Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:20 Russische Ölförderung 2025 trotz Sanktionen kaum gesunken +++
Russlands Ölförderung ist im vergangenen Jahr trotz westlicher Sanktionen und ukrainischer Drohnenangriffe nur leicht gesunken. Die Produktion schrumpfte um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2024 auf 10,28 Millionen Barrel pro Tag. Dies entspricht rund einem Zehntel der weltweiten Förderung. Dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge hat sein Land im vergangenen Jahr 512 Millionen Tonnen Öl gefördert, nach 516 Millionen Tonnen im Jahr 2024. Russland ist nach den USA und Saudi-Arabien der drittgrößte Ölproduzent der Welt.
+++ 19:19 Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Untersuchungshaft +++
Einen Tag nach ihrer Festnahme in Brandenburg sind zwei mutmaßliche Helfer von prorussischen Milizen in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe setzte die Haftbefehle gegen den russischen Staatsbürger Suren A. und den Deutschen Falko H. am Donnerstag in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Die beiden Männer sollen am Transport von Drohnen in den Donbass in der Ostukraine beteiligt gewesen sein. Der Bundesanwaltschaft zufolge hatten sie seit 2016 "herausgehobene Stellungen" in einem Verein inne, der solche Transporte an prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk organisierte.
+++ 18:35 Selenskyj lobt Macron +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron für den Einsatz gegen einen Tanker der russischen Schattenflotte (siehe Eintrag von 17.04 Uhr). "Genau diese Entschlossenheit ist erforderlich, um sicherzustellen, dass russisches Öl nicht länger Russlands Krieg finanziert", schreibt er auf X. Er forderte einen Stopp russischer Tanker nahe der europäischen Küsten und Sanktionen gegen die "Schattenflotte". Die Schiffe müssten aufgebracht und das Öl verkauft werden.
+++ 17:37 Selenskyj verkündet Einigung mit Trump über US-Sicherheitsgarantien +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land verkündet. Das Thema Sicherheitsgarantien sei "erledigt", sagt Selenskyj vor Journalisten in der Schweiz. "Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente", sagt Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte.
+++ 17:04 Französische Marine entert Schattenflotten-Tanker +++
Die französische Marine hat einen unter Sanktionen stehenden russischen Öltanker im Mittelmeer geentert. Der Einsatz sei "mit Unterstützung mehrerer unserer Verbündeten" erfolgt, schreibt Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag im Onlinedienst X. Der Öltanker stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren. Bei dem Einsatz sei das Seerechtsübereinkommen der UNO respektiert worden, erklärt Macron. Die Justiz habe Ermittlungen eingeleitet, das Schiff sei umgeleitet und durchsucht worden. "Wir sind entschlossen, das Völkerrecht zu wahren und das Durchsetzen der Sanktionen sicherzustellen", erklärt Macron. Die Aktivitäten der sogenannten Schattenflotte trügen zur Finanzierung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bei.
+++ 16:20 Selenskyj will, dass sich die EU Trump als Vorbild nimmt +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht sich für ein stärkeres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel aus. US-Präsident Donald Trump könne Öltanker beschlagnahmen, sagt er in Davos unter Verweis auf das Vorgehen der USA gegen Venezuela. Warum könne das Europa nicht mit russischen Tankern tun, fragt er.
+++ 15:43 Selenskyj kritisiert europäische Verbündete und Nato +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen. "Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln - Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben", sagt Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an. Selenskyj kritisiert auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagt Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.
+++ 15:28 Selenskyj: Friedensdokumente sind fast fertig +++
"Die Dokumente, die diesen Krieg beenden sollen, sind fast, fast fertig", sagt Wolodymyr Selenskyj bei seiner Rede in Davos. Das mache einen großen Unterschied, so der ukrainische Präsident bei der Rede kurz nach seinem Treffen mit US-Präsident Trump. Die Ukraine arbeite "voller Ehrlichkeit und Entschlossenheit". "Russland muss auch bereit sein, diesen Krieg zu beenden und die russische Aggression zu beenden." Dazu müsse der Druck auf Russland groß bleiben, genau wie die Unterstützung für die Ukraine.
