Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:26 Bericht: SBU deckt russische Router-Hacking-Kampagne auf +++
Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU hat offenbar gemeinsam mit dem FBI, polnischen und EU-Behörden eine groß angelegte Cyber-Spionageoperation des russischen Militärgeheimdienstes GRU aufgedeckt. Einem Bericht des Kyiv Independent zufolge wurden über kompromittierte WLAN-Router Nutzer in der Ukraine, Europa und den USA ausspioniert. Hacker fingen demnach Passwörter, Authentifizierungstoken und E-Mails ab. Die gestohlenen Informationen waren laut SBU für zukünftige Cyberangriffe und Desinformationskampagnen bestimmt. Die Operation zielte demnach auf die Kommunikation von Regierungsbeamten, Militärangehörigen und Mitarbeitern des ukrainischen Verteidigungssektors ab. Mittlerweile seien Hunderte kompromittierter Server und Router blockiert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter liefen weiter.
+++ 18:31 Flammen verschlingen historisches Herrenhaus in Charkiw +++
Nach einem russischen Angriff steht ein historisches Herrenhaus in der Region Charkiw in Flammen. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert galt als eines der schönsten in der Gegend. Unter der Gefahr weiterer Angriffe versuchen Feuerwehrleute, Teile der Anlage zu retten - vergeblich.
+++ 17:52 Russisches Gericht verhandelt endgültiges Verbot von Memorial +++
Vor dem Obersten Gericht Russlands wird am Donnerstag ein endgültiges Verbot der renommierten Menschenrechtsorganisation Memorial verhandelt. Das Justizministerium in Moskau beantragt, Memorial als internationale Bewegung für extremistisch zu erklären und die Arbeit in Russland zu verbieten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldet. Die autoritäre Führung von Kremlchef Wladimir Putin geht schon seit Längerem gegen Memorial vor. Durch den neuen Schritt droht nach Memorial-Angaben in Berlin vielen Freiwilligen, Unterstützern und Spendern in Russland eine Kriminalisierung. 2022 erhielt Memorial den Friedensnobelpreis, den sie sich mit Preisträgern aus der Ukraine und Belarus teilt.
+++ 17:05 Ukraine droht Engpass bei Drohnentriebwerken +++
Der Ukraine droht ein Engpass bei Mini-Turbojet-Triebwerken für Drohnen. Wie Reuters von Waffenexperten und Branchenvertretern erfährt, ist das Angebot weltweit knapp, in der Ukraine besonders. Europäische Hersteller erhöhen deshalb ihre Produktion. Die kleinen Turbojet-Antriebe ermöglichen schnelle Präzisionsschläge tief in von Russland kontrolliertem Gebiet und sind günstiger als klassische Marschflugkörper. Während Russland nach Angaben europäischer Sicherheitsvertreter und laut eingesehener Dokumente einen Teil seiner Triebwerke aus China bezieht, ist die Ukraine auf eine kleine Gruppe europäischer Zulieferer angewiesen.
+++ 16:19 Ukraine meldet Zerstörung russischer Fähre auf der Straße von Kertsch +++
Die ukrainischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben die Eisenbahnfähre "Slawjanin" in der Straße von Kertsch außer Gefecht, die als letzte ihrer Art die russische Armee auf der besetzten Krim versorgt. Der "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf den Militärgeheimdienst HUR, dass ein Drohnenangriff das bereits im März beschädigte Schiff nun endgültig außer Betrieb gesetzt haben soll. Eine unabhängige Bestätigung gibt es bislang nicht. Die Fähre transportiert unter anderem Treibstoff, Waffen und Munition und gilt als wichtiger Teil der russischen Logistik über die Straße von Kertsch.
+++ 15:28 Russische Anti-Kriegs-Aktivisten verurteilt +++
In Russland werden sechs wegen "Extremismus" angeklagte junge Anti-Kriegs-Aktivisten zu Haftstrafen von bis zu zwölf Jahren verurteilt. Ein Gericht in St. Petersburg befindet die sechs zwischen 24 und 30 Jahre alten Aktivisten der Anti-Kriegs-Jugendbewegung Wesna des "Extremismus" und der "Verbreitung von Falschmeldungen" über die russische Armee für schuldig. Das härteste Urteil ergeht gegen die Aktivistin Anna Archipowa - sie wird zu zwölf Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Archipowa und ihre Mitstreiter waren im Juni 2023 festgenommen worden. Wesna (auf Deutsch: Frühling) wurde 2013 in St. Petersburg gegründet.
