Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:41 EU-Außenminister beraten in Brüssel über Ukraine-Krieg +++

23.02.2026, 00:01 Uhr

Unmittelbar vor dem vierten Jahrestag des russischen Kriegsbeginns in der Ukraine kommen am heutigen Montag in Brüssel die Außenminister der EU zusammen. Auf der Agenda stehen der Ukraine-Krieg und die Situation im Nahen Osten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wird voraussichtlich per Videoschaltung an dem Treffen teilnehmen. Die EU-Kommission hat ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht.

+++ 04:46 Selenskyj über Trump: "Präsidenten kommen und gehen" +++

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj setzt auf verlässliche Sicherheitsgarantien der Vereinigten Staaten für sein Land, die nicht allein vom Willen des US-Präsidenten abhängen. "Aus guten Gründen wird der Kongress über sie (die Sicherheitsgarantien) abstimmen", sagt Selenskyj dem britischen Sender BBC in Kiew. Es gehe nicht allein um Präsident Donald Trump, auch das Parlament werde gebraucht, betont er laut der Übersetzung aus dem Ukrainischen. "Denn Präsidenten kommen und gehen, aber Institutionen bleiben."

+++ 03:41 Putin: Entwicklung russischer Atomstreitkräfte ist "absolute Priorität" +++

Nach dem Auslaufen des "New Start"-Abkommens zwischen Moskau und Washington betont Russlands Präsident Wladimir Putin die Bedeutung der russischen Atomstreitkräfte. "Die Entwicklung der atomaren Triade, die Russlands Sicherheit garantiert und für eine wirksame strategische Abschreckung sowie ein Kräftegleichgewicht in der Welt sorgt, bleibt eine absolute Priorität", sagt Putin in einer Fernsehansprache. Putins Ansprache erfolgte an Russlands Tag des Verteidigers des Vaterlandes, einem Feiertag, der Anlass für militärischen Pomp und vom Kreml geförderten Patriotismus ist. Zudem jährt sich am 24. Februar der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal.

+++ 02:36 Selenskyj: Bombenlegerin von Lwiw von russischem Geheimdienst rekrutiert +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt die nächtlichen Bombenexplosionen in der westukrainischen Stadt Lwiw als "zynischen und grausamen Terroranschlag". Bei dem Anschlag wurde eine Polizistin getötet und 25 weitere Menschen teils schwer verletzt. Als mutmaßliche Täterin wurde eine 33-jährige Ukrainerin festgenommen, die nach Polizeiangaben von russischen Geheimdiensten zu der Tat angestiftet worden war. "Wir verfügen über Geheimdienstinformationen, dass die Russen weiterhin solche Dinge, also faktisch Angriffe auf Ukrainer, durchführen wollen", führt Selenskyj am Abend aus. "Die Umstände dieses Terroranschlags werden derzeit umfassend untersucht, viele Fakten liegen bereits vor", teilt Selenskyj auf Facebook mit. Die Täterin sei über Telegram rekrutiert worden. "Der Terroranschlag wurde von einer russischen Organisation verübt", sagt er, ohne weitere Details zu nennen.

+++ 01:39 Gouverneur: Ukrainischer Angriff legt Energieinfrastruktur in Belgorod lahm +++

Ein ukrainischer Raketenangriff hat in der russischen Region Belgorod die Energieinfrastruktur schwer beschädigt. In Wohnhäusern gebe es Unterbrechungen bei der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Betroffen seien die Stadt Belgorod, die 40 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt, und die umliegende Region. Das genaue Ausmaß der Schäden solle bei Tagesanbruch ermittelt werden.

+++ 00:11 Ex-Airbus-Chef: Deutschland braucht Drohnen und kein eigenes Kampfjet +++

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und frühere Vorstandschef von Airbus und EADS, Tom Enders, warnt vor der Entwicklung eines eigenen deutschen Kampfflugzeugs. "Es droht eine gigantische Fehlallokation von Ressourcen", schreibt Enders in einem Gastbeitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Debatte hatte in den vergangenen Tagen an Intensität gewonnen, weil dem deutsch-französisch-spanischen Luftkampfprojekt "Future Combat Air System" (kurz: FCAS) das Scheitern droht. Die eigene finanzielle Kraft solle Deutschland auf die Entwicklung von Drohnen legen, schreibt Enders, der auch Mitglied im Verwaltungsrat des deutschen Herstellers Helsing ist.

+++ 21:35 Ukraine meldet Beschuss von russischen Schiffen auf der Krim +++

Auf der Krim, in der Nähe von Sewastopol, haben ukrainische Streitkräfte zwei russische Grenzschutzschiffe des Projekts "22460 Hunter" angegriffen. Die Schiffe gehören zur Rubin-Klasse der russischen Küstenwache und sind für die Bekämpfung von Bedrohungen auf See und aus der Luft konzipiert. Die Ukraine hatte bereits im Dezember Schiffe derselben Klasse mit Seedrohnen angegriffen, allerdings bestätigte der Generalstab nicht, ob bei dem jüngsten Angriff Drohnen zum Einsatz kamen.

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