+++ 14:45 Trump: Treffen mit Selenskyj lief sehr gut +++
US-Präsident Donald Trump spricht von einem sehr guten Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg enden müsse, sagt Trump in Davos. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor. Nach Angaben des US-Präsidialamts dauerte das Gespräch etwa eine Stunde.
+++ 14:19 Bundesregierung weist nach Spionagevorwürfen russischen Militärattaché aus +++
Das Auswärtige Amt hat nach der Festnahme einer Frau in Deutschland wegen mutmaßlicher Spionage für Russland diplomatische Schritte eingeleitet. "Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus", schreibt das Ministerium auf der Plattform X. "Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von Russland spioniert hat." Nach Informationen des "Spiegels" handelt es sich um den Verbindungsoffizier für die festgenommene Deutsch-Ukrainerin, gegen die der Generalbundesanwalt Haftbefehl erlassen hat. Der Mann ist demnach stellvertretender Militärattaché in der Botschaft.
+++ 13:31 Trump-Selenskyj-Treffen hat begonnen +++
In Davos hat nach Angaben der Regierung in Kiew das Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj begonnen.
+++ 13:12 Ukraine will Produktionsgeflecht hinter russischen Marschflugkörpern enthüllt haben +++
Ukraines Militärgeheimdienst hat eine Recherche zum Produktionsnetzwerks veröffentlicht, das demnach 9M727-Marschflugkörper für die russischen Iskander-Raketen herstellt. Auf einer Webseite werden die Firmen genannt, die die jeweiligen Bauteile produzieren sollen. 8 von 41 genannten Firmen stehen laut Ukraine nicht auf den Sanktionslisten ihrer Unterstützer. Kiew will damit Lücken in westlichen Sanktionsregimen belegen und neue Sanktionen anstoßen.
+++ 12:40 Finnischer Geheimdienst sieht wachsende Gefahr für eigenen Luftraum +++
Der Chef des finnischen Militärgeheimdienstes, Pekka Turunen fürchtet die wachsenden Gefahren des Ukraine-Krieges für sein Land: "Das Risiko, dass eine Drohne in den finnischen Luftraum oder auf finnisches Territorium driftet, steigt ständig", sagte er vor der Veröffentlichung eines entsprechenden Berichts. Turunen erklärte, die Ukraine habe Ölhäfen "ganz in der Nähe von Finnland" ins Visier genommen und Russland gehe mit GPS-Störsignalen dagegen vor. "Wenn eine Drohne GPS zur Navigation nutzt, um ihr Ziel zu erreichen, könnte sie durch diese Störsignale woanders hin umgeleitet werden."
+++ 12:12 Witkoff bringt Zollbefreiung für Ukraine ins Spiel +++
Die USA könnten der Ukraine bei Zustimmung für einen Friedensplan im russischen Angriffskrieg erlauben, zollfrei in die USA zu exportieren. "Das könnte ein Gamechanger sein. Stellen Sie sich vor, wie die Industrie in großem Maßstab in dieses Gebiet umzieht", sagte der US-Unterhändler Steve Witkoff bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
+++ 11:51 Rutte: Mehr Arktis-Sicherheit nicht auf Kosten der Ukraine +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat versichert, dass trotz der verstärkten Anstrengungen in der Arktis keine Ressourcen abgezogen würden, die für die Unterstützung der Ukraine benötigt würden.
+++ 11:31 Moskau besteht auf Freigabe von Geld für Friedensrat +++
Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten Friedensrat eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern. Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke im Gazastreifen verwendet werden sollen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der Nachrichtenagentur Interfax.
+++ 11:19 Russland bremst US-Optimismus in Bezug auf Friedensbemühungen +++
Russland hat sich zurückhaltend auf die optimistischen Aussagen des US-Sondergesandten Steve Witkoff reagiert. Witkoff hatte die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs als weit fortgeschritten bezeichnet, es gebe nur noch "ein einziges Problem". Russland schätze die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zwar sehr, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, man wolle sich aber zum Stand der Verhandlungen nicht äußern. Dies gelte insbesondere kurz vor Witkoffs Ankunft in Moskau und seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden zwischen 17.00 und 18.00 Uhr eintreffen und dann mit Putin sprechen. Im Anschluss werde sich der Kreml dazu äußern.