+++ 14:45 Vance: Europa tut zu wenig für Ende des Ukraine-Krieges +++
US-Vizepräsident JD Vance wirft den europäischen Staats- und Regierungschefs vor, nicht genug für ein Ende des Ukraine-Krieges zu tun. "Wir sind von vielen politischen Entscheidungsträgern in Europa enttäuscht, da sie offenbar nicht sonderlich daran interessiert sind, diesen Konflikt zu lösen", sagt Vance bei seinem Besuch in Ungarn. Es gebe zwar "erhebliche Fortschritte" bei den Bemühungen zur Lösung des Konflikts. Dieser Konflikt sei aber der "am schwersten zu lösende". Die "Fortschritte" führt Vance unter anderem darauf zurück, dass Washington die Kriegsparteien dazu gebracht habe, ihre jeweiligen Positionen darzulegen. Im Laufe der Zeit hätten sich die Positionen Moskaus und Kiews "immer weiter angenähert". Das Ziel sei zwar "noch nicht erreicht", er sei aber "optimistisch", sagt Vance. "Denn der Krieg ergibt grundsätzlich keinen Sinn mehr."
+++ 14:00 Ukraine: Russland will Pufferzone in Transnistrien errichten +++
Nach ukrainischen Angaben plant Moskau in der Region Transnistrien in Moldawien entlang der Grenze zur ukrainischen Region Winnyzja eine Pufferzone einzurichten. Dies sagt Pawlo Palisa, stellvertretender Leiter des ukrainischen Präsidialamts und ehemaliger Kommandeur, in einem Interview mit RBC Ukraine. Transnistrien, wo pro-russische Separatisten herrschen, liegt entlang der ukrainischen Regionen Odessa und Winnyzja, wobei die ukrainisch-moldawische Grenze in diesem Gebiet mehr als 400 Kilometer lang ist. "Dies ist das erste Mal, dass solche Pläne auf (russischer) Seite dokumentiert wurden", sagte Palisa. "Um ehrlich zu sein, besteht kein Grund zur Panik, da ich derzeit nicht sehe, dass sie die Kapazität haben, diese Pläne umzusetzen." Der Ex-Kommandeur fügte hinzu, dass Russland seine Pläne, ähnliche Pufferzonen in den ukrainischen Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw entlang der russischen Grenze einzurichten, nicht aufgegeben habe. Dennoch habe derzeit keine Seite die Kapazitäten, die Frontlinie kurzfristig wesentlich zu verändern, so der Beamte. Die überwiegend russischsprachige Region Transnistrien an der Grenze zur Ukraine spaltete sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von Moldau ab. In einem Krieg um den schmalen Landstreifen griff die russische Armee zugunsten der Separatisten ein. Seitdem sind dort rund 1500 russische Soldaten stationiert.
+++ 13:15 Bericht: Ukraine trifft russisches Öldepot auf der Krim +++
Die Streitkräfte der Ukraine haben einem Bericht zufolge in der vergangenen Nacht ein russisches Öldepot auf der annektierten Krim-Halbinsel angegriffen und getroffen. Die Zeitung "Ukrainska Pravda" beruft sich dabei auf Augenzeugenberichte aus der Hafenstadt Feodossija. Das Öldepot habe am Morgen noch gebrannt, heißt es. Pro-russische Kanäle auf Telegram berichten demnach, dass die Straßen zu der Energieanlage gesperrt worden seien. Das genaue Ausmaß der Schäden ist nicht bekannt. In dem seit mehr als vier Jahren andauernden Ukraine-Krieg attackieren beide Seiten immer wieder die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Landes. Die von Russland angegriffene Ukraine will mit ihren Angriffen Moskaus Finanzierungsquellen austrocknen. Wegen der russischen Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur haben Millionen von Ukrainern unter Stromausfällen und ausgefallenen Heizungen zu leiden.
