eishockey-Serie - trotz Zensur +++
Legal ist es nicht, aber für viele Russen der einzige Weg: Auf Piratenseiten im Internet gehört der Serienhit "Heated Rivalry" aus Kanada zu den beliebtesten Angeboten. Die Story um die russischen und kanadischen Eishockey-Profis Ilya und Shane, die in der Arena erbitterte Gegner sind und im Bett leidenschaftlich Zärtlichkeiten austauschen, ist der Renner im russischen Netz - trotz Zensur. Zuschauer, geben höchste Bewertungen ab, wie etwa auf dem Portal "Kinopoisk.ru" zu sehen ist. In Deutschland startet die Ausstrahlung am 6. Februar bei neuen Streamingdienst HBO Max. Dass ausgerechnet in einem Land, wo "nicht traditionelle" Sexualität geächtet wird, eine Serie auch Tabus der russischen Gesellschaft aufgreift, begeistert nicht nur Zehntausende Filmfreunde. Kommentatoren sehen darin auch einen Beweis, dass Verbote und die von Kremlchef Wladimir Putin gepflegte Politik der Bevormundung der Bürger mitunter ins Leere laufen.
+++ 10:23 Leiche gefunden - Russland soll Kenianer aus Katar in "Fleischangriff" geschickt haben +++
Die Ukraine meldet einen weiteren Afrikaner, der sich am russischen Angriffskrieg beteiligt haben soll. Der Militärgeheimdienst teilt mit, die Leiche eines Staatsbürgers der Republik Kenia sei gefunden worden. Er habe in Katar gelebt und gearbeitet und dann einen Vertrag mit den Streitkräften der Russischen Föderation unterzeichnet. Nach einer kurzen Ausbildungsphase sei der Mann bei einem sogenannten "Fleischangriff" in der Region Donezk ums Leben gekommen. "Er hätte weiterhin sicher im wohlhabenden Katar leben und arbeiten können. Stattdessen wurde er zu einem weiteren Beweis dafür, dass ausländische Staatsangehörige für die russische Armee als entbehrliche Ressourcen behandelt und in den Tod geschickt werden", schreibt der ukrainische Militärgeheimdienst.
+++ 09:43 Unbefugte Starlink-Nutzung durch Russland: Elon Musk meldet sich zu Wort +++
Die Maßnahmen gegen eine unbefugte Nutzung des Satelliten-Internets Starlink durch Russland zeigen nach Angaben von Elon Musk Wirkung. "Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert", teilt der SpaceX-Chef auf der Plattform X mit. Die Ukraine hatte zuvor erklärt, gemeinsam mit dem US-Raumfahrtunternehmen daran zu arbeiten, dass Russland Starlink nicht mehr zur Steuerung von Drohnen nutzen kann (siehe Eintrag von 08:02 Uhr).
+++ 08:56 Tote durch russische Drohnenangriffe in der Ukraine +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilt. Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte melden insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.
+++ 08:02 "Gegenmaßnahmen" - Elon Musks Firma SpaceX greift wegen Russland ins Starlink-System ein +++
Zuletzt fallen vermehrt russische Drohnen auf, auf denen das Starlink-System von Elon Musks Firma SpaceX angebracht wurde. So lassen sich laut ukrainischen Angaben Drohnen manuell in Ziele steuern, zudem sollen sie immun gegen Störmaßnahmen sein. Um das Problem zu beseitigen, bat die Ukraine das Unternehmen um Hilfe. Nun soll es erste Erfolge geben. "Viele Nutzer des Satellitenkommunikationssystems Starlink in der Ukraine beobachten bereits die ersten Gegenmaßnahmen, die SpaceX auf Ersuchen des ukrainischen Verteidigungsministeriums ergriffen hat", schreibt Serhij "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, auf Telegram. Ein weiterer Berater, der frühere rechte Aktivist Serhij Sternenko, teilt zudem auf X mit: "Die Russen beklagen, dass die Starlink-Verbindung bei Geschwindigkeiten von über 90 Kilometern pro Stunde unterbrochen wird, was den Einsatz von Terminals auf gesteuerten UAVs wie 'Italmas' oder 'Molnija' unmöglich macht. Dies ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Verteidigungsministeriums mit SpaceX."
+++ 07:23 Ukraine zu heftigen Kämpfen um Pokrowsk: "Alle feindlichen Bewegungen rechtzeitig entdeckt" +++
Die ukrainische Truppengruppierung Ost gibt ein Update zu den Kämpfen im Raum Pokrowsk. Dort sollen die russischen Invasoren innerhalb des vergangenen Tages 51 Versuche unternommen haben, ukrainische Soldaten in mehreren Städten und Dörfern aus ihren Stellungen zu vertreiben. "Die ukrainischen Verteidigungskräfte kontrollieren weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowsk. Alle feindlichen Bewegungen werden rechtzeitig entdeckt." In Mynrohrad würden die Ukrainer den nördlichen Teil der Stadt kontrollieren, doch die Russen würden den Druck erhöhen und die Kämpfe im Zentrum der Stadt andauern.