+++ 10:56 Gouverneur: Russische Drohne tötete in der Nacht einen Jugendlichen in Odessa +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist laut Behörden ein 17-Jähriger getötet worden. Er erlitt bei dem nächtlichen Angriff demnach tödliche Verletzungen. Das teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, aber nicht detoniert. 58 Menschen, darunter acht Kinder, wurden aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht.
+++ 10:26 Munz zu Trumps 'Friedensrat': "Putin hat etwas völlig anderes gesagt" +++
Russland werde dem "Friedensrat" unter US-amerikanischer Führung beitreten. Das zumindest hatte US-Präsident Donald Trump verkündet. Die russische Regierung allerdings habe "mindestens ein Pausenzeichen" gesendet, erläutert ntv-Korrespondent Rainer Munz.
+++ 10:08 Merz: Angriff auf Ukraine hat Phase der Großmachtpolitik eingeläutet +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Europäer aufgerufen, sich schnell auf die veränderten politischen Machtverhältnisse in der Welt einzustellen. Russlands Angriff auf die Ukraine habe eine neue Ära eingeleitet, die aber über diesen Aggressionskrieg hinaus und viel weiter gehe, sagte der Kanzler beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Wir sind eine Zeit der Großmachtpolitik eingetreten", sagte Merz.
+++ 10:02 Selenskyj in Davos eingetroffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Büros beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingetroffen.
+++ 09:52 Ukraine meldet Drohnenangriffe im Osten +++
In der Nacht haben russische Drohnen offenbar mehrere Ziele in der Ostukraine attackiert. Das meldete Oleksandr Ganzha, Leiter Verwaltung des Oblasts Dnipropetrowsk, auf seinem Telegram-Kanals. Demnach wurden in Pawlohrad acht Wohnhäuser und vier Autos beschädigt, im Bezirk Synelnykowe sei eine 81-Jährige mit Verletzungen in eine Krankenhaus gebracht worden. Dort seien außerdem Feuer ausgebrochen, ein Bürogebäude und eine Gasleitung beschädigt worden.
+++ 09:38 Selenskyj ist in der Schweiz angekommen und soll dort Rede halten +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Davos gereist. Die Begegnung solle um 13:00 Uhr am Rande des Weltwirtschaftsforums stattfinden, teilt ein Sprecher mit. Um 14:30 Uhr werde Selenskyj zudem eine Rede halten.
+++ 09:04 Witkoff sieht bei Ukraine-Gesprächen nur noch "ein einziges Problem" +++
Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff weit fortgeschritten. Er werde noch am Donnerstag nach Moskau reisen, um über eine Lösung zu sprechen, kündigt Witkoff auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an. "Ich denke, wir haben eine Menge Fortschritte gemacht", sagte er. Die Verhandlungen seien auf eine letzte Frage reduziert. "Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden." Die Schaffung einer Freihandelszone in der Ukraine wäre Witkoff zufolge "bahnbrechend" für die Wirtschaft des Landes.
+++ 08:47 Rutte: Trump steht weiter zur ukrainischen Unabhängigkeit +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegengetreten. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: "Ja! Daran habe ich nie gezweifelt." Man müsse den Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu.
+++ 08:10 Klitschko: Rund 3000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Das schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal. In der Nacht zu Donnerstag seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte am Dienstag mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.
+++ 07:38 Rutte zu Nato-Militärchefs: "Schauen Sie genau in Ihre Lager" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte habe die Militärchefs der Nato dazu aufgefordert, Druck auf ihre Regierungen auszuüben, berichtet der britische "Guardian". In einer Videobotschaft habe Rutte gesagt: "Schauen Sie genau in Ihre Lager, um zu sehen, was Sie der Ukraine noch geben können, insbesondere Luftabwehrraketen. Jetzt ist wirklich der richtige Zeitpunkt dafür." Die Militärs sollten ihren Einfluss auf Politikerinnen und Politiker nutzen.