+++ 12:45 Russland: USA haben jetzt hoffentlich wieder Kapazität für Ukraine-Gespräche +++
Russland begrüßt die Feuerpause zwischen den USA und dem Iran und setzt nun darauf, dass die Friedensgespräche zur Ukraine wieder aufgenommen werden können. Russland hoffe, dass die USA nun die Zeit und den Spielraum hätten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Telefonat mit Journalisten. Unterhändler aus den USA, Russland und der Ukraine waren in den vergangenen Monaten zu drei Gesprächsrunden zusammengekommen. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Kiew und Moskau waren infolge des Iran-Krieges ins Stocken geraten. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) gaben die USA und der Iran die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe bekannt.
+++ 12:10 Trauriger Rekord an getöteten Zivilisten in der Ukraine +++
"An der Front herrscht eine Pattsituation, deshalb greift Russland gezielt zivile Infrastruktur an" berichtet ntv-Reporterin Nadja Kriewald aus Charkiw. Die Zahl getöteter Zivilisten steigt in den vergangenen Stunden auf 17, darunter auch Kinder. Derweil verzeichnet die Ukraine Treffer der russischen Schwarzmeerflotte.
+++ 11:40 Reaktion auf Iran-Vereinbarung: Selenskyj erneuert Angebot für Waffenruhe +++
Vor dem Hintergrund einer vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg erneuert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Angebot für eine Feuerpause an Russland. "Wir sind bereit, spiegelbildlich zu antworten, wenn die Russen ihre Angriffe einstellen", schreibt er auf sozialen Netzwerken. Eine Waffenruhe könne die Voraussetzungen für eine Übereinkunft über ein Ende des Krieges schaffen. Gleichzeitig spricht er seine Unterstützung für die Waffenruhe im Iran-Krieg aus. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Trotz US-amerikanischer Vermittlungsbemühungen haben sich Moskau und Kiew seit über einem Jahr nicht auf ein Kriegsende einigen können.
+++ 11:10 Kreml sieht "Erniedrigung" für die USA +++
Auf die verkündete Waffenruhe im Iran kommt aus Russland eine erste Reaktion. Der Kreml wertet die Entwicklung als Erfolg für Teheran und als "Erniedrigung" für die USA, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz. Der nun fallende Ölpreis dürfte Moskau allerdings noch viel mehr beschäftigen.
+++ 10:40 Russische Angriffe führen in mehreren ukrainischen Regionen zu Stromausfällen +++
Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Frontgebieten haben am Vormittag zu Stromausfällen in zahlreichen Orten der Ukraine geführt. Ukrenergo, der staatliche Betreiber des Stromübertragungsnetze in der Ukraine, berichtet von Störungen in den Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk, Charkiw und Sumy. Zusätzlich seien Bäume wegen starker Winde auf Stromleitungen gefallen, weshalb mehr als 90 Ortschaften in vier Regionen (Ternopil, Iwano-Frankiwsk, Chmelnyzkyj und Kiew) ganz oder teilweise ohne Strom seien.
+++ 10:05 Hafeninfrastruktur in Odessa bei russischen Angriffen beschädigt +++
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der Nacht im Hafen der ukrainischen Küstenstadt Odessa zivile Einrichtungen und Hafeninfrastruktur beschädigt worden. Im Hafen sei ein Lagergebäude teilweise zerstört worden, teilt der Leiter der Militärverwaltung im Gebiet Odessa, Oleh Kiper, mit. Demnach wurde auch ein Nebengebäude beschädigt. Der ukrainische Katastrophenschutz berichtet, dass die Angriffe Brände an Hafenanlagen und Lagerhäusern verursacht hatten. Diese seien umgehend gelöscht worden.
