Drohnen über NoworossijskKiew meldet Attacke auf Flaggschiff der Schwarzmeerflotte
In der Nacht steuern ukrainische Drohnen den russischen Hafen Noworossijsk an. Im Zuge des Angriffs gerät auch das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte ins Visier. Das Ausmaß möglicher Schäden ist bislang unklar.
Das ukrainische Militär hat in der vergangenen Nacht laut eigenen Angaben den russischen Hafen von Noworossijsk mit Drohnen angegriffen und dabei auch das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte attackiert. Die Fregatte "Admiral Makarow" habe während des Anflugs Luftabwehrraketen abgefeuert, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zu einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video. Die Maßnahme habe das Schiff aber nicht vor Treffern verschont.
In dem Clip ist zu sehen, wie sich eine Drohne im Nachtsichtmodus dem Kriegsschiff im Hafen nähert. Kurz vor der Kollision bricht die Aufnahme ab. Ob und wie stark die "Admiral Makarow" bei der Attacke beschädigt wurde, ist unklar.
Ursprünglich schrieb Browdi in seiner Erklärung, die Fregatte "Admiral Grigorowitsch" sei getroffen worden, korrigierte diese Angabe jedoch später. Analysten zufolge befindet sich dieses Kriegsschiff derzeit im Mittelmeer. Sowohl die "Admiral Makarow" als auch die "Admiral Grigorwitsch" gehören zur Admiral-Grigorowitsch-Klasse (Projekt 11356), die seit 2016 im Einsatz ist. Zusammen mit der "Admiral Essen" verfügt die Schwarzmeerflotte über drei Fregatten dieses Typs.
Die "Admiral Makarow" dient seit der Versenkung der "Moskwa" im April 2022 als Flaggschiff der Schwarzmeerflotte. Das Schiff ist mit Kalibr-Marschflugkörpern ausgerüstet, die regelmäßig gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt werden. Erst Anfang März meldete Kiews Generalstab einen Angriff auf die "Admiral Essen" und "Admiral Makarow", bei dem beide Schiffe beschädigt worden sein sollen.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Jahren mehrere Schiffe der Schwarzmeerflotte versenkt. Diese zog sich daraufhin mehr und mehr zurück. Noworossijsk entwickelte sich seither zu einem zentralen Stützpunkt. Der Hafen liegt östlich der besetzten Halbinsel Krim.
Bei dem Angriff in der Nacht wurden laut russischem Verteidigungsministerium auch ein Liegeplatz des Kaspischen Pipeline-Konsortiums beschädigt und vier Öl-Tanks in Brand gesetzt. Das Konsortium transportiert den Großteil der kasachischen Ölexporte, die nach Angaben Kasachstans jedoch nicht beeinträchtigt sind. In dem von Browdi veröffentlichten Video ist zudem ein Angriff auf eine Bohrinsel im Schwarzen Meer zu sehen.