+++ 06:47 Russen zeigen Zerstörung eines F-16-Kampfjets - doch es war wohl eine Attrappe +++
Die russische Seite will einen F-16-Kampfjet der Ukraine am Boden zerstört haben und veröffentlicht entsprechende Videoaufnahmen. Laut ukrainischen Medien und OSINT-Analysten handelt es sich jedoch um eine Attrappe. So kommt der Lufteinlassschacht in dem Clip deutilch eckiger daher als bei einem originalen Jet. Auch der Bug wirkt kantiger. United24Media berichtet unter Berufung auf Angaben von Analysten, dass die angreifende russische Drohne mit einem Starlink-Terminal ausgerüstet gewesen sei.
+++ 06:09 Kiew meldet zunehmende Probleme bei russischer Stromversorgung +++
Russland hat zunehmend Probleme, große Städte mit Strom zu versorgen. Das berichtet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation unter dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine. Demnach sei es im Januar in mindestens zwölf Orten, darunter auch Städten mit über einer Million Einwohnern, zu großflächigen Störungen beim Betrieb der Heizungs-, Wasser- und Stromnetze gekommen. Russische Behörden würden die Ausfälle mit dem extremen Winterwetter begründen. "Der wahre Grund liegt jedoch viel tiefer: chronischer Verschleiß der Infrastruktur", so Kiew in der Mitteilung. Als Beispiel nennt das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation die Situation in der Region Murmansk, wo Zehntausende Menschen drei Tage lang ohne Strom waren, weil Strommasten aus der Sowjetzeit zusammengebrochen seien.
+++ 05:30 Mariupols Stadtrat: Kreml will Ex-Stahlwerk Asowstal in Museum verwandeln +++
Russland plant offenbar, auf dem Gelände des früheren Stahlwerks Asowstal im besetzten Mariupol ein Museum zu errichten. Das berichtet der Stadtrat von Mariupol auf Telegram. "Die Pläne wurden vom Pseudo-Bürgermeister der Stadt, Anton Koltsov, bekannt gegeben", teilt der Stadtrat mit - und stellt klar: "Sie ändern sich während der Besatzung ständig". Dem aktuellen Plan nach soll die Produktion von Asowstal nicht wiederaufgenommen werden. Das Stahlwerk fiel 2022 den russischen Streitkräften zum Opfer.
+++ 04:00 Ukrainische Drohnen zerstören neun russische Fahrzeuge und "eliminieren" drei Soldaten +++
Drohnenpiloten der ukrainischen Grenzbrigade "Gart" zerstören neun Fahrzeuge der russischen Streitkräfte in der Region Süd-Sloboschanske in der Oblast Dnipropetrowsk. Bei den Angriffen seien auch drei Russen "eliminiert" worden, teilt der staatliche Grenzschutz mit. Unter den neun zerstörten Fahrzeugen sind zwei Quads und mehrere Autos. Videoaufnahmen zeigen die Drohnenschläge.
+++ 02:22 DRK-Chef beklagt mehr als 300 getötete zivile Helfer in Kriegen +++
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, beklagt die hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten weltweit und verlangt eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes. Im vergangenen Jahr seien mehr als 300 Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeiter der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagt Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei ein "untragbarer Zustand". Hinter der Zahl stecken nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, betont der DRK-Präsident. Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit. Gröhe sagt: "Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft und das Recht umfassend durchgesetzt wird."
+++ 01:05 Ukraine zählt fünf Tote und 19 Verletzte an einem Tag +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine seien am Freitag mindestens fünf Menschen getötet worden, schreibt der "Kyiv Independent" und beruft sich auf lokale Behörden. Weitere 19 Menschen seien verletzt worden.
+++ 23:33 Militärblog meldet russisches Vorrücken an Saporischschja-Front +++
Russische Truppen sind in der Region Saporischschja nahe den Orten Pryluky und Selene vorgerückt. Das meldet der ukrainische Militärblog Deepstatemap, der den ukrainischen Streitkräften nahesteht.
+++ 22:09 Erneut Tausende Häuser in Kiew ohne Heizung, Wasserversorgung repariert +++
Im eiskalten Kiew hat sich die Lage hinsichtlich der Heizungsausfälle drastisch verschlechtert, nachdem es am Samstagmorgen in weiten Teilen der Ukraine und in Moldau zu massiven Stromausfällen kam. Rund 2600 Häuser seien ohne Heizung, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko am späten Abend bei Telegram. Einige Stunden zuvor nannte Klitschko sogar die Zahl von 3500 Häusern ohne Heizung. Am Freitagabend hatte er noch von gut 250 Häusern ohne Heizung gesprochen. Den neuesten Angaben zufolge wurde die Wasserversorgung in der gesamten Stadt wiederhergestellt. In diesem Monat waren bereits Tausende Häuser in Kiew aufgrund russischer Angriffe vorübergehend ohne Strom oder Heizung gewesen. Am Sonntag sollen die Temperaturen in Kiew auf bis zu Minus 24 Grad fallen - bei Höchstwerten um Minus 14 Grad. In der gesamten Ukraine ist die Stromversorgung laut dem Energieministerium inzwischen wiederhergestellt.
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