+++ 09:25 Innerhalb eines Tages: 13 Tote in der Ukraine bei russischen Angriffen +++
Nach Angaben aus Kiew sind innerhalb eines Tages 13 Menschen in der Ukraine bei russischen Angriffen getötet und 77 weitere verletzt worden. Die Behörden meldeten jeweils vier Tote bei einem Angriff auf einen Bus im Gebiet Dnipropetrowsk und einem Angriff in der Region Cherson. In der Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden. Im nordostukrainischen Gebiet Sumy kam Militärgouverneur Oleh Hryhorow zufolge ein 42-Jähriger in der Gemeinde Romny ums Leben. Russlands Militär habe ein Wohnhaus getroffen, vermutlich mit einer Drohne, schrieb Hryhorow bei Telegram. Die Familie des Mannes sei verletzt worden. Im Gebiet Donezk seien zwei Menschen bei russischen Attacken ums Leben gekommen.
+++ 08:40 Russland greift Ukraine in der Nacht mit 176 Drohnen an +++
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit 176 Drohnen angegriffen, wovon laut ukrainischen Angaben 146 abgefangen wurden. Es habe jedoch an mehreren Orten Einschläge gegeben, heißt es am Morgen von der ukrainischen Luftwaffe. "Es wurden 24 Angriffsdrohnen registriert, die zwölf Ziele trafen." Zu den Schäden macht die Luftwaffe keine Angaben. Auch von der besetzten Krim seien Drohnen in den Norden, Süden und Westen der Ukraine gesteuert worden.
+++ 07:50 Ukrainischer Chefdiplomat begrüßt Iran-Waffenruhe und fordert Entschlossenheit für sein Land +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha begrüßt "die Vereinbarung zwischen Präsident Trump und dem iranischen Regime zur Freigabe der Straße von Hormus und zum Waffenstillstand". "Amerikanische Entschlossenheit wirkt", schreibt Sybiha auf X. "Wir sind der Ansicht, dass es nun an der Zeit ist, mit ausreichender Entschlossenheit Moskau zu einem Waffenstillstand zu zwingen und seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden."
+++ 07:15 Angriff auf russische Bahnstrecke soll Frontversorgung gestört haben +++
Die pro-ukrainische Partisanengruppe Atesh hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnstrecke in der russischen Region Belgorod sabotiert. Dadurch sei der Transport von Militärgütern in Richtung Kupjansk gestört worden, teilt die Gruppe auf Telegram mit. Demnach zerstörten Gruppenmitglieder gleichzeitig zwei Umspannstationen an der Bahnstrecke zwischen Stary Oskol und Urazovo, was logistische Verzögerungen bei der Versorgung mit "Munition, Ausrüstung und Vorräten" für die russischen Truppen an der Frontlinie in der Region Charkiw verursacht habe. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Atesh führt regelmäßig Sabotageangriffe in Russland und den besetzten Gebieten in der Ukraine durch, um das russische Militär zu schwächen.
+++ 06:05 Region Saporischschja: Ein Toter nach russischem Angriff +++
Die russische Armee hat das Dorf Balabyne in der Region Saporischschja mit gelenkten Bomben angegriffen. Bei dem Angriff kam ein Mensch ums Leben. Wohnhäuser wurden zerstört und beschädigt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Suspilne mit Verweis auf den Leiter der Militäradministration, Iwan Fjodorow. Laut offiziellen Angaben wurden im Dorf Balabyne infolge des Angriffs Wohn- und andere Gebäude zerstört und beschädigt, und es brachen Brände aus.
+++ 05:35 Viertgrößte russische Raffinerie nach Drohnenangriff außer Betrieb +++
Die viertgrößte Ölraffinerie Russlands, Norsi, die Lukoil gehört, muss nach einem Angriff ukrainischer Drohnen am 5. April den Betrieb einstellen. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf Branchenkreise. Laut den Gesprächspartnern könnte die Lieferung bis Ende des Monats eingestellt werden. Lukoil hat auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme nicht reagiert. Die Agentur merkt an, dass die vorübergehende Schließung der Ölraffinerie die Unsicherheit im russischen Energiesektor, der unter anhaltenden ukrainischen Angriffen leidet, noch verstärken wird. Zu diesen Angriffen zählen auch solche, die auf wichtige russische Ölexportterminals am Schwarzen und am Baltischen Meer abzielen. Nach dem ukrainischen Angriff bestätigte der Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, die Beschädigung zweier Anlagen auf dem Werksgelände sowie die Beschädigung eines Kraftwerks und mehrerer Wohnhäuser.