+++ 07:01 Bericht: Putin-Partei fürchtet vor Wahl allzu kriegerisches Image +++
Das russische Oppositionsmedium "Meduza" berichtet über Unmut in der Partei des Präsidenten Wladimir Putin "Einiges Russland". Der Entwurf einer Kandidatenliste für die im September anstehende Duma-Wahl habe interne Debatten ausgelöst. Demnach geht es um Machtkämpfe, aber auch um die Sorge, wie die Bevölkerung auf den langen Krieg blickt. Vor allem ein mögliches Comeback des ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew sorgt offenbar für Zwist. Medwedew fällt immer wieder mit drastischen Äußerungen zum Ukraine-Krieg auf. In Putins Partei gibt es laut "Meduza" Befürchtungen, man wirke auf die Bevölkerung zu sehr wie eine "Partei des Krieges".
+++ 06:27 Selenskyjs abendliche Ansprache bleibt aus – Zeichen für Reise nach Davos? +++
Die Ukraine hat die Aussage des US-Präsidenten Donald Trump nicht bestätigt, wonach dieser sich heute in Davos mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trifft. Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er nicht plane, in die Schweiz zu reisen. Angesichts der schweren russischen Angriffe aus der Luft habe er im eigenen Land genügend Probleme zu klären. Er werde höchstens fahren, wenn es Verträge zu unterzeichnen gelte oder es neue Hilfszusagen gebe etwa bei der Flugabwehr.
Allerdings publizierte Selenskyj am Mittwoch nicht wie gewöhnlich seine abendliche Videoansprache an die Ukrainer, was ein Indiz für eine Reise in die Schweiz sein könnte. Um nach Davos zu kommen, müsste Selenskyj aus Kiew zunächst mit dem Zug über die Grenze nach Polen, von wo aus er dann weiterfliegen könnte.
+++ 05:58 Trump will heute in Davos Selenskyj treffen +++
US-Präsident Donald Trump will sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos heute mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj treffen. Nannte er zunächst den gestrigen Mittwoch als Termin, korrigierte er die Aussage später vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete. Er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle, sagte Trump in Davos. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs.
+++ 04:16 Moskau: Eingefrorene Gelder könnten für Wiederaufbau in Nahost verwendet werden +++
Russlands Präsident Wladimir Putin spricht mit US-Gesandten über die Verwendung eingefrorener russischer Gelder. Den russischen Nachrichtenagenturen zufolge geht es dabei um den Wiederaufbau in vom Krieg betroffenen Regionen. Am Donnerstag werde Putin das Thema demnach auch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas erörtern. Außerdem prüfe das russische Außenministerium eine Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an dessen vorgeschlagenem "Friedensrat". Putin sehe dies als Teil einer Nahost-Friedenslösung, heißt es aus dem Kreml. Bevor eine Entscheidung darüber gefallen ist, erklärt sich Moskau bereit, die geforderte eine Milliarde Dollar aus den eingefrorenen Vermögen bereitzustellen. Als Grund dafür nennt Putin die besonderen Beziehungen Russlands zum palästinensischen Volk.
+++ 02:47 Drei Tote bei Angriff auf russisches Tanklager +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Tanklager in Volna in der russischen Region Krasnodar hat es Tote gegeben: Drei Menschen seien ums Leben gekommen, außerdem gebe es acht Verletzte, teilt der Gouverneur Veniamin Kondratyev mit. "Derzeit brennt es an den Terminals, vier Öltanks stehen in Flammen", so Kondratyev. Knapp 100 Einsatzkräfte seien vor Ort.
+++ 01:12 Ukraine verhandelt in Davos mit US-Gesandten und Blackrock +++
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich nach eigenen Angaben in Davos mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Bei dem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums sei es um Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau gegangen, teilt Umerow auf Telegram mit. Eine ukrainische Delegation habe zudem Vertreter des US-Finanzkonzerns Blackrock getroffen.
