Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:23 Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Region Tula +++
Bei Drohnenangriffen auf die zentralrussische Region Tula sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Dmitri Miljajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die russische Luftabwehr habe in der Nacht 26 Drohnen über dem Gebiet abgeschossen.
+++ 07:41 Ukraine kann neue Rakete nicht im Inland testen - und will sie deshalb auf Russland feuern +++
Die Ukraine setzt große Hoffnungen in ihre ballistische Rakete von der Firma Firepoint mit dem Namen FP-7. Wie The New Voice of Ukraine berichtet, soll sie bald einsatzbereit sein. "Wir sprechen von Wochen, nicht von Monaten oder Ähnlichem", sagt CEO Iryna Terekh. Aktuell befindet sich die FP-7 noch in der Testphase. "Da es sich um eine ballistische Rakete mit sehr großer Reichweite handelt, wird die zweite Phase wahrscheinlich allmählich in die dritte übergehen, weil es in der Ukraine nicht genügend Platz gibt, um sie tatsächlich zu testen. Und vielleicht müssen wir damit beginnen, sie direkt am Feind zu testen", sagt Terekh.
+++ 06:56 AfD könnte Geheimdienstinfos an Russland geben – ziehen deutsche Partner Konsequenzen? +++
Der Terrorexperte Peter R. Neumann warnt nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt vor dem Abfluss von Geheimdienstinformationen nach Russland. In einem Beitrag auf X schreibt Neumann: "Eigentlich ist es ganz einfach: Bekommt eine AfD/BSW-Regierung über den Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt routinemäßig Zugang zu sensiblen Informationen über Russland, werden andere Staaten aufhören, solche Informationen mit Deutschland zu teilen."
+++ 06:23 Anthropic: Russen missbrauchen KI-Modell Claude für Attacken +++
Das KI-Unternehmen Anthropic hat nach eigenen Angaben in den vergangenen acht Monaten mehrere Fälle von missbräuchlicher Nutzung seines KI-Modells Claude unterbunden. Dazu zählten eine mutmaßlich von Russland gesteuerte Cyberspionage-Kampagne sowie Versuche chinesischer KI-Firmen, die Fähigkeiten von Claude zu kopieren. Eine Hackergruppe, deren Vorgehen mit der russischen Gruppe "Midnight Blizzard" übereinstimmt, soll mit Hilfe der KI Angriffe auf Ziele in der ukrainischen Regierung, dem Militär und dem diplomatischen Sektor verübt haben. Die US-Regierung hat "Midnight Blizzard" bereits früher mit dem russischen Auslandsgeheimdienst SVR in Verbindung gebracht.
+++ 05:55 Russland: Brand bei Online-Händler Ozon nach Drohnenangriff +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt es dem russischen Online-Händler Ozon zufolge in einem Logistikzentrum in der Stadt Saratow. Verletzte gebe es nicht, teilt das Unternehmen auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich.
+++ 03:48 Berichte: Munitionsdepot bei Kiew in Flammen +++
Russland attackiert in der Nacht erneut Kiew und die umliegende Region. Unbestätigten Berichten zufolge soll neben mehreren zivil genutzten Lagerhallen auch ein Munitionsdepot in Hostomel getroffen worden sein, dort befindet sich auch der Antonow-Frachtflughafen. Bilder und Videos sollen einen Großbrand zeigen. Außerdem melden Behörden in der Hauptstadt einen Einschlag in einem neunstöckigen Wohnhaus. Es gebe einen Brand, noch ist nichts über mögliche Opfer bekannt.
+++ 01:21 Russland soll vor Spitzbergen Übung zur Kabel-Sabotage versucht haben +++
Russland soll im vergangenen Frühjahr eine geheime Marineübung durchgeführt haben, um die Sabotage von Unterseekabeln zu erproben. Nato-Verbündete hätten die Operation der Tiefsee-Tauchboote vereitelt, meldet Reuters unter Berufung auf westliche Beamte. Großbritannien, Norwegen und die Vereinigten Staaten hätten die russischen Schiffe auf See verfolgt und daran gehindert, die Übung abzuschließen. Kabel seien dabei nicht beschädigt worden. Ziel der Übung sei es gewesen, zu simulieren, wie die Technologie im Falle eines Konflikts mit der NATO eingesetzt werden könnte.
+++ 23:54 Zahl der Todesopfer nach russischem Angriff auf Einkaufszentrum steigt +++
Der russische Angriff auf ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Pawlohrad fordert ein weiteres Opfer. Regionalgouverneur Oleksandr Hanja spricht inzwischen von mindestens fünf Toten. Außerdem ist inzwischen von 67 Verletzten die Rede. Bei dem Angriff am hellichten Tag seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden, heißt es weiter.