+++ 03:52 Russischer Geheimdienst spioniert EU-Bürger über gehackte Router aus +++
Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) hat gemeinsam mit dem FBI, polnischen Spionageabwehrbehörden und EU-Strafverfolgungsbehörden eine koordinierte Cyberoperation durchgeführt, um die nachrichtendienstlichen Aktivitäten des russischen GRU in der Ukraine und in Partnerländern zu neutralisieren. "Im Zuge der internationalen Cyberoperation wurden zahlreiche Fälle aufgedeckt, in denen der russische Militärgeheimdienst (besser bekannt als GRU) Büro- und Heim-WLAN-Router ukrainischer und ausländischer Bürger (sogenannte SOHO-Geräte) gehackt hat", berichtet Ukrinform. Laut den Ermittlungen zielten russische Agenten auf Router ab, die nicht den modernen Sicherheitsstandards entsprachen.
+++ 02:11 Klöckner reist zur Nato-Ostflanke +++
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reist vor dem Hintergrund des andauernden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zu Antrittsbesuchen nach Estland und Litauen. Bei der dreitägigen Reise der CDU-Politikerin soll es nach Angaben des Bundestags vor allem um die bilateralen Beziehungen zu den beiden EU- und Nato-Ländern, die sicherheitspolitische Lage im Baltikum sowie Digitalisierung und Cyber-Sicherheit gehen. Zum Abschluss ihrer Reise will Klöckner deutsche Soldaten auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla besuchen. Dabei soll es auch um die sich im Aufbau befindende Brigade "Litauen" der Bundeswehr gehen, die dem Schutz der Nato-Ostflanke und der Abschreckung Russlands dienen soll.
+++ 00:27 Trump empfängt Rutte nach Äußerungen über möglichen Nato-Austritt +++
Vor dem Hintergrund heftiger Kritik aus Washington an der Nato trifft Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Laufe des Tages US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Sie wollten "die aktuelle Sicherheitslage" erörtern, einschließlich der Kriege im Iran und in der Ukraine, teilt eine Nato-Vertreterin mit. Weiteres Thema werde die Vertiefung der transatlantischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sein. Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdenken zu wollen. Trump warf den europäischen Verbündeten vor, die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. Rutte zeigt Verständnis für beide Seiten und agiert als Vermittler zwischen Washington und dem Rest der Allianz.
+++ 23:16 Selenskyj: Kiewer Militär redet bei Straße von Hormus mit +++
Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. "Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut - das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er äußert sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.
+++ 22:16 Viele Russen weichen auf türkischen Messenger aus +++
Weil die russischen Behörden den Zugang zu beliebten Messengern wie Telegram und Whatsapp einschränken oder blockieren, wächst in Russland das Interesse an Alternativen. Wie die "Moscow Times" berichtet, belegt der türkische Messenger BiP im russischen App Store den zweiten Platz der meist heruntergeladenen Apps in der Kategorie "Soziale Netzwerke". Bei RuStore habe BiP bereits 300.000 Downloads. Auf Platz eins sei der staatlich geförderte Messenger MAX. Oppositionelle gehen davon aus, dass die russischen Sicherheitsdienste Zugriff auf die Daten von MAX haben.
+++ 21:47 Ukraine meldet 15 Verletzte nach russischem Angriff +++
Die Stadt Pryluky ist am Dienstagmorgen vom russischen Militär angegriffen worden. Laut den Behörden der östlich von Kiew gelegenen Region Tschernihiw wurden 15 Zivilisten verletzt. Einer von ihnen befinde sich in einem kritischen Zustand. Ziel der Angriffe seien Verwaltungsgebäude gewesen.
+++ 21:02 Bericht: Russlands wichtigster Schwarzmeer-Terminal setzt Öl-Export aus +++
Die Rohölexporte vom russischen "Scheskharis"-Terminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk wurden nach einem massiven Drohnenangriff und einem Brand ausgesetzt, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten. Der Terminal, der normalerweise 700.000 Barrel Rohöl pro Tag verlädt, ist Russlands wichtigster Ölverladepunkt am Schwarzen Meer.
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