Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:59 Erste Bilder zeigen Schäden nach nächtlichem Großangriff +++

14.03.2026, 00:01 Uhr

Browary in der Region Kiew ist eine der Städte, die in der Nacht zum Ziel russischer Angriffe geworden sind. Erste Bilder aus Browary zeigen Brände und zerstörte Gebäude. Es habe einen Raketenangriff gegeben, sagt Bürgermeister Ihor Sapozhko. Mindestens zwei Menschen seien getötet und vier weitere verletzt worden.

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Der Angriff trifft die Stadt Browary mitten in der Nacht. (Foto: REUTERS)
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Feuerwehrleute bei Löscharbeiten am Morgen. (Foto: REUTERS)
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Mehrere Gebäude sind beschädigt. (Foto: REUTERS)
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Zudem gibt es Opfer. (Foto: REUTERS)
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Dieses Bild ist aus Kiew. Über der Stadt ist eine Explosion zu sehen. Die Flugabwehr war laut Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht aktiv. (Foto: REUTERS)
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Dieses Bild aus Kiew soll die Explosion einer Rakete zeigen, während die Hauptstadtregion angegriffen wird. (Foto: REUTERS)

+++ 08:23 Russland feuert Dutzende Marschflugkörper und Hunderte Drohnen auf Ukraine - Großangriff auf Region Kiew +++

Russland hat die Ukraine letzte Nacht erneut massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilen am Morgen mit, sie hätten seit dem Abend 58 Raketen und Marschflugkörper, sowie 402 Drohnen abgewehrt. Insgesamt seien 498 Luftangriffsmittel registriert worden. Genannt werden 13 Raketen vom Typ "Iskander-M/S-400", 25 Marschflugkörper vom Typ "Kalibr" und 24 Marschflugkörper vom Typ "X-101" sowie zwei Schiffsabwehrraketen vom Typ "Zirkon", vier Lenkflugkörper vom Typ "X-59/69" und 430 Drohnen. Dem Militär zufolge gab es mindestens sechs Raketentreffer, sowie 28 Drohneneinschläge. Zu vier weiteren Raketen würden noch Informationen geprüft, heißt es. Hauptziel war demnach die Region Kiew. Dort wurden laut den örtlichen Behörden mindestens vier Menschen getötet und 15 weitere verletzt.

+++ 07:53 Zahl der Opfer in Region Kiew gestiegen +++

In der Region Kiew ist die Zahl der Opfer nach russischen Angriffen gestiegen. Gouverneur Mykola Kalashnyk bestätigt am Morgen mindestens vier Tote und 15 Verletzte. Drei der Verletzten seien in einem kritischen Zustand, schreibt er bei Telegram. Zudem spricht er von mehr als 30 beschädigten Gebäuden, darunter Wohnhäuser, Betriebe, Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, Schulen und ein Kindergarten.

+++ 07:36 Russisches Chemiewerk soll erneut attackiert worden sein +++

Das Chemiewerk in der russischen Stadt Toljatti in der Region Samara soll in der Nacht erneut von ukrainischen Drohnen angegriffen worden sein. Das berichten mehrere ukrainische und russische Telegram-Kanäle und berufen sich auf Anwohner. Beim Kanal Astra heißt es, das Werk sei bereits am Mittwoch angegriffen worden.  

+++ 07:12 Ölraffiniere und Hafen in Südrussland anscheinend von Drohnen angegriffen +++

Die ukrainischen Streitkräfte sollen erneut Ziele in Südrussland angegriffen haben. Nach Behördenangaben aus der Oblast Krasnodar brach in der Ölraffinerie Afipsky ein Feuer aus. Dieses sei durch herabfallende Drohnenteile ausgelöst worden. Betroffen seien technische Anlagen, heißt es. Bisher werden keine Verletzte gemeldet. Die Raffinerie war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur. Auch der russische Port Kawkas an der Straße von Kertsch wurde nach Behördenangaben von Drohnen attackiert. Demnach wurden drei Menschen verletzt und ein Schiff wurde beschädigt. Auch ukrainische Open-Source-Gruppen berichten von dem Brand in der Ölraffinerie. Ein offizielles Statement von ukrainischer Seite liegt bisher nicht vor.

+++ 06:31 Grünen-Chefin Brantner: Durchfahrt russischer Schattentanker stoppen +++

Nach der Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl verlangt Grünen-Chefin Franziska Brantner ein härteres europäisches Vorgehen gegen russische Tanker. Russland exportiere einen Großteil seines Öls auf Schiffen seiner Schattenflotte, die täglich Nord- und Ostsee passierten, sagt sie. Wenn Kanzler Friedrich Merz es ernst meine mit seiner Kritik an der Lockerung der Aktionen, müsse er jetzt aktiv werden, fordert Brantner. "Deutschland und Europa müssen jetzt die eigenen Hebel gegen Putins Kriegskasse bedienen und die Durchfahrt der Schattentanker durch unsere Gewässer stoppen." 

+++ 06:02 Merz will EU-Einreiseverbot für russische Soldaten +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und die Staats- und Regierungschefs aus Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Schweden fordern die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische Soldaten, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind oder waren. Die mögliche Einreise von Kämpfern in den Schengen-Raum stelle ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, heißt es in einem Brief der Politiker an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa. Die Personen könnten demnach etwa Gewaltdelikte verüben, in kriminellen Netzwerken oder extremistischen Bewegungen tätig werden oder feindliche Aktivitäten Russlands unterstützen. Als besonders groß wird die Gefahr angesehen, weil sich unter ihnen mehr als 180.000 verurteilte Straftäter befinden, die aus russischen Gefängnissen rekrutiert wurden.

+++ 05:29 Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew +++

Bei russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind den Behörden zufolge zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden, teilt der regionale Militärverwaltungschef Mykola Kalaschnyk am frühen Samstagmorgen bei Telegram mit. Die beiden Toten wurden demnach aus dem Bezirk Browary gemeldet.

+++ 04:54 Selenskyj: Iran darf nicht mit Russland kooperieren +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut den iranischen Schah-Sohn und Oppositionsvertreter Reza Pahlavi getroffen. Die Ukraine wünsche sich "einen freien Iran", der "nicht mit Russland kooperieren wird", sagt Selenskyj nach dem Treffen. Es sei wichtig, dass die Führung der Islamischen Republik "keinen Nutzen" aus dem Iran-Krieg ziehe und das iranische Volk sein Schicksal selbst bestimmen könne.

+++ 04:02 "Arroganz eines Millionärs": Wagenknecht attackiert Merz wegen russischem Öl-Embargo +++

Nachdem die USA Sanktionen gegen russisches Öl teilweise ausgesetzt haben, fordert BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, dass die Bundesregierung wieder Öl aus Russland einkauft. "Wenn die USA russisches Öl kaufen, die aufgrund eigener Förderung weit weniger abhängig sind, sollte es Deutschland spätestens jetzt auch tun", sagt Wagenknecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dass Bundeskanzler Friedrich Merz diese Entscheidung kritisiere, "während die Bürger an den Tankstellen verzweifeln", sei "die kalte Arroganz eines Multimillionärs, der solche Sorgen nicht hat", spottet Wagenknecht. "Wir sollten über Schwedt wieder russisches Öl beziehen und einen Spritpreisdeckel von 1,50 Euro einführen."

+++ 03:24 Gouverneure beklagen gegenseitige nächtliche Angriffe +++

In der Region Saporischschja seien vier Menschen bei einem russischen Angriff verletzt worden, beklagt der Gouverneur Iwan Fedorow. Gleichzeitig meldet der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, dass bei einem ukrainischen Angriff auf ein dortiges Dorf ein Bewohner getötet worden sei. 

+++ 02:28 Gouverneur der Region Dnipropetrowsk meldet tödlichen Angriff +++

Neue russische Angriffe in der Ukraine: Olexander Ganscha, Gouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, meldet auf Telegram, dass eine Person getötet und mindestens sechs Menschen verletzt worden seien. Die Oblast Dnipropetrowsk liegt im Südosten der Ukraine. Sie ist ein zentraler wirtschaftlicher und industrieller Knotenpunkt des Landes und wird vom Fluss Dnipro durchquert. 

+++ 00:18 Macron stellt Friedensabsichten Russlands infrage +++

Es sei seltsam zu sehen, wie Russland zu einer Feuerpause im Nahen Osten aufrufe, während es seit mehr als einem Jahr hartnäckig jede vorgeschlagene Waffenruhe für die Ukraine ablehne, sagt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Er meint über Russland: "Es verteidigt den Frieden nicht, nirgendwo." Russland glaube vielleicht, dass der Iran-Krieg ihm eine Verschnaufpause geben werde, doch da täusche es sich. Er wolle auch daran erinnern, dass Russland ein strategischer Partner des Irans sei. Auf russischem Boden würden Drohnen iranischer Herkunft hergestellt. "Alle wissen, dass der ukrainische Himmel leider ein Testfeld für die iranischen Drohnen war, die heute im Golf und auf einige unserer Verbündeten fallen."

+++ 23:49 EU-Ratspräsident: Lockerung der Öl-Sanktionen "sehr besorgniserregend" +++

EU-Ratspräsident António Costa nennt die befristete Lockerung von Handelssperren für russisches Öl der USA "sehr besorgniserregend". Die einseitige Entscheidung der Vereinigten Staaten habe Auswirkungen auf die europäische Sicherheit, schreibt der Portugiese auf X. Zunehmender wirtschaftlicher Druck auf Russland sei entscheidend dafür, dass das Land ernsthafte Verhandlungen über einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine akzeptiere. "Sanktionen zu lockern erhöht die russischen Ressourcen für den Angriffskrieg gegen die Ukraine", kritisiert er. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagt, die Brüsseler Behörde sei weiterhin überzeugt, dass die Preisobergrenze für Öl und die Sanktionen gegen Russland zielgerichtet seien. Sie bleiben auch in der aktuellen Phase mit schwankenden Ölpreisen bestehen. "Russland sollte auf keinen Fall vom Krieg im Iran profitieren.

+++ 22:15 Russland fühlt sich atomar von Finnland bedroht - Präsident Stubb stellt Lage klar +++

Angesichts der Kritik aus Russland an einer geplanten Aufhebung der Beschränkungen für Atomwaffen in Finnland hat der finnische Präsident Alexander Stubb versichert, dass sein Land "in Friedenszeiten" keine Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet erlauben werde. "Niemand hat vorgeschlagen, dass Finnland in Friedenszeiten Atomwaffen auf sein Staatsgebiet bringen oder deren Transit ermöglichen soll", sagt Stubb nach einem Treffen mit Fraktionschefs im Parlament in Helsinki. "Das ist das Grundprinzip, dem wir sicherlich treu bleiben werden." Anfang März hatte die finnische Regierung angekündigt, ein Gesetz zur Einschränkung für Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet aufzuheben. Die Gesetzesänderung werde es ermöglichen, künftig "Atomwaffen nach Finnland zu bringen oder in Finnland zu transportieren, zu liefern oder zu besitzen, wenn dies mit der militärischen Verteidigung Finnlands in Verbindung steht", sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen damals dazu. Der Kreml reagierte umgehend. Er stufte die Pläne als Bedrohung für Russland ein und drohte mit Konsequenzen. 

+++ 21:56 Mitschuld an Massenermordung bei Isjum? Ukraine identifiziert 13 Kollaborateure +++

Die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw hat 13 prorussische Kollaborateure identifiziert, denen Kriegsverbrechen in Isjum im Jahr 2022 vorgeworfen werden, wie Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko mitteilt. "Sie dachten, die Besatzung würde ihre Gesichter verbergen, aber sie haben sich getäuscht", schreibt Kravchenko auf Telegram. Isjum ist eine Stadt in der Region Charkiw mit 45.000 Einwohnern vor der Invasion. Sie war vom 1. April bis zum 10. September 2022 von russischen Truppen besetzt. Nach der Befreiung wurden insgesamt 447 Leichen aus einem Massengrab exhumiert, berichtete der Staatliche Notfalldienst am 25. September 2022. Bis auf 22 Leichen handelte es sich bei allen um Zivilisten. Der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synyehubov, sagte damals, dass die meisten Leichen "Anzeichen eines gewaltsamen Todes" aufwiesen und 30 von ihnen Spuren von Folter trugen. Laut Kravchenkos Bericht flohen die Kollaborateure - elf Soldaten des 2. russischen Armeekorps, ein Stellvertreter der von Russland kontrollierten sogenannten Volksrepublik Luhansk sowie der Leiter der "Union der Kameraleute" der sogenannten Volksrepublik Donezk - im Jahr 2014 nach Russland. 

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