+++ 22:00 "Können wir ihn in neun Tagen haben?" Ukraine und Kanada auf dem Weg zu "großem Drohnen-Deal" +++
Kanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. "Heute haben Kanada und die Ukraine eine neue Partnerschaft besiegelt, die die kanadischen Streitkräfte mit weltweit führenden Drohnenkapazitäten ausstattet, Arbeitsplätze in ganz Kanada schafft und die Ukraine in ihrem Kampf für einen gerechten und dauerhaften Frieden unterstützt", sagte der kanadische Premierminister Mark Carney bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im kanadischen Calgary. Man werde die kanadisch-ukrainische Zusammenarbeit in allen Bereichen der Drohnenproduktion ausweiten, "von kritischen Metallen und Mineralien bis hin zur technischen Entwicklung", hieß es in einer Mitteilung. Kanada habe zudem das Ziel, innerhalb der kommenden zwei Jahre Produktionskapazitäten für "Millionen Drohnen" zu schaffen. Laut Carney verfügt Kanada bisher insgesamt über 2000 Drohnen. Carney sagte der Ukraine zudem Hilfen für Abfangraketen für die Luftverteidigung und die ukrainische Sicherheitsarchitektur zu. "Mit den heute angekündigten Investitionen belaufen sich Kanadas Gesamtzusagen für vielfältige Unterstützung der Ukraine seit 2022 mittlerweile auf mehr als 26 Milliarden Dollar", hieß es von der kanadischen Regierung. Selenskyj bedankte sich, dass Kanada bereit sei, sich an der Entwicklung der europäischen Raketenabwehr Freyja zu beteiligen.
+++ 21:30 Selenskyj: Kein Treffen zwischen Kiew, Moskau und Washington vor Wahlen in Russland +++
Vor den russischen Parlamentswahlen am 20. September wird es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge kein trilaterales Treffen zur Beendigung des Krieges geben. Ukrainische und US-Unterhändler stünden in ständigem Kontakt, sagte der Staatschef. Er hoffe auf Fortschritte bei den Gesprächen über Energie- und Getreidefragen Ende September nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump. "Ende September werden wir, denke ich, die Gelegenheit haben, das amerikanische Team in New York zu treffen", sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney in Calgary. Ende September findet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt.
+++ 20:50 Erste Bedrohung abgewehrt? Polen rechnet mit russischen Angriffen auf Grenzübergänge zur Ukraine +++
Polen hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht eine Bedrohung für einen seiner Grenzübergänge zur Ukraine abgewendet und rechnet damit, dass weitere Grenzübergänge ins Visier Russlands geraten werden. Moskau greife diese Handelswege an, um Kiew wirtschaftlich zu schwächen, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Er äußerte sich, nachdem am Mittwoch Drohnen einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldawien in der südlichen Region Odessa getroffen und dabei zwei Menschen getötet hatten. "Letzte Nacht konnte dank der Zusammenarbeit zwischen unseren Behörden und ihren ukrainischen Partnern eine direkte Bedrohung für einen der Grenzübergänge abgewendet werden", sagte Tusk auf einer Pressekonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. "Wie Sie wissen, hat Russland bereits zu provokativen Angriffen auf Grenzübergänge gegriffen - zum Beispiel in Moldawien. Wir rechnen mit ähnlichen Aktionen, die auf Grenzübergänge zur Ukraine in anderen Ländern, darunter auch Polen, abzielen." Tusk hat wiederholt gewarnt, dass die Länder an der Ostflanke der Nato auf mögliche Provokationen seitens Russlands vorbereitet sein müssen. Er sagte in Bratislava, er habe "einen recht präzisen Bericht direkt von der CIA bezüglich möglicher Ereignisse in den kommenden Monaten erhalten".
+++ 20:20 Polizei durchsucht ukrainisches Generalkonsulat nach möglicher Bedrohung - Einsatz beendet +++
Eine zunächst unklare Gefahrenlage hat am frühen Abend einen größeren Polizeieinsatz am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf ausgelöst. Eine Polizeisprecherin bestätigte den Einsatz im Umfeld des Gebäudes. Auslöser sei ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohung gewesen, dem die Polizei nachgegangen sei. Der Einsatz begann den Angaben zufolge etwa um 17.30 Uhr. Wie ein dpa-Reporter berichtete, wurde das Generalkonsulat weiträumig abgesperrt. Die Polizei sperrte auch einen Straßenabschnitt in der Düsseldorfer Innenstadt mit Flatterband ab. Mehrere Polizeiwagen waren vor Ort. Einsatzkräfte durchsuchten nach Polizeiangaben das Gebäude und sein Umfeld. Der Hinweis auf eine Bedrohung habe sich jedoch nicht bestätigt. Der Einsatz sei deshalb gegen 19.15 Uhr beendet worden. Weitere Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht.
+++ 20:00 Rutte: Deutschland muss bei Ukraine-Unterstützung "Kurs halten" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte fordert Deutschland angesichts des Erstarkens der russlandfreundlichen AfD und der neu aufgeflammten Reformdebatte in der Bundesregierung auf, bei der Unterstützung der Ukraine und den hohen Verteidigungsausgaben Kurs zu halten. "Am eingeschlagenen Kurs festzuhalten, ist immer das Beste", sagte der Niederländer in Berlin bei einer Podiumsdiskussion mit Außenminister Johann Wadephul während der jährlichen Konferenz der deutschen Botschafterinnen und Botschafter. Rutte betonte zwar, es stehe ihm nicht zu, sich zur nationalen Politik zu äußern. Doch aus seiner 14-jährigen Erfahrung als niederländischer Ministerpräsident wisse er: "Politik ist ein hartes Geschäft. Sie ist nicht einfach. Sie ist ein Kontaktsport." Eine starke Wirtschaft sei Teil der Verteidigungsfähigkeit. Das bedeute auch, dass man stets über notwendige Reformen nachdenken müsse. Dass Vertreter unterschiedlicher Parteien dabei jeweils eigene Ansichten hätten, "ist Politik, und das ist auch kein Problem".
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