Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:50 In Kiew sind 1000 Wohnhäuser weiter kalt +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem schweren russischen Angriff am Freitag mehr als 1000 Wohngebäude weiterhin ohne Heizung. "Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt bleibt sehr schwierig", teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Raketenangriff hatte am Freitag bei starkem Frost praktisch die gesamte Stadt von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten. Zwar konnten die Behörden die Wasserversorgung wiederherstellen und die Strom- und Wärmeversorgung teilweise wiederaufnehmen, die Reparaturarbeiten dauern jedoch an.
+++ 12:05 Ukraine: 173 Gefechte seit gestern +++
In den vergangenen 24 Stunden wurden 173 Gefechte zwischen ukrainischen Streitkräften und russischen Invasoren registriert, wobei der stärkste Druck des Angreifers auf den Sektoren Pokrowsk und Huliaipole lag. Dies berichtet der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Demnach führten die Russen gestern 56 Luftangriffe durch und warfen 156 gelenkte Luftbomben ab. Darüber hinaus setzte Russland 7050 Kamikaze-Drohnen ein und führte 3750 Angriffe auf ukrainische Stellungen und Siedlungen durch, darunter 82 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern.
+++ 11:50 Britischer Geheimdienst sieht neues Bedrohungsmodell des Kreml +++
Laut der neuen Leiterin des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Blaise Metreweli, baut der Kreml ein umfassendes Bedrohungsmodell auf mit dem Ziel, Instabilität über die Grenzen Russlands hinaus zu exportieren. Moskau breche bewusst langjährige informelle Konfliktregeln auf und dränge Europa in eine Ära strategischer Unsicherheit, schreibt der britische Indenpendent. Sabotage, gezielten Tötungen, Cyber- und Drohnenangriffe kommen immer häufiger zum Einsatz, lassen sich zugleich nur schwer einem staatlichen Auftraggeber zuordnen und erschweren die Reaktion. Besondere Besorgnis erregt Russlands Einsatz von Mittelsmännern wie etwa Jan Marsalek. Der ehemalige Geschäftsführer von Wirecard soll laut Medienrecherchen fast ein Jahrzehnt lang mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU zusammengearbeitet haben.
+++ 11:27 Russland, China, Iran, Südafrika trainieren ihre Marine gemeinsam +++
Seit gestern laufen in südafrikanischen Gewässern von China geleitete Marineübungen ab, das berichtet die Agentur Bloomberg. Russland, Iran, China und Südafrika nehmen an den Übungen namens "Will for Peace 2026" teil, während Brasilien, Ägypten, Äthiopien und Indonesien als Beobachter dabei sind. Die Übungen finden statt, nachdem die USA in den letzten Wochen fünf Öltanker aufgebracht haben, darunter das Schiff Marinera, das zum Zeitpunkt seiner Beschlagnahmung unter russischer Flagge fuhr. Russland betreibt ein geheimes Netzwerk von Schiffen, bekannt als "Schattenflotte", um westliche Sanktionen zu umgehen und gleichzeitig international Öl zu transportieren. Der Kreml ist auf Einnahmen aus fossilen Brennstoffen angewiesen, um seine groß angelegte Invasion der Ukraine zu finanzieren.
+++ 10:22 Tennisstar Kostyuk den Tränen nah, spricht über frierende Ukraine +++
Nachdem der ukrainische Tennisstar Marta Kostyuk das Finale des WTA-Events Brisbane International gegen Aryna Sabalenka verloren hat, spricht sie den Tränen nah über ihr Land im Krieg.
+++ 09:42 Saporischschja hat wieder Strom +++
Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben. Die Stromversorgung in der Region Saporischschja - das betrifft laut dem örtlichen Energieversorger 382.500 Familien und Firmen - sei "vollständig wiederhergestellt", meldet der Versorger auf Telegram. Heute Nacht um 2 Uhr war die Stromversorgung in der Region völlig zusammengebrochen.
+++ 09:15 Ukraine bestätigt Angriff auf russisches Öllager nahe Wolgograd +++
Der Generalstab der Ukraine bestätigt einen nächtlichen Angriff auf das Öllager Zhutovskaya in der russischen Region Wolgograd. Die ukrainischen Streitkräfte griffen das Öllager im Bezirk Oktyabrsky der Oblast Wolgograd an, um die Offensivfähigkeiten Russlands zu schwächen, teilt der Generalstab mit. Die Anlage sei an der Versorgung der russischen Besatzungstruppen mit Treibstoff beteiligt. Die russischen Behörden im Gebiet Wolgograd meldeten einen nächtlichen Drohnenangriff, der einen Brand in einer Ölanlage in der Region ausgelöst habe. Trümmer einer abgeschossenen Drohne sollen den Tod einer Zivilistin verursacht haben.
+++ 08:38 Ukrainekrieg erreicht Dauer des "Großen Vaterländischen Krieges" +++
Die von Russlands Diktator Wladimir Putin so genannte "Spezialoperation" in der Ukraine hat heute die Dauer des in Russland bis heute so bezeichneten "Großen Vaterländischen Krieges" der Sowjetunion 1941 bis 1945 gegen Hitler-Deutschland erreicht. Damals marschierten die Sowjettruppen in kurzer Zeit von Moskau bis nach Berlin.
