Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:43 Angebliche Terrorplanung: Teenager in Russland verurteilt +++
Ein russisches Gericht hat einen Jugendlichen wegen angeblicher Vorbereitung eines Terroranschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dem 2011 geborenen Teenager wurde nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienst FSB vorgeworfen, einen Brandanschlag auf ein Verwaltungsgebäude des Verteidigungsministeriums vorbereitet zu haben. Medienberichten zufolge soll es sich um ein Kreiswehrersatzamt handeln. Der Teenager soll laut FSB Kontakt mit einer in Russland verbotenen ukrainischen Terrororganisation aufgenommen und Anweisungen angenommen haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig.
+++ 22:12 Bundeskanzler Merz: "Wir sind hier kein Vermittler" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz erteilt Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zum Ukraine-Krieg eine Absage. "Die Gespräche sind vor allen Dingen zwischen der Ukraine und Russland notwendig", sagt er nach Beratungen im Koalitionsausschuss. Das seien die beiden Kriegsparteien. "Wir sind hier kein Vermittler." Vizekanzler Lars Klingbeil ergänzt, derzeit würden die Verhandlungen in der Tat vor allem zwischen der Ukraine und Russland geführt. "Ob und wann der Zeitpunkt kommt, wo europäische Staats- und Regierungschefs mit Putin wieder direkt reden, das wird man dann zu entscheiden haben", sagt Klingbeil. "Aber gerade sehe ich den Zeitpunkt nicht."
+++ 21:36 Selenskyj: Russland plant neuen großen Angriff +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt, dass die russische Seite einen neuen massiven Angriff vorbereite. "Das geht aus unseren Geheimdienstinformationen hervor. Die Vereinigten Staaten, Europa und alle unsere Partner müssen verstehen, wie sehr dies die diplomatischen Gespräche diskreditiert. Das gilt für jeden einzelnen russischen Angriff." In Kiew sollen die Temperaturen am Wochenende wieder stark fallen. Arbeiter aus der Energieindustrie konnten zudem gerade erst wieder viele Wohnblocks an die Netze anschließen (siehe Eintrag von 17:00 Uhr). Dennoch leben weiterhin auch Menschen komplett ohne Strom und Heizung. Selenskyj kritisiert die Stadtverwaltung: "Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern."
+++ 20:59 USA: Nur noch Gebietsfrage offener Punkt bei Verhandlungen +++
Die Gebietsfragen rund um Donezk im Osten der Ukraine sind nach Worten von US-Außenminister Marco Rubio der letzte verbliebene Streitpunkt bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es handele sich um ein "sehr schwieriges" Thema, sagt Rubio vor einem Senatsausschuss. Bei den Folgegesprächen werde es zwar möglicherweise eine US-Präsenz geben. Die bisherigen Gesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, nähmen daran aber nicht mehr teil.
+++ 20:28 Schreckliche Bilder: Russischer Angriff setzt Personenzug in Brand +++
Immer wieder greift Russland den Schienenverkehr in der Ukraine an. In Charkiw treffen Drohnen einen Personenzug und setzen in Brand. An Bord sollen sich weit mehr als 100 Personen befinden, darunter auch Soldaten. Selenskyj verurteilt den Angriff scharf:
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