+++ 23:56 Behörden: Zwei Tote durch russische Drohnenangriffe +++
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Ziel der Angriffe sei die Stadt Krywyj Rih gewesen, teilt die regionale Militärverwaltung mit. Bei den Opfern handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Krywyj Rih, die Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, liegt rund 80 Kilometer von der Front entfernt.
+++ 23:18 Trump: Putin hat Einladung zu Friedensrat angenommen +++
Nach den Worten von US-Präsident Trump hat Kremlchef Putin die Einladung zu seinem umstrittenen "Friedensrat" angenommen - Putin selbst hatte allerdings kurz zuvor erklärt, der Kreml prüfe das Angebot noch. "Er wurde eingeladen, er hat zugesagt", sagt Trump unter Verweis auf Putin beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. "Viele haben zugesagt", so der US-Präsident. Darauf angesprochen, dass er auch nicht-demokratische Persönlichkeiten eingeladen habe, sagt Trump, einige seien "umstritten", aber "wenn ich nur Babys in den Rat aufnehmen würde, wäre das nicht sehr viel". Putin seinerseits erklärte, Trumps Einladung zu "prüfen".
+++ 22:15 Britischer Verteidigungsminister: "Dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind" +++
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der russischen Bedrohung zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind und wer unsere Verbündeten bleiben", sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Troels Lund Poulsen in Kopenhagen. "Es sind russische Angriffe, die in der Ukraine eskalieren. Es sind russische Aktivitäten, die im hohen Norden zunehmen. Und es ist die russische Rücksichtslosigkeit, die die Nato auf die Probe stellt", sagte Healey weiter. Ein sicheres Europa erfordere eine starke Ukraine. Dafür setzten sich Großbritannien und Dänemark gemeinsam ein.
+++ 21:43 Putin will mit US-Unterhändlern über eingefrorene Vermögen sprechen +++
Russlands Machthaber Putin hat die Gespräche am Donnerstag mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner bestätigt. Neben Lösungen für den Krieg wolle er mit den US-Vertretern über eine mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Wiederaufbau in den Kriegsgebieten sprechen.
+++ 21:14 Deutsche Ermittler nehmen mutmaßliche Russland-Spione fest +++
In Berlin und Brandenburg hat es am Mittwoch drei Festnahmen mit mutmaßlichem Bezug zu Russland gegeben. Eine Deutschukrainerin soll für Moskau spioniert haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilt. Es wird auch gegen frühere Bundeswehrangehörige ermittelt, die ihr womöglich Informationen gaben. Außerdem wurden zwei mutmaßliche Helfer von prorussischen Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk festgenommen. Die in Berlin festgenommene Frau heißt Ilona W. Sie soll für einen russischen Geheimdienst spioniert haben. Ihrem Kontaktmann habe sie unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen unter Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben.
+++ 20:39 "Putin benutzt Kälte als Waffe" +++
Die Bundesregierung wirft Russland nach den jüngsten schweren Angriffen auf die Ukraine Kriegsverbrechen vor. "Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren", sagt der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Russland überziehe die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen, so auch in der vergangenen Nacht. "Die Bundesregierung verurteilt diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe aufs Schärfste." Meyer erklärt mit Blick auf den russischen Präsidenten: "Putin nutzt Kälte als Waffe. Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Diese Kriegsführung solle die Ukraine zermürben und sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. "Putins Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen", sagt der Sprecher.
+++ 20:03 Ukrainischer Militär: Zwei russische Luftabwehrsysteme innerhalb eines Tages zerstört +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht auf der Plattform X ein Video, dass zeigen soll, wie ukrainische Lufteinheiten zwei russische Flugabwehr Raketensysteme zerstören. Dabei soll es sich nach den Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums um russische Buk-SAM-Systeme - Buk-M2 und Buk-M3 - gehandelt haben. "Sie wurden von ukrainischen Aufklärungsdrohnen entdeckt und trotz Waldtarnung präzise getroffen", heißt es in dem Post auf X. Der Verlust für die Russen betrage ungefähr 70 Millionen Dollar, so die Schätzung des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
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