+++ 07:57 Russland meldet Tote durch ukrainische Drohnentrümmer +++
In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben dortiger Behörden durch herabfallende Trümmer einer ukrainischen Drohne gestorben. "Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilt der Gouverneur auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.
+++ 07:22 Ukrainische Drohne soll Luftverteidigung des Kreml ausweichen +++
Die in der Ukraine entwickelte Aufklärungsdrohne Leleka-100 wird mit neuer Technologie aufgerüstet und soll damit russischen Abfangdrohnen ausweichen können. Dafür bekommt sie eine zusätzliche Kamera und andere Komponenten, um russische Flugabwehrdrohnen zu identifizieren und ihnen automatisch auszuweichen, so der Hersteller DeViRo. Das neue System verbessert die Chancen der Laleka-100-Drohnen, den russischen Luftverteidigungsgürtel zu überwinden.
+++ 06:47 Finnland ist raus aus Abkommen gegen Antipersonenminen +++
Seit heute ist Finnland offiziell nicht mehr Mitglied des Ottawa-Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen. Das berichtet die Agentur Ukrinform. Die finnische Regierung hat am 10. Juli 2025 den Vertrag offiziell bei den UN gekündigt, Estland, Litauen, Lettland und Polen hatten dasselbe getan. Ein Austritt wird sechs Monate danach wirksam. Finnland begründet seine Entscheidung mit Verteidigungsgründen und verweist auf die Verschlechterung der Sicherheitslage. Der Austritt aus dem Vertrag ermöglicht es Finnland, Antipersonenminen wieder in sein militärisches Arsenal aufzunehmen. Das Ottawa-Übereinkommen trat 1999 in Kraft. Mehr als 160 Länder unterzeichneten, um brutale und vor allem nach Ende eines Krieges für die Zivilbevölkerung gefährliche Antipersonenminen vom Schlachtfeld zu verbannen. China, Russland, die USA und Indien unterzeichneten nie.
+++ 05:06 Merz will Indiens Drähte zu Russland für Friedenslösung nutzen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz bricht heute - rund acht Monate nach seinem Amtsantritt - zu einem zweitägigen Besuch nach Indien auf. Das mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Welt bezieht weiterhin viel russisches Öl, womit Putin auch den Krieg gegen die Ukraine finanziert.
Indien hat den russischen Angriffskrieg - anders als die meisten anderen Länder - in der UN-Vollversammlung nicht verurteilt. Merz wolle mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi das Gespräch suchen. Indien könnte mit seinen Kontakten nach Russland womöglich hilfreich bei den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges sein.
+++ 04:06 Bundeswehr verschickt ab Mitte Januar Fragenkatalog an 18-Jährige +++
In diesen Tagen werden die ersten Fragebögen an 18-Jährige per Post versendet, meldet die Bundeswehr. Die jungen Erwachsenen werden darin aufgefordert, online Fragen zu beantworten. Dabei soll unter anderem die generelle Bereitschaft zum Wehrdienst ermittelt werden.
Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Das sogenannte Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ist eine Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
+++ 03:13 Wadephul spricht mit Rubio über Ukraine-Friedensbemühungen +++
Am Montag besucht Bundesaußenminister Johann Wadephul seinen US-Kollegen Marco Rubio. Bei den Gesprächen in Washington solle es auch um die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und über transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik gehen, kündigt der Außenminister an.
+++ 00:11 Russland meldet vier Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Stadt Woronesch werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens vier Menschen verletzt. Ein Gebäude des Rettungsdienstes, sieben Mehrfamilienhäuser und sechs Einfamilienhäuser seien beschädigt, schreibt Gouverneur Alexander Gussew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist bisher nicht möglich, auch eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.
+++ 22:14 Ukraine bestätigt Angriff auf Öldepot in russischer Region Wolgograd +++
Der ukrainische Generalstab bestätigt einen nächtlichen Angriff auf ein Öllager in der russischen Region Wolgograd (Liveticker-Eintrag von 05.04 Uhr). Ziel sei das Depot Schutowskaja gewesen, das nach Angaben Kiews Treibstoff für russische Besatzungstruppen liefere. Der Angriff sei Teil der Bemühungen, Russlands militärische Fähigkeiten zu schwächen, teilt der Generalstab mit. Auch russische Behörden meldeten einen Drohnenangriff in der Nacht. Dabei sei es zu einem Brand auf dem Gelände eines Öllagers gekommen, nachdem Trümmer einer abgeschossenen Drohne niedergegangen seien. Die Region Wolgograd liegt mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 21:19 Vier Tote und zahlreiche Verletzte bei russischen Angriffen +++
Bei russischen Angriffen in mehreren Regionen der Ukraine sind im Verlauf des Tages mindestens vier Zivilisten getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Dnipropetrowsk kam nach Angaben der Behörden ein 68-jähriger Mann ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt. Besonders schwer traf es die Region Donezk: Dort wurden mindestens drei Menschen getötet und neun verletzt. In der Gemeinde Lyman starben zwei Männer, in Kostjantyniwka kam ein weiterer Mensch bei einem FPV-Drohnenangriff ums Leben. Weitere Verletzte meldeten die Behörden aus Slowjansk. In der Region Saporischschja wurde ein Mann bei einem Bombenangriff auf ein Dorf verletzt, in der Region Charkiw erlitt ein Mann Verletzungen bei einem massiven Drohnenangriff auf die Stadt Losowa.
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