Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:10 Trumps Feuerpause: Was hört man dazu in Moskau? +++
US-Präsident Donald Trump teilt mit, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem einwöchigen Stopp der Luftangriffe auf ukrainische Städte bereit sei. Eine offizielle Reaktion aus Moskau steht noch aus, doch es gibt erste Berichte russischer Agenturen. ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt, wie das einzuordnen ist und was eine Feuerpause für die Zeit danach bedeuten würde.
+++ 08:40 Ukraine meldet russische Drohnenangriffe +++
Russische Streitkräfte haben die Ukraine nach Angaben aus Kiew über Nacht mit mehr als 100 Drohnen und einer ballistischen Rakete vom Typ Iskander-M angegriffen. Die Luftabwehr habe 80 Drohnen abfangen können, einige der Flugkörper hätten jedoch ihr Ziel erreicht, heißt es von der ukrainischen Luftwaffe. "Es wurden Treffer durch eine ballistische Rakete und 25 Drohnen an 15 Orten registriert." Zu den Schäden gab es am frühen Morgen keine Angaben.
+++ 08:10 Lawrow beharrt auf russischer Maximalposition +++
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die geplanten westlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine als Versuch zum Schutz der "illegitimen" ukrainischen Regierung abgetan. Laut einem Bericht vom "Institute for the Study of War" (ISW) bekräftigte Lawrow gegenüber türkischen Medien Russlands Bekenntnis zu einem früheren Rahmenwerk für Sicherheitsgarantien, das laut ISW einer vollständigen Kapitulation der Ukraine gleicht. Der russische Außenminister behauptete dem Bericht zufolge außerdem erneut, dass die derzeitige ukrainische Regierung eine anhaltende Bedrohung für die Sicherheit Russlands darstelle. Russland überfiel die Ukraine im Februar 2022.
+++ 07:35 US-Senat bringt schärfere Sanktionen gegen Schattenflotte auf den Weg +++
Der US-Senat will die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die sogenannte russische Schattenflotte deutlich ausweiten. Zu einem entsprechenden Gesetzentwurf heißt es laut einer Mitteilung, dass dieser das Vorgehen gegen eine Flotte älterer, unter fremder Flagge fahrender Öltanker erleichtere, mit denen bestehende US-Sanktionen gegen russische Öl- und Energieeinnahmen umgangen würden. "Wir im US-Senat müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen Konflikt zu beenden, einschließlich Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen, die russische Wirtschaft zu schwächen und weitere Zerstörungen in der Ukraine zu verhindern." Details wurden in der Mitteilung nicht genannt. Das Umgehen der Sanktionen mit der Schattenflotte ermöglicht es Moskau, seinen Krieg gegen die Ukraine weiterhin zu finanzieren. Seit Anfang 2025 hat die EU mehr als 400 dieser Schiffe auf ihre Sanktionsliste gesetzt.
+++ 07:05 Italien unterstützt ukrainische Wärmeversorgung +++
Die Ukraine hat von Italien gelieferte Industriekesselanlagen an Gemeinden in zehn Regionen verteilt. Dies ist Teil eines Hilfsprogramms zur Stärkung der Heizungsinfrastruktur des Landes, wie der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilt. Die Lieferung umfasse 78 modulare Warmwasserboiler mit einer Gesamtleistung von mehr als 112 Megawatt sowie Brenner, Komponenten und Hilfssysteme im Wert von schätzungsweise 1,86 Millionen Euro. Laut Kuleba können die Anlagen als Wärmequelle für Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude, kritische Infrastruktureinrichtungen und kommunale Fernwärmesysteme genutzt werden, insbesondere in Regionen, die von Schäden an städtischen Netzen betroffen sind. "Die Heizkessel sind für beschädigte städtische Netze, Krankenhäuser und Gemeinden bestimmt, die wichtige Dienstleistungen erbringen", sagt der italienische Botschafter in der Ukraine, Carlo Formosa. Diese humanitäre Initiative könne eine ausreichende Heizleistung für etwa 90.000 Haushalte oder ein Stadtzentrum mit 250.000 Einwohnern bereitstellen.
