Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:23 ISW: Ukraine richtet "taktische Todeszone" an der Front bei Kupjansk ein +++

21.01.2026, 00:01 Uhr

Ukrainische Streitkräfte sollen eine "taktische Todeszone" an der Front bei Kupjansk geschaffen haben. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die "taktische Todeszone" bestehe aus unbemannten Abwehrsystemen, die verhinderten, dass russische Streitkräfte Fahrzeuge auf einem Gebiet von bis zu 25 Kilometern um die Frontlinie nutzen könnten. Gleichzeitig könnten die Russen innerhalb eines Kilometers in dieser Zone keine Infanterie einsetzen. Wenn die Ukraine die Reichweite dieser Todeszone auf 50 Kilometer um die Frontlinie erweitern würde, würde dies russische Infiltrationstaktiken erheblich beeinträchtigen, so die ISW-Analysten. Sie prognostizieren, dass die Ukraine diese "taktische Todeszone" auf das gesamte Kriegsgebiet ausweiten wird. Die Analysten des ISW beziehen sich auf Berichte sowie geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 09:40 Munz: Kreml freut sich über "Mega-Zwist in der Nato" +++

Trumps Rhetorik, EU-USA-Spannungen, Ukraine-Krieg: In Moskau sieht man alte strategische Ziele näher rücken. Der Kreml verfolgt die Gespräche in Davos aufmerksam, auch ohne offiziell dabei zu sein. ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt, warum Trumps Aussagen zur Ukraine und Grönland im Kreml als Vorteil gelten.

+++ 08:59 Trump macht Moskau und Kiew für den Stillstand der Friedensgespräche verantwortlich +++

US-Präsident Donald Trump sagt, dass er den Ukraine-Krieg in seinem ersten Amtsjahr nicht beenden konnte, da keine der beiden Seiten bereit gewesen sei, sich auf ein Abkommen zu einigen. Trump macht Moskau und Kiew für den Stillstand der Verhandlungen verantwortlich, da sie sich nicht gleichzeitig bereit seien, sich zu einigen. "Ich versuche, das Problem zwischen Russland und der Ukraine zu lösen. Wenn Russland bereit ist, ist die Ukraine nicht bereit. Wenn die Ukraine bereit ist, ist Russland nicht bereit", sagt Trump im Weißen Haus. "Im Durchschnitt verlieren sie 25.000 Menschen pro Monat. Und ich versuche, diese Angelegenheit zu einem Ende zu bringen."

+++ 08:19 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.229.740 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1170. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem 8 Panzer, 70 Artilleriesysteme und 1019 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.587 Panzer, 36.463 Artilleriesysteme, 1279 Flugabwehrsysteme und 434 Flugzeuge, 347 Hubschrauber, 112.159 Drohnen, 28 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:42 "Financial Times": Streit über Trumps Grönland-Anspruch verzögert Ukraine-Hilfspaket +++

Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und der Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat verzögern einem Medienbericht zufolge ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine. Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sei verschoben worden, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen globalen Friedensrat. Dieser Streit habe den früheren Fokus auf die Ukraine bei dem Treffen in Davos überschattet.

+++ 07:11 ISW: Russen rücken bei Charkiw und Pokrowsk vor +++

Russische Streitkräfte sind kürzlich im Norden der ukrainischen Region Charkiw und im Nordwesten der umkämpften Bergbaustadt Pokrowsk vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:39 Ukraine: Wasserversorgung in Kiew nach russischen Luftangriffen wiederhergestellt +++

Als Folge von russischen Luftangriffen auf Kiew sind in der Nacht Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen (siehe Eintrag 04:45). Nun soll zumindest die Wasserversorgung in Kiew vollständig wiederhergestellt worden sein. Das teilt Denys Schmyhal, der stellvertretende Ministerpräsident und Energieminister der Ukraine, auf seinem Telegram-Kanal mit. Das System laufe, jedoch in einigen Gebieten noch mit vermindertem Druck, so Schmyhal. Die Lage bleibe schwierig. Die Einsatzteams arbeiteten ununterbrochen an der Wiederherstellung der gesamten Energieversorgung in Kiew.

+++ 06:02 Rumänien, Moldau und die Ukraine planen gemeinsame Handelskammer +++

Rumänien schlägt die Gründung einer trilateralen Handels- und Industriekammer gemeinsam mit Moldau und der Ukraine vor. Die Idee wurde am 20. Januar auf einer internationalen Konferenz in Chișinău vorgestellt, berichtet Ukrinform. "Derzeit haben alle drei Seiten - Rumänien, Moldau und die Ukraine - ihre Absicht erklärt, der künftigen Industrie- und Handelskammer beizutreten. Auch die Europäische Union hat ihre Zustimmung erteilt", sagt der Vorsitzende des Bezirksrats von Czernowitz, Mykola Kutsak laut dem Bericht.

+++ 05:38 Ukraine sprengt russisches Munitionsdepot in Donezk +++

In der russisch besetzten Stadt Debalzewe in der Region Donezk wird ein Munitionsdepot der Russen angegriffen, meldet Ukrinform. Petro Andruschtschenko, Leiter des Zentrums für Besatzungsforschung, veröffentlicht ein entsprechendes Video aus der Stadt. "Ein Treffer auf das Munitionsdepot der Besatzer. Der Angriff war so heftig, dass die Besatzungsverwaltung die Bewohner auffordert, 'in ihren Häusern zu bleiben'", schreibt Andruschtschenko.

+++ 04:45 Ohne Strom, Wasser, Heizung: Kiews Einwohner müssen in Notzelte +++

Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, heißt es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff liegt nicht vor.

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Ganze Häuserblocks unbewohnbar. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 03:43 Hochhausbrand in Russland: Acht Verletzte +++

Bei einem Hochhausbrand nach mutmaßlichen Explosionen in der russischen Teilrepublik Adygeja östlich des Schwarzen Meers sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Republikchef Murat Kumpilow spricht von einem Drohnenangriff und einem Feuer, das in der Siedlung Nowaja Adygeja ausgebrochen sei. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, 15 Autos ausgebrannt und 25 weitere beschädigt worden. Tote gebe es nicht. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos, auf denen ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus und brennende Autos zu sehen sind.

+++ 01:43 Ukrainischer Verteidigungsminister: Wir wollen 50.000 Russen pro Monat töten +++

"Die Ukraine hat sich zum Ziel gesetzt, 50.000 Russen pro Monat zu töten", sagt der neue Verteidigungsminister des Landes, Mykhailo Fedorow, laut "Kyiv Independent" bei einem Treffen mit Reportern. "Letzten Monat wurden 35.000 Menschen getötet; alle diese Verluste sind per Video dokumentiert. Wenn wir 50.000 erreichen, werden wir sehen, was mit dem Feind passiert. Er betrachtet Menschen als Ressource, und die Knappheit ist bereits deutlich spürbar." Moskau und Kiew melden ihre eigenen Verluste nur selten offiziell. Die Ukraine schätzt, dass Russlands Gesamtopferzahl im Krieg 1.200.000 überschritten hat.

+++ 00:46 Russland: Drei Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen +++

Die russischen Behörden melden Opfer nach ukrainischen Angriffen. In der Region Belgorod kam laut Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow ein Mitarbeiter des Sicherheitschefs im Kreis Graiworon bei einem Drohnenangriff ums Leben. Von zwei weiteren Toten infolge eines Drohnenangriffs schreibt der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Alexander Bogomas, bei Telegram.

+++ 23:27 Spanischer Außenminister Albares fordert europäische Armee +++

Angesichts der Grönland-Drohungen der USA setzt sich der spanische Außenminister José Manuel Albares für eine europäische Armee ein. Das sagt er in einem Interview mit dem "Spiegel". Auf dem Weg dahin könne man leicht einige Zwischenschritte gehen, sagt Albares. "Wir müssen erstens unsere Rüstungsindustrien integrieren. Und zweitens eine Koalition der Willigen schmieden. Wenn wir bereit sind, dies für die Ukraine zu tun, sollten wir so auch die EU schützen."

+++ 22:15 Meloni liefert Wärmequellen: Ukraine erhält 39 Kesselanlagen +++

Die Ukraine hat eine Lieferung von Energieausrüstung von der italienischen Regierung erhalten, teilt der Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien, Oleksiy Kuleba, mit. Die Lieferung umfasst 39 industrielle Kesselanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 53 Megawatt, darunter Modul- und Warmwasserkessel sowie Brenner, Komponenten, Filter und Hilfssysteme, schreibt Kuleba auf Telegram. Die Hilfe sei Teil der Vereinbarung zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Der geschätzte Wert der humanitären Hilfe liege bei 835.500 Euro. "Weitere Lieferungen werden in den kommenden Tagen eintreffen. Vorrangig werden die Geräte in die Frontregionen geliefert", schreibt Kuleba. Der Minister ergänzt, dass Italien zugestimmt habe, insgesamt 78 thermische Anlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt zu liefern. Die Kessel können als primäre oder sekundäre Wärmequelle für Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude, kritische Infrastruktureinrichtungen sowie kommunale Heizhäuser und Fernwärmesysteme genutzt werden.

+++ 21:47 Außenminister Sybiha will Russland aus Atomenergiebehörde werfen lassen +++

Nach dem massiven Beschuss durch Russland fordert der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha die Internationale Atomenergiebehörde IAEA auf, eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen, um die Mitgliedschaft Russlands zu klären. Auf X schreibt er: "Russlands rücksichtslose Angriffe gefährden die nukleare Sicherheit. Russland greift systematisch die Energieinfrastruktur der Ukraine an, um Stromausfälle in Kernkraftwerken zu verursachen - darunter auch in Tschernobyl und anderen Kernkraftwerken", so Sybiha. Er betont, dass russische Beamte zwar von der "Bedeutung" von Stromleitungen sprechen, ihre Streitkräfte jedoch gezielt Umspannwerke angreifen, wodurch sie die nukleare Sicherheit direkt gefährden und wiederholte Warnungen der IAEA ignorieren. Nach Ansicht des Ministers hat dies nichts mit der Initiative "Atoms for Peace" zu tun, sondern ist die Nutzung des nuklearen Risikos als Mittel der Nötigung. "Wir vertreten den Standpunkt, dass ein Terrorstaat, der bewusst Risiken für die nukleare Sicherheit schafft, dort keinen Platz hat", so Sybiha. Durch russische Angriffe wurden mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige ukrainische Umspannwerke beschädigt. Das Kernkraftwerk Tschernobyl verlor vollständig seine externe Stromversorgung.

+++ 21:19 Anschlag in Moskau - Gericht schickt Männer für mehr als 20 Jahre ins Gefängnis +++

Ein Moskauer Militärgericht schickt zwei Männer 24 bzw. 26 Jahre in Haft, nachdem sie für schuldig befunden wurden, einen ehemaligen ukrainischen Geheimdienstoffizier mit einem Bombenanschlag ermorden zu wollen. Vasily Prozorov, ein ehemaliger Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, wurde im April 2024 verletzt, als ein Sprengsatz unter seinem SUV in Moskau detonierte. Die Staatsanwaltschaft warf den beiden Männern vor, "eine organisierte Gruppe gebildet zu haben, die von ihrer Opposition" gegen den Krieg in der Ukraine angetrieben wurde. Ein dritter Angeklagter wurde bereits im August zu 16 Jahren Haft verurteilt. Weitere mutmaßliche Komplizen warten laut Staatsanwaltschaft noch auf ihren Prozess.

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