+++ 06:35 Noch keine Bestätigung aus Moskau zu begrenzter Feuerpause +++
Kommt es zu einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Waffenruhe für die Ukraine? Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußert sich zurückhaltend dazu. Er dankte zunächst den USA für die Bemühungen, ein Moratorium für russische Angriffe auf Energieanlagen zu erreichen. "Die Lage in den kommenden Tagen, die tatsächliche Situation in unseren Energieanlagen und Städten" werde zeigen, ob es eine solche Waffenruhe tatsächlich geben werde, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Trump hatte erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin bei einem Telefonat wegen der enormen Kälte in der Ukraine gebeten habe, eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen im Nachbarland zu verzichten. Putin habe dieser Bitte zugestimmt, sagte Trump. Er sagte dabei nicht, ab wann dieser Verzicht gelten soll - aus Moskau selbst gab es keine offizielle Bestätigung dafür.
+++ 06:05 EU bereitet neues Sanktionspaket gegen Russland vor +++
Die Europäische Union will am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der Invasion Russlands in der Ukraine, das 20. Sanktionspaket gegen Moskau verhängen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte gegenüber Reportern, dass eine Einigung über das Sanktionspaket trotz laufender Gespräche mit den EU-Ländern noch nicht erzielt worden sei, wie "Kyiv Independent" berichtet. "Die Länder schlagen unterschiedliche Dinge vor (...), die Arbeit ist noch im Gange", sagte Kallas und fügte ohne nähere Angaben hinzu, dass die Vorschläge ein "vollständiges Verbot von Seeverkehrsdiensten" sowie zusätzliche Sanktionen gegen russische Energie und Düngemittel beinhalten. Bei den "Seeverkehrsdiensten" dürfte es sich um Schritte gegen die sogenannte Schattenflotte von russischen Öltankern handeln.
+++ 01:33 Merz verurteilt "brutale Zerstörung ziviler Infrastruktur" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz prangert in einem Telefonat mit Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj die anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes an. Merz habe "die fortdauernde systematische und brutale Zerstörung ziviler ukrainischer Energieinfrastruktur durch russische Angriffe auf das Schärfste" kritisiert, erklärt die Bundesregierung im Anschluss an das Gespräch am Donnerstagabend. Merz wie Selenskyj hätten die derzeit laufenden Bemühungen um eine Feuerpause in der Ukraine begrüßt und stünden hierzu "in engstem Kontakt". Direktverhandlungen von USA, Ukraine und Russland in Abu Dhabi sollen im Laufe der Woche fortgesetzt werden.
+++ 22:25 Selenskyj: Erwarten, dass die Feuerpause umgesetzt wird +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit der Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. "Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden", schreibt Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen. Deeskalierungen trügen zu Fortschritten zur Beendigung des Krieges bei, heißt es in dem Beitrag weiter.
+++ 21:51 Russlandsanktionen umgangen? Fahnder durchsuchen Fabrik in NRW +++
Wegen des Verdachts auf Verletzung des Exportverbots nach Russland haben Zollfahnder Geschäftsräume des Maschinenherstellers Köppern aus Hattingen durchsucht. Es geht um mögliche Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz: Anlagenteile sollen über Usbekistan nach Russland geliefert worden sein, was wegen der EU-Sanktionen als Reaktion auf den Ukraine-Krieg verboten ist. Die Maschinenfabrik Köppern GmbH & Co. KG teilt mit, dass sie mit den Ermittlungsbehörden kooperiere. Die Einhaltung von Ausfuhrvorgaben sei dem Unternehmen sehr wichtig. Unternehmensintern lägen bislang keine Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vor, hieß es von dem 1898 gegründeten Familienunternehmen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen